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L758n: Neubau der Ortsumgehung in Cappel

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ostwestfalen Lippe plant die L758n Ortsumgehung Cappel. Die geplante Baumaßnahme ist ein Teil des Verkehrskonzeptes Lippe Ost.

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Der Hintergrund
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Die Ortsdurchfahrt Cappel ist derzeit sehr kurvenreich und schmal. Deshalb soll der Bau der Ortsumgehung eine Entlastung für den Ort bringen, außerdem ist mit dem Neubau eine komfortable, schnellere Verbindung nach Detmold gegeben.

Die Überlegungen für einen Neubau der Ortsumgehung Cappel reichen bis in die 1980er Jahre zurück. In dieser Zeit wurde ein Netzkonzept für das überörtliche Straßennetz Lippe Ost entwickelt.

Dieses Netzkonzept wurde damals im Rahmen der Besprechung von Planungs- und Entwurfsfragen für Bundesfernstraßen im Bereich des damaligen Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am 19. Dezember 1989 in Münster mit dem Bundesminister für Verkehr abgestimmt.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Konzeptes war unter anderem die Herstellung eines leistungsfähigen Straßenzuges zwischen Detmold und Barntrup. Das Konzept sieht vor, die Strecke der Landesstraße L758 zwischen Detmold (B239) und Großenmarpe (Ostwestfalenstraße) auszubauen bzw. neu zu bauen. Die Ortsumgehung für Großenmarpe im Zuge der L758 wurde bereits 1996 für den Verkehr freigegeben.

Bereits die ersten Überlegungen zur Linienfindung der L758n zeigten, dass ein Ausbau der heutigen L758 zwischen Detmold und Cappel aufgrund der naturräumlichen Gegebenheiten und des umfangreichen Anbaus nicht zweckmäßig sind. Deshalb wurde dieser Streckenabschnitt bei den weiteren Planungen in drei Teilabschnitte gegliedert:

  • Ortsumgehung Vahlhausen
  • K78 (Ausbau des vorhandenen Streckenzuges mit einem Geh-/Radweg und Aufstufung zur Landesstraße L758)
  • Ortsumgehung Cappel

Der Neubau der Ortsumgehung Cappel wurde in Dringlichkeitsstufe 1 des Landesstraßenbedarfsplans aufgenommen.

Die Trassenführung
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Um einen möglichst umweltverträglichen Streckenverlauf zu finden, wurden im Rahmen des Linienbestimmungsverfahren zwischen 1990 und 2005 verschiedene Varianten diskutiert.

Der langwierige Abwägungsprozess hat die „Variante 09.01 optimiert“ als bestmögliche Lösung für eine Umgehungsstraße Cappel ergeben. Der gewählte Streckenverlauf beginnt am Ausbauende der L758 (Ortsumgehung Großenmarpe), östlich der Ortschaft Cappel. Er schwenkt von dort nach Süden. Die L 758n verläuft dann südlich von Cappel im Einschnitt.Der Neubauabschnitt endet im Bereich der Siedlung „Flötepfeife“.

Insgesamt sind zwei Brücken geplant, die die „Talstraße“ (K79) und die „Brüntruper Straße“ (L943) über die Umgehungsstraße führen. Die Ortsumgehung Cappel erhält zwei Kreuzungen, die eine Verbindung mit dem weiteren Straßennetz vorsehen. So sind die angrenzenden Ortschaften Cappel und Brüntrup an die Ortsumgehung angeschlossen.

Grafik: Übersichtslageplan zur Maßnahme
Übersichtslageplan zur Maßnahme (Quelle: Straßen.NRW)
Der Projektstand
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Zur Erlangung des Baurechts ist vorgesehen, ein Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung Cappel durchzuführen. Aktuell wird die Einleitung des Verfahrens von Straßen.NRW vorbereitet. Hierfür muss Straßen.NRW zahlreiche Gutachten und Planunterlagen erstellen und aktualisieren. Exemplarisch sind dies: Verkehrsgutachten, Lärmtechnik, Wassertechnik sowie landschaftspflegerische Gutachten.

Am 8. Oktober 2019 findet im Dorfgemeinschaftshaus in Cappel ein Informations- und Diskussionsabend für Bürger im Rahmen einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung statt. Einlass ab 17 Uhr, Beginn um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Cappel, Residenzstraße 54, 32825 Blomberg.