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FAQ

Auf dieser Seite beantworten wir häufig gestellte Fragen (FAQ).

Wählen Sie aus, welche Frage Sie interessiert:

Planungsprozess und -bedarf

Was ist geplant?
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Der Gesetzgeber hat Straßen.NRW mit der Planung einer durchgängigen Trasse von Hemer bis zur A445 bei Arnsberg-Neheim beauftragt. Die Trasse soll von Hemer bis Menden als vierspurige Autobahn (A46) und von Menden bis zur A445 als dreispurige Bundesstraße mit wechselnden Überholfahrstreifen (B7) geführt werden. Diese Variante wurde vom Gesetzgeber geprüft und als geeigneter Beitrag zur Lösung der Verkehrsprobleme in der Region angesehen. Sie ist daher im Bundesverkehrswegeplan 2030 im vordringlichen Bedarf eingestuft.


Seit Januar 2021 wird die Planung des Projekts von der neu gegründeten Autobahn GmbH und Straßen.NRW gemeinsam weitergeführt. Die Zuständigkeit für den Abschnitt als B7n verbleibt bei Straßen.NRW, während die Planung für den neuen Abschnitt der A46 bei der Autobahn GmbH liegt.

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Warum ist die Verbindungstrasse notwendig?
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Pendlerinnen, Pendler und Unternehmen sind auf eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur angewiesen. Die bestehende Infrastruktur kann diesen Bedarf nicht decken. Das Resultat ist ein stockender Verkehrsfluss, der die Menschen in den Städten und Gemeinden an den Durchgangsstraßen belastet und die Geduld der Pendlerinnen und Pendler auf die Probe stellt. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber den Bau einer neuen Straßenverbindung zwischen Hemer und der A445 bei Arnsberg-Neheim beschlossen und Straßen.NRW (und ab 2021 auch die Autobahn GmbH) mit der Planung beauftragt. Die Trasse soll eine Lücke im überregionalen Straßennetz schließen und somit die Siedlungsgebiete vom Durchgangsverkehr entlasten und besser an die umgebenden Ballungszentren anbinden.

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Welche Alternativen werden geprüft?
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Bevor die jetzt vorliegende Kombivariante in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden ist, wurde sie mit einer durchgängigen vierspurigen Autobahn sowie der so genannten Netzvariante verglichen. Die Netzvariante hat statt einer neuen Autobahn bzw. Bundesstraße eine Kombination mehrerer Ortsumgehungen vorgesehen (in Langschede, Menden und Wickede). Nach Bewertung des Bundes ist die Netzvariante jedoch nicht geeignet, die verkehrlichen Ziele zu erfüllen, da sie Engpässe nur verschiebt und die bestehenden Bundesstraßen weiter belastet. Ein Vergleich der Kombivariante und der Netzlösung in einer 2020 veröffentlichten Verkehrsuntersuchung hat die Bewertung des Bundes bestätigt. Eine nachhaltige Entlastung sowie eine bessere Anbindung der Region an die Ballungszentren in Nordrhein-Westfalen werden mit einer Netzvariante nicht erreicht.
Die durchgängige A46 hingegen würde die Beseitigung von Engpässen und die bessere Anbindung an die großen Verkehrsachsen ebenso erfüllen, hätte aber eine größere Auswirkung auf Umwelt und Natur in der Region.
Autobahn GmbH und Straßen.NRW sind beauftragt, die im Bundesverkehrswegeplan festgeschriebene Verbindung zu planen. Im weiteren Planungsprozess werden Autobahn GmbH und Straßen.NRW mögliche Linien prüfen und bewerten. Dabei werden jedoch nur Linien verglichen, die grundsätzlich in der Lage sind, den Bedarf zu erfüllen. Dieser Bedarf wird im Verlauf der Planung ebenfalls überprüft.

Ist die Linie im Bundesverkehrswegplan schon verbindlich?
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Das Bundesverkehrsministerium überprüft mit Hilfe des sogenannten Bundesverkehrswegeplans die Leistungsfähigkeit seiner Straßen und erarbeitet Lösungen für identifizierte Problemstellen. Dabei untersucht der Gesetzgeber, ob ein Projekt zur Bewältigung des zukünftigen Verkehrs grundsätzlich geeignet ist, und nicht, wie das Projekt tatsächlich in seinen Details umgesetzt werden soll. Die Linie im Bundesverkehrswegeplan ist also nicht verbindlich und beschreibt nur eine mögliche Trassierungsoption. Autobahn GmbH und Straßen.NRW werden im Rahmen der Vorplanung verschiedene mögliche Linien zwischen Hemer und der A445 bei Arnsberg-Neheim prüfen und miteinander vergleichen. In mehreren aufeinander aufbauenden Planungsschritten wird der tatsächliche Verlauf dann anhand zahlreicher Kriterien unter Beteiligung der Region ermittelt.

