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B54: Ausbau in Lünen

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr plant den Ausbau der B54 in Lünen. Die Baumaßnahme umfasst den vierstreifigen Ausbau der B54 von der Einmündung der B236 (Stadtgrenze Dortmund) bis zum DB-Bauwerk im Einmündungsbereich der Kupferstraße und hat damit eine Gesamtlänge von 2,73 Kilometer. Die Maßnahme beinhaltet darüber hinaus den Bau von fünf plangleichen Knotenpunkten sowie die dazugehörigen Lärmschutz-, Entwässerungs- und landespflegerischen Ausgleichsmaßnahmen.

Die Brücke über den Datteln-Hamm-Kanal ist nicht Bestandteil der Baumaßnahme. Sie wurde im Zuge des Ausbaus des Kanals bereits 2005 fertiggestellt und dabei für den vierstreifigen Querschnitt der B54 angepasst.

Übersichtslageplan (Quelle: Straßen.NRW, Luftbild: Geobasis.NRW)

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Der Hintergrund
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Mit dem Ausbau der B54 in Lünen wird das Ziel der Verbesserung der Verkehrsqualität in einem bereits heute häufig durch Staus belasteten Abschnitt verfolgt – und damit auch die Optimierung der Anbindung der Stadt Lünen an das Autobahnnetz sowie der Verbindung zur Stadt Dortmund. Um dieses Ziel zu erreichen, soll der dem heutigen Verkehrsaufkommen nicht mehr angepasste Querschnitt der B54 zu einem leistungsfähigeren, zweibahnigen Querschnitt mit insgesamt vier Fahrstreifen ausgebaut werden. Durch die Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Verkehrsverbindung wird die Neigung zur Staubildung verringert und die Verkehrssicherheit erhöht.

Auf die Lebensqualität der im Bereich der B54 lebenden und arbeitenden Menschen wirkt sich der verbesserte Verkehrsfluss aufgrund der dadurch bedingten reduzierten Schadstoff- und Lärmimmissionen durch weniger stehende, anfahrende und bremsende Fahrzeuge positiv aus. Außerdem ergibt sich grundsätzlich eine Verbesserung der bestehenden Lärm- und Schadstoffsituation durch die Lärmschutzmaßnahmen.

Quelle: Straßen.NRW
Geh- und Radwegenetz
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Das vorhandene Geh- und Radwegenetz bleibt erhalten bzw. wird wieder hergestellt sowie punktuell ergänzt. Durch die Führung des einseitigen Zweirichtungsweges besteht ein Querungsbedarf für Fußgänger und Radfahrer lediglich an den signalisierten und damit verkehrssicheren Verkehrsknotenpunkten der B54.

Quelle: Straßen.NRW
Zusätzliche Maßnahmen
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Im Zuge des Ausbaus der B54 wird Straßen.NRW auch die zuführenden B236 und L654 (Brambauerstraße) erneuern. Dafür investiert Straßen.NRW zusätzlich 5,1 Millionen Euro.

Die B236 wird seit Mitte März 2021 auf einer Strecke von 1,2 Kilometern zwischen den Knotenpunkte B54 (Evinger Straße) und der A2-Anschlussstelle Dortmund-Nordost grundhaft erneuert. Dafür werden die Fahrbahndecke vollständig neu aufgebaut und die Schutzsysteme am Mittelstreifen und seitlich der Fahrbahn erneuert. Während der Arbeiten steht auf der B236 jeweils ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Die Arbeiten erfolgen zunächst auf der Fahrbahn in Richtung Lünen und im Anschluss in Richtung Schwerte.

Auf der L654 (Brambauerstraße) in Lünen werden zwischen den Kreuzungen An der Wethmarheide und B54 (Dortmunder Straße) auf einer Strecke von etwa 800 Metern die oberen Schichten der Fahrbahn erneuert. Dafür wird voraussichtlich im Herbst 2021 eine Vollsperrung notwendig.

Ausgleichsmaßnahmen
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Ab Herbst 2020 werden im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen verschiedene landschaftspflegerische Arbeiten erfolgen. Dazu gehören unter anderen

  • der Schutz wertvoller Vegetation und Gehölze durch Zäune während der Baumaßnahme
  • die Pflanzung von mehreren dichten und mehrreihigen Gehölzhecken, unter anderem beiderseits des Geh- und Radweges entlang der B54, mit einer Gesamtfläche von etwa 2.600 Quadratmetern
  • die Anlage eines naturnahen Laubwaldes mit Hainbuchen und Stieleichen auf einer bisherigen, etwa 3.000 Quadratmeter großen Ackerfläche
  • die Extensivierung von etwa 1,4 Hektar bisher intensiv genutzter Grünland- und Ackerflächen und anderer Flächen (das entspricht der Fläche von zwei Fußballfeldern)
  • die Verlegung des Hönninghauser Bachs und Herstellung eines naturnahen Bachbettes mit Uferhochstauden und Ufergehölzen
  • die Entwicklung eines etwa 4,3 Hektar großen Feucht- und Magergrünlandkomplexes im Bereich „Große Bauernheide“.

Ein Teil der Pflanzungen erfolgt erst nach Abschluss der Bauarbeiten.

Entwässerung
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Durch den Bau der entwässerungstechnischen Anlagen mit Regenklär- und Regenrückhaltebecken bzw. durch die Verlegung des Hönninghauser Baches wird die Verschmutzungsgefährdung des Grundwassers deutlich reduziert bzw. eine ökologische Verbesserung der umliegenden Gewässer erreicht. Der Hönninghauser Bach wird entlang seines neuen Verlaufs naturnah angelegt – mit breiten, unbefestigten Uferstreifen und einer Bepflanzung mit Erlen und Uferhochstauden.

Planfeststellung
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Der Planfeststellungsbeschluss ist im Oktober 2018 ergangen. Er wurde am 12.01.2019 nach Ablauf der Offenlage und Klagefrist vollziehbar, sodass Baurecht besteht.

Im Sommer 2019 begann der Bau eines Regenrückhaltebeckens am südlichen Ausbauende, das im Dezember 2020 fertiggestellt wurde. Insgesamt entstehen drei Regenrückhaltebecken.

Die gesamte Baumaßnahme wird voraussichtlich 2024 fertiggestellt. Die Kosten für die Maßnahme betragen nach derzeitigem Stand etwa 16 Millionen Euro.

YouTube-Video: Die B54 bei Lünen vor dem Ausbau