Die Planung

Alleine in Hemer und Menden pendeln täglich ca. 60 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in umliegende Städte und Ballungszentren. Diese Menschen sind ebenso wie die zahlreichen mittelständischen Unternehmen in der Region auf ein belastbares Straßennetz und eine gute Anbindung an die Ballungsräume angewiesen. Um die Erreichbarkeit der Region zu verbessern und bestehende Engpässe in den Städten zu verringern, hat der Gesetzgeber den Neubau einer durchgängigen Trasse von Hemer bis zur A445 bei Arnsberg-Neheim in den vordringlichen Bedarf eingestuft. Als Landesbetrieb für den Straßenbau in Nordrhein-Westfalen sind wir mit der Planung der Infrastrukturmaßnahme beauftragt. Uns ist es wichtig, die Menschen in der Region von Anfang an in einem Planungsdialog zu beteiligen.

Was wir planen

Die Trasse von Hemer bis zur A445 bei Arnsberg-Neheim besteht aus zwei Teilen: von Hemer bis Menden als vierspurige Fortführung der A46 und von Menden bis zur A445 als dreispuriger Neubau der B7. Der Gesetzgeber hat diese Variante geprüft und als geeigneten Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme in der Region angesehen. Sie ist daher im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf eingestuft. Wo genau die Trasse verlaufen soll, ist Teil der anstehenden Planungen.

Schritt für Schritt zur 46sieben

Die Neubauplanung einer Straße ist nicht frei von Zwängen. Es müssen zahlreiche Faktoren wie Topografie, Schutz der Umwelt und Vermeidung unnötiger Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt werden. Im weiteren Planungsprozess wollen wir verschiedene mögliche Trassenverläufe prüfen und miteinander vergleichen. In mehreren aufeinander aufbauenden Planungsschritten wird dann gemeinsam mit der Region der tatsächliche Verlauf anhand zahlreicher Kriterien ermittelt.

Aktuell befinden wir uns in der Vorplanung. Wir ermitteln zunächst die wichtigsten Grundlagen. Das heißt, es werden alle verkehrlichen, naturräumlichen, geologischen und sonstigen Gegebenheiten innerhalb des Planungsraums erfasst. Anschließend kann auf dieser Grundlage eine verkehrlich sinnvolle, technisch machbare, wirtschaftlich vertretbare und umweltverträgliche Linienentwicklung vorgenommen werden. Dabei handelt es sich immer um eine Abwägungsentscheidung. Zu den wesentlichen Untersuchungen im Rahmen der Vorplanung zählt eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), eine Verkehrsuntersuchung, und ein straßenplanerischer Variantenentwurf.

In der UVS werden Auswirkungen des geplanten Vorhabens auf die unterschiedlichen Schutzgüter (Mensch, Tiere, Pflanzen, etc.) untersucht. Durch die Verkehrsuntersuchung erhalten wir eine Bild über die zu erwartende Verkehrsentwicklung. Der straßenplanerische Variantenentwurf widmet sich der technischen Machbarkeit der möglichen Varianten.

Aus allen untersuchten Trassenverläufen wird eine Vorzugsvariante herausgearbeitet. Diese wird dann dem Bundesverkehrsministerium in einem formalen Verfahren zur „Bestimmung der Linie“ vorgelegt. Die Vorzugstrasse wird daraufhin öffentlich bekannt gegeben und ist damit für die weitere Planung als „linienbestimmt“ verbindlich festgelegt. Dieser linienbestimmten Trasse wenden wir uns in der Entwurfsplanung zur genaueren Ausarbeitung zu.

Alle Informationen zu den einzelnen Schritten der Straßenplanung finden Sie hier.

Warum 46sieben wichtig ist

Pendler sollen schneller an ihr Ziel gelangen. Unternehmen sollen zügig beliefert werden und ihre Waren ohne Probleme zum Kunden bringen können. Die Menschen in der Region sollen stressfrei von A nach B gelangen. Um dies zu erreichen, müssen wir handeln. Die Mobilität von Menschen und Gütern wird weiter zunehmen. Die Region ist dafür momentan nicht gut aufgestellt.

Die Anbindung an die großen Ballungszentren ist unzureichend, das bestehende Straßennetz nicht leistungsfähig genug. Die Bundes- und Landesstraßen führen mitten durch Städte und Ortschaften. Außerorts gibt es auf den zweispurigen Straßen enge Kurvenradien und fehlende Überholmöglichkeiten. Das Resultat ist ein stockender Verkehrsfluss, der die Menschen, die an den Straßen leben, belastet und die Geduld der Pendler auf die Probe stellt. Die zentralen Ziele der neuen Trasse sind daher gemäß Bundesverkehrswegeplan, die Siedlungsgebiete vom Durchgangsverkehr zu entlasten und eine bessere Anbindung an die Oberzentren und Metropolregionen zu schaffen. Die im Rahmen der Erstellung des Bundesverkehrswegeplans durchgeführte Verkehrsuntersuchung zeigt, dass eine durchgängige A46/B7 das bestehende Straßennetz entlastet und Engpässe beseitigt. Die neue Trasse zieht viele Verkehre ab, die bisher durch die Ortschaften fahren. Dadurch verbessert sich die Situation für die Anwohner und die Menschen kommen schneller von A nach B.