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Das Projekt wird gemeinsam von Straßen.NRW und Autobahn GmbH geplant. Hat die Gründung der Autobahn GmbH Auswirkungen auf die Planungen?
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Durch die Gründung der Autobahn GmbH des Bundes ist der Teil mit der geplanten vierspurigen Fortführung der A46 von Hemer bis Menden seit dem 1.1.2021 in die Zuständigkeit der Autobahn GmbH, Niederlassung Westfalen mit ihrer Außenstelle in Hagen übergegangen. Das handelnde Team vor Ort auf Seiten der Autobahn GmbH hat sich nicht verändert.
Zum Hintergrund: Im Zuge der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen einigten sich die Länder und der Bund 2017 unter anderem auf die Reform der Bundesfernstraßenverwaltung. Bis Anfang 2021 wurde die Verwaltung des ca. 13.000 Kilometer langen Autobahnnetzes in Deutschland zwar durch den Bund finanziert und beauftragt, jedoch dezentral in Auftragsverwaltung durch die einzelnen Bundesländer ausgeführt. Mit der Zusammenführung in die Autobahn GmbH sollen Ressourcen effektiver genutzt und die Qualität der deutschen Autobahnen auch zukünftig gewährleistet werden.


Der Bund wird die alleinige Verantwortung für Planung, Bau, Betrieb, Erhaltung, vermögensmäßige Verwaltung und Finanzierung der Bundesautobahnen übernehmen. Zur Erledigung dieser Aufgaben wird sich der Bund einer Infrastrukturgesellschaft bedienen, „Die Autobahn GmbH des Bundes“, in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

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Hat die Corona-Pandemie 2020/21 das Verkehrsverhalten der Menschen in der Region nachhaltig verändert?
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Die Pandemie hat seit 2020 verschiedene Phasen durchlaufen. In engem Zusammenhang mit dem Infektionsgeschehen und zeitweise geltenden Auflagen kam es wie im März/April 2020 zu einem kurzfristigen Rückgang des Verkehrsverhaltens der Menschen. Mit der Lockerung von Auflagen stiegen die Verkehrszahlen wieder. Aufgrund der Sorge vor Ansteckungsgefahr sind sogar zusätzliche Verkehrsteilnehmer von Bus und Bahn auf den motorisierten Individualverkehr umgestiegen. Es sind daher nur kurzzeitige Effekte bislang feststellbar. Inwiefern Entwicklungen wie Stärkung des Homeoffice sich langfristig auf das Verkehrsaufkommen auswirken, kann nicht festgestellt werden und bleibt abzuwarten.

Im Frühjahr 2021 wurden die Städte Fröndenberg und Balve mit in den Planungsdialog genommen, sind beide Städte nun im Untersuchungsraum?
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Im Zuge der Erweiterung des Untersuchungsraums der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) wurden Gebiete nördlich und südlich des ursprünglichen Untersuchungsraums hinzugefügt. Diese Gebiete grenzen an die Stadtgebiete von Fröndenberg und Balve. Die Betrachtung der UVS bezieht auch mögliche Auswirkungen auf angrenzende Gebiete ein, daher ist die Beteiligung beider Kommunen folgerichtig.
Weder Fröndenberg noch Balve sind damit in den Untersuchungsraum gekommen. Eine Aussage, wie nah an jeweiligen Stadtgebieten und wo die Trassen genau verlaufen könnten, wird erst im weiteren Verlauf der UVS möglich sein.

