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L547: Neubau der Ortsumgehung Freckenhorst

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Münsterland plant den Neubau der L547, Ortsumgehung Freckenhorst (Warendorf). Die L547 führt von Warendorf über Freckenhorst nach Ahlen und mündet zwischen Hamm und Dolberg in die L507. Sie ist von überregionaler Verkehrsbedeutung, indem sie das nordöstliche Münsterland mit dem südlichen Münsterland und dem Raum Hamm verbindet.

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Die Ausgangslage
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Die heutige L547 verläuft mit einem zweistreifigen Querschnitt durch die typische münsterländische Parklandschaft. Sie verläuft dabei durch den Ortskern von Freckenhorst. Die etwa 1,7 Kilometer lange Ortsdurchfahrt hat in Teilabschnitten nur eine Fahrbahnbreite von etwa sechs Metern. Die beidseitig der Straße vorhanden Gehwege sind teilweise sehr schmal. Die hohe Verkehrsbelastung von bis zu 12.500 Kraftfahrzeugen täglich, verbunden mit einem hohen Schwerverkehrsanteil, führen zu Gefährdungen der Fußgänger und Radfahrer.

Insbesondere die zentrale Kreuzung der L793, Everswinkeler Straße/Westkirchener Straße mit der L547, Hoetmarer Straße/Warendorfer Straße ist nahezu ganztägig überlastet. In allen vier einmündenden Straßen bilden sich häufig lange Staus.

Die Geschichte
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Bereits 1993 war die Umgehungsstraße Freckenhorst zwischen der Hoetmarer Straße und der B64 im Landesstraßenbedarfsplan enthalten. Zu Beginn der Planung wurde Anfang der 1990er Jahre eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) erstellt. Parallel zur Neuplanung der L547 wurde die Planung der neuen B64 Warendorf bis zur Umgehungsstraße Rheda-Wiedenbrück be­arbeitet.

Für den gesamten Raum wurde 1994 eine Verkehrsunter­suchung erstellt. Die Ergebnisse flossen in das Linienbestimmungsverfahren ein. Die Linienbestimmung wurde im Juli 2002 mit der ortsferneren westlichen Streckenführung für die neue Umgehungsstraße abgeschlossen.

Der in der Linienbestimmung festgelegte Streckenverlauf endete in einem Knotenpunkt an der Ortsumgehung Warendorf. Im Zuge der Aufstellung des Entwurfes zur Ortsumgehung Warendorf wurde festgelegt, dass der Anschluss der Umgehungsstraße L547 gebündelt an der Freckenhorster Straße erfolgt.

Übersichtskarte zum Projekt (Quelle: Straßen.NRW)
Das ist geplant
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Die Umgehungsstraße beginnt an der Hoetmarer Straße südlich der Ortslage Freckenhorst. Die Anbindung der neuen Umgehungsstraße erfolgt durch einen Kreisverkehrsplatz. Angelehnt an den südwestlichen Ortsrand verläuft die Trasse auf einer Länge von ca. 1,2 Kilometer bis zur L793, Everswinkeler Straße. Dort wird die Kreuzung ebenfalls als Kreisverkehr ausgebildet. Die geplante Ortsumgehung verläuft auf der Westseite von Freckenhorst. Im weiteren Verlauf nördlich der Siedlung Walgern lehnt sich die L547 an die geplante B64, Umgehungsstraße Warendorf, an. Die neue Straße endet in dem gemeinsamen Knotenpunkt der B64/L547, Warendorfer Straße, südlich der Orstlage Warendorf. Zur Aufrechterhaltung von Wegebeziehungen werden die Wirtschaftswege Windmühlenweg, Gänsestraße, Neuwarendorfer Straße und Feidiekstraße/Waterstroate mit Bauwerken über die Umgehungsstraße überführt. Eine weitere Brücke ist zur Überquerung des Brüggenbach vorgesehen.

Der aktuelle Sachstand
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Straßen.NRW liegen mittlerweile die Zahlen des Verkehrsgutachtens vor. Sobald das Gutachten mit dem Landesverkehrsministerium als Auftraggeber besprochen ist, können die noch fehlenden Arbeiten wie die lärmtechnischen Berechnungen für den technischen Entwurf starten. Die Arbeiten für den Landschaftspflegerischen Begleitplan und die Artenschutzprüfung konnten noch nicht abgeschlossen werden. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona Pandemie im Frühjahr diesen Jahres, konnten die Untersuchungen an Gewässern auf Hofflächen noch nicht erfolgen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist geplant, den Entwurf im Frühjahr 2021 zur Genehmigung im Ministerium vorzulegen.

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