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L361n: Neubau der Ortsumgehung Grevenbroich-Kapellen

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein plant den Neubau der L361n Ortsumgehung Grevenbroich-Kapellen. Der vorliegende Entwurf umfasst den rund drei Kilometer langen Neubau der L361n im Bereich der Ortsteile Kapellen und Wevelinghoven. Die L361n soll als Ortsumgehung die bestehende L361 in den Ortsteilen Kapellen und Wevelinghoven entlasten und die derzeitige Verkehrssituation verbessern.

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Hintergrund
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Die L361 stellt eine regionale Verbindung zwischen der A52 (Raum Kempen) im Norden und der B59 östlich von Grevenbroich her. Ihre Gesamtlänge beträgt auf Neusser Kreisgebiet ca. 21 Kilometer und auf dem Stadtgebiet Grevenbroich ca. 11,5 Kilometer. Im Bereich Wevelinghoven/Kapellen verläuft die L361 derzeit durch die Orte.

Die L361n beginnt im Norden im Kreuzungsbereich der bestehenden L361 mit der L201 und endet südlich in einem Kreisverkehr an der L142 bzw. L361. Die L36n verläuft auf dem Gebiet der Stadt Grevenbroich im Rhein-Kreis-Neuss und dem Regierungsbezirk Düsseldorf.

Die dort geplante L361n stellt einen Lückenschluss zwischen der bereits ausgebauten L 361 nordöstlich Kapellen und südöstlich Wevelinghoven dar.

Die L 361n ist in die Stufe 1 im Landesstraßenbedarfsplan des Landes Nordrhein-Westfalens eingestuft, das entspricht einer hohen Dringlichkeit. Sie stellt eine regionale Verbindung dar.

Projektstand
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Am 15. September2018 haben der Rhein-Kreis Neuss und Straßen.NRW eine gemeinsame Vereinbarung unterschrieben. Der Rhein-Kreis Neuss verpflichtet sich darin, die notwendigen Planungsleistungen zur Aktualisierung der genehmigten Vorentwurfsunterlagen, landespflegerische Begleitplanung (hier: Artenschutz) und Beauftragung eines Verkehrsgutachtens zu koordinieren und an externe Ingenieurbüros zu vergeben.

Das Verkehrsgutachten liegt in seiner Endfassung seit März 2021 vor.

Aus den erhobenen Daten wurde im Verkehrsgutachten eine Verkehrsprognose bis zum Jahr 2030 erstellt. Anhand dieser Prognose wurden verschiedene Netzvarianten berechnet. Untersucht wurden die Variante II sowie die Variante VII. Die Trasse der Variante II verläuft entlang der Erftaue. Die Variante VII entspricht einer Westumgehung zwischen Kapellen und Noithausen.

Den Gutachtern zufolge ist anhand der Prognose mit 11.000 Fahrzeuge auf der Durchgangsstraße "An der Untermühle" zwischen Wevelinghoven und Kapellen zu rechnen. Die Variante II könnte eine Verkehrsreduktion von mehr als 50 Prozent erreichen (etwa 6.000 Fahrzeuge). Bei der Variante VII kann nur von einer Verkehrsentlastung von etwa 15 Prozent ausgegangen werden.

Das Ergebnis der faunistischen Untersuchung liegt seit April 2021 vor. Im nächsten Schritt wird der Vorentwurf überarbeitet. In der Überarbeitung soll ein Geh- und Radweg an der L361n berücksichtigt werden. Sobald aussagekräftige Pläne vorliegen, ist ein Termin der frühen Öffentlichkeit vorgesehen.