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Was sind die nächsten Planungsschritte?
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Bevor das Projekt umgesetzt wird, durchläuft es verschiedene Planungsstufen. Im ersten Schritt werden mögliche Linienführungen miteinander verglichen. Bei diesem Vergleich betrachten die Projektverantwortlichen der 46sieben die jeweilige verkehrliche Leistungsfähigkeit und die Umweltauswirkungen. Wird die am besten bewertete Linie vom Bundesverkehrsministerium bestätigt, kann diese so genannte Vorzugsvariante im Rahmen der Entwurfsplanung detaillierter technisch geplant werden und anschließend ins Planfeststellungsverfahren eingereicht werden. Dort prüft die zuständige Planfeststellungsbehörde, ob rechtliche und gesetzliche Vorgaben eingehalten und die Belange der von der Maßnahme Betroffenen richtig abgewogen wurden. Stellt die Behörde im Planfeststellungsbeschluss die Zulässigkeit des Vorhabens fest, erhält der Vorhabenträger das Baurecht.

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Wie kann ich mich beteiligen?
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Neben der Einbindung der Träger öffentlicher Belange werden auch die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an bei der Planung beteiligt. In einem planungsbegleitenden Dialog kann jeder seine Fragen und Anmerkungen zum Projekt einbringen – beispielsweise Hinweise zu möglichen Trassenverläufen. Damit geht der Vorhabenträger deutlich über die gesetzlichen Vorgaben zur Öffentlichkeitsbeteiligung hinaus. Ziel ist es, einen in der Region akzeptierten Trassenverlauf zu finden, der sowohl verkehrlich leistungsfähig und wirtschaftlich ist, als auch Mensch und Umwelt möglichst wenig belastet.

Eine Einbindung der Öffentlichkeit über den Planungsdialog erfolgt zunächst durch die Gremien des Dialogforums und des Politischen Begleitkreises, in denen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Institutionen sowie politische Amts- und Mandatsträger und – trägerinnen die Region vertreten. Weiterhin wird die Öffentlichkeit auch über die Website 46sieben, den Newsletter der #Kurzerklärt-Nachrichten sowie über den in der Regel quartalsweise versandten Infobrief informiert.

Darüber hinaus informieren Autobahn GmbH und Straßen.NRW Bürgerinnen und Bürger bei verschiedenen Informationsveranstaltungen im Planungsraum im Verlauf der Planung. Hierzu werden Informationsmessen, Bürgerinfotische oder auch Touren mit dem Infomobil vorgesehen. Seit 2020 können öffentliche Informationsveranstaltungen nur unter Berücksichtigung der Coronapandemie stattfinden. Sowohl Autobahn GmbH wie auch Straßen.NRW wägen daher den Wunsch zu informieren sehr genau mit den gesundheitlichen Sicherheitsaspekten ab. Alle Informationen sind in vollem Umfang auf der Projektwebsite zu finden.

Für Anregungen steht Ihnen das 46sieben-Team natürlich auch gerne zur Verfügung. Erreichen können Sie uns über die Mailadresse 46sieben@strassen.nrw.de sowie über die Projekthotline +49 6251 8263297.

Mehr zum Planungsdialog

Wie wird der Untersuchungsraum im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) abgegrenzt?
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Der Untersuchungsraum ist das Gebiet, in dem mögliche Varianten der Trasse liegen werden. In dem Untersuchungsraum werden etwaige Auswirkungen des Projektes auf dort lebende Menschen, Tiere, Pflanzen sowie auf Luftqualität, Landschaft, Boden und Wasser ermittelt.
Die Abgrenzung des Untersuchungsraumes hat zum Ziel, alle Möglichkeiten, die sich verkehrlich für eine Linienfindung aufdrängen, zu untersuchen. Hierdurch finden Umweltauswirkungen des Projektes Berücksichtigung in der Planung. Im Rahmen der Festlegung des Untersuchungsraumes hatten die Träger öffentlicher Belange (TÖB) – also zuständige Verwaltungen und Fachbehörden sowie anerkannte Naturschutzvereinigungen – sowie auch das Dialogforum des Projektes 46sieben die Möglichkeit, den Entwurf des Vorhabenträgers zu diskutieren und Anpassungen vorzuschlagen. Diese Hinweise und Anregungen sind im Rahmen der weiteren Planungen in die Entscheidungsfindung der Straßenbauverwaltung mit eingeflossen.
Der Untersuchungsraum wurde unter Berücksichtigung der genannten Anpassungsvorschläge im Jahr 2020 um einen nördlichen und einen südlichen Bereich erweitert:

Grün: Untersuchungsraum, Blassgrün: aus dem Untersuchungsraum herausgenommen, Gelb: Erweiterungen des Untersuchungsraums

Kann auf den Neubau der 46sieben verzichtet werden, wenn stattdessen andere Verkehrsmaßnahmen erfolgen, z.B. der Ausbau des ÖPNV oder von Fahrradinfrastruktur?
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Mit der Einstufung in den „Vordringlichen Bedarf“ im Bundesverkehrswegeplan 2030 besteht für Straßen.NRW ein expliziter Planungsauftrag – für eine durchgängige Trasse von Hemer bis zur A 445 bei Arnsberg-Neheim. Diese soll die Region verkehrlich entlasten.

