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L512: Ausbau zwischen Olpe und Attendorn

Die L512 zwischen den sauerländischen Städten Olpe und Attendorn verläuft entlang der Biggetalsperre. Der Ausbau der L512 wurde als Projekt im Landesstraßenbauprogramm 2022 aufgenommen. Der rund zehn Kilometer lange Ausbau umfasst mehrere Maßnahmen, darunter neue Kreisverkehre, breitere Radwege, eine neue Radwegebrücke, den Ersatzneubau der Ihnetalbrücke sowie neue Parkplätze, von denen viele an ÖPNV- und SPNV-Stationen angebunden sind. Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Südwestfalen hat sich vorab in einer Machbarkeitsstudie damit beschäftigt, welche Aspekte bei der Maßnahme beleuchtet werden müssen.

Ablauf der Planung

Im November 2018 kamen verschiedene Interessengruppen zu einem moderierten Gespräch in den Ratssaal der Hansestadt Attendorn zusammen. Der Kommunikationsprozess sollte dazu dienen, einen kompromissfähigen und umsetzbaren Lösungsansatz für den Ausbau zu finden. Dabei wurden folgende Leitfragen gestellt:

  • Wie wird die Situation vor Ort beurteilt?
  • Was sollte sich verbessern?
  • Welche Maßnahmen können dafür zielführend sein?
  • Wer würde von einer Veränderung der jetzigen Situation profitieren?

Das Ergebnis dieses gemeinsamen Austauschs machte deutlich, dass bestimmte Themen besonders im Fokus stehen. Diese Themen sind:

  • Ein Überholfahrstreifen bzw. dreistreifiger Ausbau am "Kraghammer Sattel"
  • Eine Optimierung der Knotenpunkte auf der Strecke, vor allem hinsichtlich der Aspekte Sicherheit, Durchgängigkeit und Leistungsfähigkeit
  • Ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung der Radwege entlang des Biggesees
  • Eine Betrachtung der Parkplatzsituation in Verbindung mit dem ÖPNV

Diese Themen hat Straßen.NRW in einer Machbarkeitsstudie genau untersucht und den Interessengruppen im Dezember 2020 digital vorgestellt. Im November 2021 hat das Ministerium für Verkehr des Landes NRW mitgeteilt, dass der Ausbau der L512 zwischen Olpe und Attendorn als Projekt im Landesstraßenbauprogramm 2022 aufgenommen ist.

 

Vorstellung der Machbarkeitsstudie (Stand: Dezember 2020)

Die Machbarkeitsstudie lässt sich thematisch auf die vier genannten Schwerpunkte aufteilen: Dreistreifiger Ausbau, Knotenpunkte, Radverkehrskonzept, und Parkraumkonzept. Zu jedem Schwerpunkt gibt es eine kompakte Präsentation, die die wichtigsten Eckpunkte der Machbarkeitsstudie zusammenfasst. In einem jeweiligen Video wird diese Präsentation dann nochmal genauer erläutert und erklärt.

 

Wählen Sie aus, welcher Aspekt Sie interessiert:

Dreistreifiger Ausbau
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In dem Video wird das Thema Überholfahrstreifen auf der L512, bzw. die Anlage einer 3-Streifigkeit zwischen Kraghammer Sattel und Schnütgenhof in Fahrtrichtung Olpe geprüft, um vor allem im Winter an der Steigungsstrecke eine Überholmöglichkeit von langsamen LKW für die schnelleren PKW zu schaffen. Damit wird auch die Betriebssicherheit verbessert und die Störanfälligkeit minimiert.

L512: Ausbau zwischen Olpe und Attendorn: Überholfahrstreifen

L512: Ausbau zwischen Olpe und Attendorn: Dreistreifiger Ausbau zwischen Schnütgenhof und Kraghammer Sattel

Knotenpunkte
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Hier werden verschiedene Knotenpunkte auf der Strecke der L512 zwischen Olpe und Attendorn unter die Lupe genommen. Vor allem hinsichtlich der Sicherheit, Durchgängigkeit und der Leistungsfähigkeit wurden die Knotenpunkte geprüft. Auch die mögliche Umsetzung eines Kreisverkehrs am Schnütgenhof und am Biggegrill werden in der Präsentation erläutert.

L512: Ausbau zwischen Olpe und Attendorn: Knotenpunkte

Radverkehrskonzept
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Die Überarbeitung des Radwegekonzeptes ist ebenfalls Teil der Machbarkeitsstudie, um den Radfahrern ein möglichst attraktives und sicheres Radwegenetz anzubieten. Das vorgestellte Radverkehrskonzept entwickelt verschiedene Möglichkeiten.

L512: Ausbau zwischen Olpe und Attendorn: Radverkehrskonzept

Parkraumkonzept
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Auf der Strecke herrscht stellenweise ein hoher Parkdruck, so dass auch eine mögliche Erweiterung der Parkräume in Verbindung mit einer sichereren Anbindung an die L512 untersucht werden soll. Dabei spielt auch die bessere Integration des ÖPNV eine Rolle.

L512: Ausbau zwischen Olpe und Attendorn: Parkraumkonzept

Häufige Fragen

Welche Strecke wurde genau untersucht?
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Der Untersuchungsraum beginnt am Kreisverkehr „In der Wüste“ in Olpe und erstreckt sich im Verlauf der L512 bis zum Abzweig an der L539 „Ihnestraße“ in Attendorn – Neu-Listernohl. Für das Radverkehrskonzept wurde in Olpe am „Seeweg“, unmittelbar am Freizeitbad Olpe begonnen und bis zum Anschluss an den „Biggeweg“ in Attendorn untersucht.

Was passiert mit der Machbarkeitsstudie?
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Der Ausbau der L512 zwischen Olpe und Attendorn ist Bestandteil im Programm zum Landesstraßenbedarfsplan. Damit besteht grundsätzlich ein Planungsrecht bis zur Stufe der Genehmigungsplanung.

Bei breiter Bestätigung dieser Machbarkeitsstudie wird sie als Aufgabenpaket in einer Entwurfsplanung konkretisiert. Die Entwurfsunterlagen bilden schließlich die Grundlage für den anschließenden Genehmigungsprozess.

(Stand: Dezember 2020)

Wie ist der weitere Ablauf?
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Das Projekt wurde vom Ministerium für Verkehr des Landes NRW im Landesstraßenbauprogramm 2022 aufgenommen, womit die finanziellen Mittel von 88,3 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Südwestfalen beginnt den Ausbau mit dem Ersatzneubau der Ihnetalbrücke und steigt ab 2022 in Planungsaktivitäten des Maßnahmenkonzeptes ein.

Ihre Kontaktmöglichkeiten

Sie haben Fragen oder Anregungen zum Projekt?

Sie können unser Kontaktformular nutzen oder eine Mail an die Regionalniederlassung Südwestfalen schreiben.