Rückblick auf die NWSIB-Tage 2019

Es ist mittlerweile eine Institution in der Fachwelt für Straßeninformationssysteme geworden: Zum bereits neunten Mal hatte die Abteilung Straßeninformation und Vermessung zu den NWSIB-Tagen nach Gelsenkirchen eingeladen, um die neueste Praxis im Umgang mit straßenbezogenen Daten zu präsentieren und gleichzeitig den Blick auf anstehende Entwicklungen zu richten.

Stellvertretend begrüßte Stefan Wick, Leiter der Abteilung Straßeninformation und Vermessung die etwa 180 Teilnehmer zu einem vielfältigen Programm rund um die Straßeninformationssysteme. Im anschließenden Grußwort von Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte spiegelte sich das große Interesse des Verkehrsministeriums an dieser für Straßenbauverwaltungen einmaligen Fachtagung wider. Als sehr erfreuliches, aktuelles Beispiel für die Bedeutung der NWSIB erwähnte er auch die bevorstehende Kooperation mit der Autobahn GmbH beim Aufbau einer Straßeninformationsbank.

Zusätzlich zu den zehn Fachvorträgen, die vielfältige Aspekte aus den Themenbereichen Management von Straßen- und Verkehrsinformationen, Digitalisierung im Straßenraum, GST-Lenkung, Bauwerksmanagement u.a.m. abbildeten, gab es wiederum einen Keynotevortrag. Für den leider kurzfristig verhinderten Staatssekretär für Digitale Infrastruktur im BMVI, Guido Beermann, gab Unterabteilungsleiterin Birgitta Worringen dabei einen Überblick über die Ziele und Aktivitäten des Bundes im Bereich der Digitalisierung an und auf Straßen.

Wie könnte es anders sein: Auch die wiederum vom Fernsehjournalisten Thomas Heyer moderierte Podiumsdiskussion zum Abschluss des Tages beleuchtete diese zentrale Thematik, allerdings weniger technisch: Das Motto „Digitalisierung – ENDLICH!!!“ provozierte und gab viel Spielraum für kritische Anmerkungen, Ideen, Kontroverses und Verbindendes unter den Teilnehmern auf dem Podium. Sehr angeregt, kompetent und auch unterhaltsam vertraten Dr. Dirk Günnewig (Verkehrsministerium NRW), Prof. Dr. Dirk Heberling (Fraunhofer-Institut FHR), Dr. Christoph Hempsch (Deutsch Post DHL) sowie Dr. Michael Langer (Autobahn GmbH) ihre Positionen. Das Publikum, das auch zwischendurch Fragen stellte, war von der lebhaften Diskussion sehr angetan, sicherlich der Höhepunkt der NWSIB-Tage.

Nach der hervorragend besuchten Abendveranstaltung als Ausklang des Tages ging es in den zweiten Tag mit dem Reigen weiterer Fachvorträge. Der Bogen wurde dabei geschlagen bis hin zum IIM, dem Infrastructure Modeling, das ja ebenfalls einen Bogen schlägt über all das, was Straßen.NRW in seinem Kern an Aufgaben hat.

Auch die zur Fachausstellung und als Kommunikationsplattform in den Pausen wunderbar geeignete Arkade des Wissenschaftsparks trug dazu bei, dass die NWSIB-Tage ein weiteres Mal mit tollem Feedback der Besucher und zur Zufriedenheit aller Mitwirkenden zu Ende ging. So fiel es Stefan Wick als Verantwortlichem für die Durchführung der NWSIB-Tage am Ende leicht, allen an der Veranstaltung beteiligten Kolleginnen und Kollegen, insbesondere natürlich den Vortragenden, den Podiumsteilnehmern und Ausstellern seinen Dank auszusprechen.

Für die zehnten NWSIB-Tage im Jahr 2021 stehen angesichts der angestoßenen Entwicklungen und wartenden Aufgaben die Zeichen gut – gespannt kann man darauf sein, was die Straßeninformationssysteme vom Neustart des Landesbetriebs und der dann im ersten Jahr befindlichen Autobahn GmbH zu berichten haben…

Die kompletten Vorträge stehen zum Download bereit.