B64: Ersatzneubau der Brücke Borchener Straße

Foto: Brücke Borchener Straße
Die Brücke Borchener Straße (Quelle: Straßen.NRW)

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift plant den Neubau der Brücke im Zuge der B64 über die L755 (Borchener Straße) am Südrand der Stadt Paderborn. Das bestehende Brückenbauwerk weist Tragfähigkeitsdefizite auf.

Die Gründe dafür sind vielfältig, unter anderem sind die Defizite auf die deutliche Zunahme des Verkehrsaufkommens und der Steigerung der Achslasten in Güterverkehr zurückzuführen. Hinzu kommt eine erheblich gestiegene Anzahl von genehmigungspflichtigen Schwertransporten. Zudem ist die Konstruktion der Brücke sehr filigran.

Aufgrund dieser Defizite musste die Verkehrsführung im Bereich des Bauwerks verändert werden, um die einwirkenden Lasten zu verringern. Die derzeitig bestehenden Maßnahmen zur Lastreduzierung sind aber keine Dauerlösung. Eine dauerhafte Verstärkung der Brücke ist nicht möglich. Somit kommt aus konstruktiven und wirtschaftlichen Gründen nur ein Ersatzneubau in Frage.

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Die bestehende Brücke
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Die im Jahre 1967 errichtete Brücke besteht aus zwei voneinander getrennten Teilbauwerken, auf denen je Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen sowie eine Auf- beziehungsweise Abfahrt geführt werden. Zusammen genommen ist die Brücke zwischen den Geländern 34 Meter breit. Das Bauwerk erstreckt sich über drei Felder mit einer Gesamtlänge von 52,56 Metern.

Täglich nutzen rund 37.000 Pkw und 2.000 Lkw die Brücke. Die unterhalb liegende L755 befahren etwa 19.000 Pkw und 1.500 Lkw.

Der geplante Ersatzneubau
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In Abstimmung mit dem Bundesverkehrsministerium und im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung wurden mehrere Varianten vorgestellt. Die unten dargestellte Variante eines Drei-Feld-Bauwerks ist nun die Variante, die gebaut werden soll. Im Vergleich zum bestehenden Bauwerk wird die zukünftige Brücke aus statischen Gründen mit 59,80 Metern rund sieben Meter länger, während die Breite der Brücke je Überbau um 1,25 Meter reduziert wird. Die neuen Brückenpfeiler erhalten denselben Abstand zum Fahrbahnrand der L755 wie die bisherigen Pfeiler.

Ansicht der Brücke
Quelle: Straßen.NRW
Ansicht der Brücke
Quelle: Straßen.NRW

Bauablauf

Aufgrund der zentralen Lage des Kreuzungspunktes im Gewerbebereich von Paderborn sollen die bauzeitlichen Verkehrseinschränkungen möglichst gering gehalten werden.

Der Ersatzneubau der Brücke soll daher in drei Hauptbauphasen durchgeführt werden:

1. Verstärkung des nördlichen Teilbauwerks (Fahrtrichtung Rheda-Wiedenbrück)

2. Abbruch und Neubau des südlichen Teilbauwerks (Fahrtrichtung Höxter)

3. Abbruch und Neubau des nördlichen Teilbauwerks (Fahrtrichtung Rheda-Wiedenbrück)

Während der Dauer der Verstärkungsmaßnahme müssen einzelne Fahrbeziehungen der Anschlussstelle zeitweise gesperrt werden. Die B64 und die L755 bleiben dennoch durchgängig befahrbar.

Im Anschluss an die Verstärkung ist zwar weiterhin mit bauzeitlichen Einschränkungen auf der B64 und auf der L755 zu rechnen, beide Straßen bleiben aber durchgängig befahrbar.

Lediglich für den Abbruch des Bestandsbauwerks und das Verlegen der Spannbetonfertigteile muss die L755 an insgesamt vier Wochenenden gesperrt werden.

Projektstand

Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen zusammengestellt. Geplant ist, die Baumaßnahme im 1. Quartal 2021 zu veröffentlichen, sodass noch im Jahr 2021 mit der Verstärkung des nördlichen Teilbauwerks begonnen werden kann. Die Dauer der Baumaßnahme wird auf circa 3 Jahre geschätzt.

Aktuelle Tätigkeiten vor Ort

Im vergangenen Jahr wurden zur Bauvorbereitung umfangreich Versorgungsleitungen aus dem Baufeld verlegt.

Weitere vorbereitende Arbeiten sind bis zum Beginn der Verstärkung des nördlichen Teilbauwerks nicht geplant.