Neubau des Radschnellwegs Neuss, Düsseldorf und Langenfeld

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein plant den Neubau des Radschellwegs Neuss, Düsseldorf und Langenfeld. Der Radschnellweg weist eine Gesamtlänge von 24 Kilometer auf. Die Strecke verbindet die Städte Neuss, Düsseldorf und Langenfeld miteinander. Der Radschnellweg ist von regionaler Verbindungsfunktion.

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Der Hintergrund
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Für die Radschnellverbindung (RV) liegt ein im Jahr 2013 landesweiter Planungswettbewerb der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise vor. Ausschlaggebend dafür war insbesondere das hohe Potenzial, das diese Trasse in Hinblick auf die hohen Pendlerströme und die kurzen Entfernungen zwischen der Stadt Düsseldorf und den Nachbarkommunen bietet. Mit der Heinrich-Heine-Universität liegt außerdem ein bedeutender Bildungsstandort an der potenziellen Radschnellverbindung.

Die im Wettbewerb prämierte Trasse wurde in einer vorliegenden Studie auf ihre Machbarkeit geprüft.

Folgende Zielsetzungen wurden für das Projekt „Radschnellweg Neuss – Düsseldorf – Langenfeld“ definiert:

  • Insbesondere den Alltagsradfahren, die den täglichen Weg zu Schule oder Arbeit mit dem Fahrrad zurücklegen, soll ein hochwertiges Infrastrukturangebot geschaffen werden.
  • Die Radschnellverbindung soll möglichst ohne Umwege verlaufen und die erforderlichen Qualitätskriterien für Führungsformen und Knotenpunkte einhalten, um ein schnelles Vorankommen zu ermöglichen.
  • Der Verlauf der Trasse muss so gestaltet werden, dass ihre potenziellen Nutzer „abgeholt“ werden, das heißt die maximal möglichen Potenziale ausgeschöpft werden.
  • Die Gestaltung der Trasse soll in Verträglichkeit mit der angrenzenden Landschaft und Stadtbild sein. Leitelemente machen die Radschnellverbindung für alle Verkehrsteilnehmer zu einer eindeutig lesbaren und sicheren Infrastruktur.
  • Zielführend für die Zukunftsmobilität in Stadt und Region ist eine Netzverknüpfung regionaler und kommunaler RSV.
Das Projekt
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Der Radschnellweg Neuss, Düsseldorf und Langenfeld beginnt an der Galopprennbahn in Neuss, kreuzt die L137 und verläuft über die B1 Josef-Kardinal-Frings-Brücke nach Düsseldorf, entlang des Hammer-, Volmerswerther- und Fleher-Deichs über die L293 Münchener Straße entlang der Universität Düsseldorf nach Benrath, kreuzt die A59 und schließt schließlich nach 24 km an der L353 Berghausener Straße in Langenfeld ab.

Das Untersuchungsgebiet zur Linienfindung und zur Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) umfasst acht Abschnitte, die sich wie folgt gliedern:

  • Neuss
  • Düsseldorf Volmerswerth & (Flehe)
  • Düsseldorf (Universität)
  • Düsseldorf Wersten & (Holthausen)
  • Düsseldorf (Benrath)
  • Düsseldorf (Urdenbach & Garath)
  • Düsseldorf (Hellerhof)
  • Langenfeld (Richrath)

Auf diesen Abschnitten ist unter Abwägung der Beurteilungsmerkmale wie Umwelt, Trassierung, Streckenlänge Städtebau und Kosten eine Vorzugsvariante ermittelt worden, welche unter Abwägung der Beurteilungsmerkmale wie Umwelt, Trassierung, Streckenlänge Städtebau und Kosten verglichen wurden.

Träger des Vorhabens und Straßenbaulastträger sind innerhalb ihrer Ortsdurchfahrten die Städte Neuss und Düsseldorf in eigener Zuständigkeit. Für die freie Strecke und den Bereich Langenfeld ist gemäß StrWG NRW der Landesbetrieb Straßenbau NRW zuständig.

Grafik Zuständigkeiten des RSW
Zuständigkeiten beim Radschnellweg (Quelle: Straßen.NRW)
Der Projektstand
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Zurzeit werden die Unterlagen der Linienfindung für das Projekt erstellt. Die UVS wird Anfang 2021 abgeschlossen, anschließend wird die Linie durch das Landesverkehrsministerium bestimmt. Der Vorentwurf wird europaweit ausgeschrieben und anschließend werden das Baurecht und die Baudurchführung von den einzelnen Straßenbaulastträgern durchgeführt.

Für die Unterlage der Vorplanung (Linienbestimmung) wird ein Termin zur „Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung“ in digitaler Form durchgeführt. Hierzu werden vom 16. bis zum 29. November 2020 in digitaler Form auf dieser Seite die Unterlagen zur Einsicht zur Verfügung gestellt.