B220: Instandsetzung der Rheinbrücke Emmerich

Foto: Rheinbrücke Emmerich
Rheinbrücke Emmerich (Quelle: Straßen.NRW)

Die Emmericher Brücke der B220 wird von der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein umfassend saniert. Die aktuellen Maßnahmen (Hängertausch, Korrosionsschutz) werden nach aktuellem Stand bis Mitte 2023 dauern.

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Verkehrsführung und Arbeiten
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Im Schutz der aktuell eingerichteten Verkehrsführung werden die Hängeseile und der Korrosionsschutz erneuert. Es gibt eine Fahrspur je Fahrtrichtung, wobei in Fahrtrichtung Emmerich der rechte Fahrstreifen und der Mehrzweckstreifen gesperrt sind.

Querschnitt der Emmericher Rheinbrücke
Querschnitt der Emmericher Rheinbrücke (Quelle: Straßen.NRW)
Zeitplan
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Das Sanierungskonzept für die Emmericher Rheinbrücke liegt vor. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Brücke wieder ohne Beschränkungen zweispurig befahrbar sein. Die Sanierung der B220-Rheinbrücke wird voraussichtlich vier Jahre dauern. Die erste Bauphase wird voraussichtlich bis Sommer 2021 andauern, wobei dann der rechte Fahrstreifen und der Mehrzweckstreifen in Fahrtrichtig Emmrich gesperrt sind.

Für den Wechsel von Bauphase eins in zwei wird es eine Vollsperrung geben.

Die zweite Bauphase wird direkt anschließend bis schätzungsweise Mitte 2023 durchgeführt. Dann ist in Fahrtrichtung Kleve der Mehrzweckstreifen und der rechte Fahrstreifen gesperrt. Im Zuge der Errichtung bzw. Demontage des Schutzdaches sind jeweils vier Vollsperrungen notwendig.

Während der Sanierungsarbeiten wird der Verkehr auf zwei Fahrstreifen weiterlaufen, immer einer je Fahrtrichtung. Sofern Vollsperrungen notwendig werden, erfolgen diese möglichst in verkehrsarmen Zeiten.

Der genehmigungspflichtige Schwerverkehr von mehr als 60 Tonnen kann während der Sanierungsphase die Brücke zugelassen werden, Einschränkungen sind nur auf Grund der Höhe möglich. Fahrzeuge bis 60 Tonnen können die Brücke weiterhin ohne Einschränkungen nutzen.

Hintergrund
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Da sich im Laufe der Jahre der Zustand der seit 2002 unter Denkmalschutz stehenden Brücke altersbedingt verschlechtert hat, wurden auf der Ergebnisse der Hauptprüfung im Jahre 2011 weitere Untersuchungen veranlasst, um den Schadensumfang genauer zu klären und die Instandsetzungsmaßnahmen aufzuzeigen.

Die Komplettinstandsetzung in den folgenden Jahren umfasst folgende Arbeiten:

  • Austausch der Hängerseile (200 Stück)
  • Austausch der Tragkabelschellenklemmschrauben
  • Erneuerung des Korrosionsschutzes des Haupttragkabels
  • Erneuerung des Korrosionsschutz der Außen- und Innenfläche der Pylone und der Querriegel
  • Erneuerung der Abdichtung und des Fahrbahnbelages (nach 2023)
  • Instandsetzung der Betonleitschwellen und der Stahlgleitwände (nach 2023)
  • Erneuerung des Geländers (nach 2023)

Um die Belastung an den durch Korrosion geschwächten Hängerseilen zu minimieren, wird der genehmigungspflichtige Schwerverkehr begrenzt. Des Weiteren sind beide Mehrzweckspuren der Strombrücke für den Verkehr gesperrt.

Täglich passieren die Brücke rund 21.000 Fahrzeuge. Um die Maßnahmen mit geringsten Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer durchzuführen, wurden Gespräche mit den betroffenen Städten, den Rettungskräften und den Polizeidienststellen geführt.

Die Rheinbrücke Emmerich
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Grafik eines Pylons der Brücke.

Die Rheinbrücke Emmerich ist zwischen 1963 und 1965 entstanden. Sie wurde für die damals höchste Brückenklasse ("BK60") entworfen. Die Baukosten betrugen 94 Millionen D-Mark. Die Schrägseilbrücke ist insgesamt 1.144 Meter lang (davon die aus Stahl bestehende Strombrücke: 803 Meter). Die Pylone bestehen aus Stahl und ragen 75 Meter in die Höhe.

Videos
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YouTube-Video: Arbeiten während der Vollsperrung der Emmericher Rheinbrücke (Januar/Februar 2019)

Fotos
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