B54: Drittes Dialogforum zur Ortsumgehung Kierspe diskutiert zum Schwerpunkt Verkehr – Dokumentation ist jetzt online

Kierspe (straßen.nrw). In einer digitalen Runde kam das Dialogforum zum Projekt Ortsumgehung Kierspe Mitte Dezember 2021 zu seiner dritten Sitzung zusammen. Das geschlossene Gremium, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich mit Straßen.NRW über den aktuellen Planungsstand austauschen, diskutierte diesmal über die Schwerpunktthemen Verkehrsuntersuchung und Verkehrsprognose. Die Dokumentation des Dialogforums und die dort vorgestellten Unterlagen sind nun online auf der B54-Projektwebseite verfügbar.

Das Ingenieurbüro DTV-Verkehrsconsult präsentierte dem Gremium einen ersten Überblick und Zahlen zur Verkehrsbelastung in Kierspe. Neben einer aktuellen Verkehrsuntersuchung berechnet ein Simulationsmodell das künftige Verkehrsaufkommen für das Prognosejahr 2030. Sechs Ein- und Ausfahrten in Kierspe dienen als Ausgangspunkte der Berechnung. Drei verschiedene Linien, sogenannte Planfälle, zeigen, wie sich der Verkehr in Kierspe bei siedlungsnäheren und siedlungsferneren Varianten einer Ortsumgehung verändern würde. Dabei handelt es sich aber zunächst nur um konzeptionelle Varianten, die für die Berechnung erstellt wurden. Nach diesem ersten Eindruck ist aktuell keiner dieser drei Planfälle ausgeschlossen. Erst im nächsten Schritt werden nun mögliche Varianten der Ortsumgehung umfassend geprüft.

Für die Mitglieder des Dialogforums stellte sich vor allem die Frage, inwiefern die Sperrung der Rahmedetalbrücke die vorgestellte Verkehrsprognose in Kierspe beeinflusst. „Für die Berechnungen wird angenommen, dass die geplante Maßnahme zum Prognosejahr 2030 umgesetzt ist. Die Vollsperrung der A45 ist zwar das Worst-Case-Szenario, hat aber keinen Einfluss auf diese Prognose“, erklären die Experten.

Die vorgestellten Ergebnisse zum Schwerpunkt Verkehr werden nun im weiteren Prozess berücksichtigt, um die Planungen weiter auszuarbeiten. Auch der Dialog mit der Öffentlichkeit soll weitergehen – neben weiteren Sitzungen des Dialogforums sind im Jahr 2022 verschiedene Formate wie eine Planungswerkstatt, eine Infomesse und eine Exkursion geplant. Die jeweilige Pandemielage entscheidet darüber, ob die Beteiligungsangebote digital oder in Präsenz stattfinden können.

Pressekontakt: Julia Ollertz, Telefon 0271-3372-212

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