Planung

Um die Auswirkungen auf den regulären Verkehr so gering wie möglich zu halten, ist der Neubau der A52 in drei Teilabschnitte eingeteilt:

  • Der erste Abschnitt auf Bottroper Stadtgebiet umfasst den Ausbau der B224 zur A52 zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord (A42) und dem Autobahnkreuz Essen/Gladbeck (A2, Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck).
  • Der zweite Abschnitt betrifft den Neubau der A52 rund um das Autobahnkreuz Essen/Gladbeck (A2).
  • Im dritten Abschnitt wird die B224 vom Autobahnkreuz Essen/Gladbeck (A2) bis zu der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer-West zur A52 ausgebaut. Hier ist der Bau eines „Volltunnels“ in Gladbeck geplant.
Schematischer Bauablauf der A52 zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord und der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer-West

Mit mehr als 40.000 Fahrzeugen täglich ist die B224 schlicht überlastet. Durch die Vielzahl von Kreuzungen, Einmündungen und die Anbindung an mehrere Autobahnen wird der Verkehrsfluss stark eingeschränkt. In der Folge bilden sich hier fast täglich erhebliche Staus. Aus diesen Gründen soll die B224 zur Autobahn A52 ausgebaut werden.

Das Projekt „A52 verbindet“ gliedert sich in folgende drei Planungsabschnitte:

Abschnitt 1 (Teil 01 „Bottrop“): Bau der A52 zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord (A42) und dem Autobahnkreuz Essen/Gladbeck (A2, Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck
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Der Neubau der Autobahn A52 erfolgt in diesem Abschnitt auf dem vorhandenen Streckenverlauf der B224 in den Stadtgebieten von Essen und Bottrop. Damit wird der Eingriff in Natur und Landschaft sowie in benachbarte Grundstücke minimiert. Die A52 wird durch den 4-streifigen Ausbau auf eine Gesamtbreite von 31m erweitert.

In Bottrop entstehen je eine neue Anschlussstelle an der Prosper-/Arenbergstraße (L641) und an der Horster Straße (L633).

Parallel zur A52 wird eine Verbindungsstraße von der östlichen Anschlussstelle an der Horster Straße bis zur Straße Kösheide neu angelegt. Über diese Verbindungsstraße werden zukünftig der Gewerbepark Boy in Bottrop und der Gewerbepark Brauck in Gladbeck an die A52 angeschlossen sein.

Derzeit wird die Offenlage der aktualisierten Planung (Deckblatt III) vorbereitet.

Abschnitt 2 (Teil 02 „Gladbeck“): Bau der A52 im Bereich des Autobahnkreuzes Essen/Gladbeck (A2)
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Zunächst wird die neue A52 in Form eines Autobahndreiecks mit der A2 verknüpft werden. Mit dem Weiterbau der A52 bis zur Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer-West ergibt sich abschließend ein vollständiges Autobahnkreuz. Im Autobahndreieck werden alle Rampen für die Fahrbeziehungen Oberhausen-Marl, Essen-Oberhausen und Hannover-Essen neu hergestellt:

Die Rampe Essen-Oberhausen (Süd-West-Verbindung) erhält aufgrund ihrer Verkehrsstärke eine halbdirekte Führung mit einer langen Überführung über die A52 und die A2 sowie über die Rampen Hannover-Essen und Marl-Oberhausen. Die Überführung, der sogenannte „Überflieger“, steht immer wieder in der öffentlichen Diskussion, da Kritiker befürchten, dass es im Wittringer Schlosspark zu erhöhtem Lärm kommt. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass die hochbelastete A2 für die Lärmbelastung des Naherholungsgebietes maßgeblich ist. Aus diesem Grund wird auf der A2 ein lärmmindernder Fahrbahnbelag eingebaut. Zudem soll gemäß Vereinbarung mit der Stadt Gladbeck mit Überschussmassen eine Wall-Wandkombination zwischen Autobahndreieck und dem Wittringer Schlosspark errichtet werden.

Die Rampe Essen-Oberhausen geht in eine neue parallel zur A2 liegenden zweistreifigen Verteilerfahrbahn über, welche auf die A2 führt. Vorher erfolgt über einen dritten Fahrstreifen die Ausfahrt zur AS Gladbeck-Ellinghorst.

Zurzeit werden die aktualisierten Planungsunterlagen für die Offenlage fertiggestellt, die als Deckblatt I bezeichnet werden.

Abschnitt 3 (Teil 03 „Tunnel“): Bau der A52 im Bereich zwischen dem Autobahnkreuzes Essen/Gladbeck (A2) bis zur Anschlusstelle Gelsenkirchen-Buer-West
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Für diesen Abschnitt wurde nach Vorlage des Verkehrsgutachtens für den Prognosehorizont 2030 die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) aus 2007/2008 aktualisiert und ergänzt, um für das Planfeststellungsverfahren eine rechtssichere Abwägungsgrundlage zu schaffen. Die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) haben ergeben, dass die Variante „Tunnel“ im Hinblick auf die Umwelt mit großem Abstand das beste Ergebnis erzielt. Die Variante Tunnel/Galerie liegt auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz belegt die Heege-Variante, die besonders in Bezug auf das Schutzgut „Mensch“ schlecht abschneidet. Bei dieser Variante fehlt die Entlastungswirkungen komplett, beziehungsweise entstehen zusätzliche Belastungen im Bereich der A2.

Derzeit wird entsprechend dem Ergebnis der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) der Tunnel geplant. Für die komplexe Planung ist nach einem EU-weiten Vergabeverfahren eine Ingenieurgemeinschaft beauftragt worden, so dass ab Januar 2019 die konkrete Planung begonnen werden konnte. Teil dieser Planung ist auch die Verbindungsstraße auf dem Tunnel, die in enger Abstimmung mit der Stadt Gladbeck erfolgt.