Ziel ist es, eine planerische Lösung gemeinsam mit der Region zu suchen. Eine mögliche Trassenvariante wird dabei immer im Vergleich mit der Verkehrssituation im Jahr 2030 ohne eine neue Trasse – also der „Null-Variante“ – betrachtet und entsprechend abgewogen. Eine Variante wird nur dann weiterverfolgt und auch im BVWP abgebildet, wenn Sie sich im Vergleich zur „Null-Variante“ als deutlich vorteilhaft erweist. Die Möglichkeit, dass am Ende aufgrund technischer, umweltfachlicher oder wirtschaftlicher Belange gar keine Variante realisiert werden kann, zeichnet sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht ab.

Wie hoch werden die Kosten sein?
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Hierzu kann zu diesem frühen Zeitpunkt der Planung keine Aussage getroffen werden. Im Bundesverkehrswegeplan werden die Gesamtprojektkosten mit 510,2 Mio. Euro angegeben. Wie hoch die tatsächlichen Kosten sein werden, kann erst nach Abschluss der Planung mit Sicherheit gesagt werden. Die Angabe im Bundesverkehrswegeplan entsprechen einem Preisstand von 2012/2014 und ist eine grobe Schätzung vor Beginn der Planung.

Verkehr und Immissionen

Wer profitiert vom Bau einer neuen Straßenverbindung?
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Der Bau einer neuen Straßenverbindung von Hemer bis zur A445 kommt insbesondere Berufspendlerinnen und -pendler aus Hemer und Menden zugute. Weiterhin werden durch die bessere verkehrliche Erschließung der Region durch die 46sieben lokale und regionale Unternehmen sowie der Tourismus gestärkt. Anwohnerinnen und Anwohner profitieren von einer Reduktion des Durchgangsverkehrs in Ortschaften und im untergeordneten Straßennetz.

Wie werden die Zeitersparnisse durch die 46sieben aussehen?
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Das Projekt befindet sich in einer frühen Phase der Planung, es steht noch keine Variante fest, an denen zeitliche Bemessungen möglich wären. Daher kann hierzu keine Aussage getroffen werden.

Was bedeutet induzierter Verkehr? Wird es durch den Neubau mehr Verkehr geben?
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Eine neue Straße erzeugt nicht mehr, sondern anderen Verkehr. Der sogenannte induzierte Verkehr ergibt sich aus einer Verlagerung des Verkehrs von anderen (kleineren) Straßen auf die Neubautrasse oder durch neue Zielauswahl einiger Verkehrsteilnehmer. Das bedeutet weiter entferntere Ziele, die in der gleichen Zeit erreicht werden können.
Diese Verkehre sind Teil des Modal Splits, also der Verteilung der Verkehrsteilnehmer auf unterschiedliche Verkehrsmittel – Auto, ÖPNV, Fahrrad usw. Dabei bleibt die Anzahl der Wege pro mobile Person nahezu unberührt, nur die Wahl der Wege verändert sich.

Wie werden die Maßnahmen zum Lärmschutz entlang der Trasse bestimmt?
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Beim Neubau von Straßen haben die Anwohnerinnen und Anwohner einen Anspruch auf Lärmvorsorge, wenn bestimmte Werte überschritte werden. Eine konkrete Bestimmung von Maßnahmen zum Lärmschutz ist möglich, sobald verschiedene Varianten für den Verlauf der 46sieben ermittelt worden sind. Durch lärmtechnische Untersuchungen wird ermittelt, welche Auswirkungen die Trassenvarianten auf die Lärmsituationen haben. Der zu erwartende Verkehrslärm wird mittels eines vorgegebenen Verfahrens gemäß den Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen (RLS-90) berechnet. In die Berechnungen fließen die Verkehrsstärke und -zusammensetzung sowie der Fahrbahnbelag, die zulässigen Geschwindigkeiten, die Längsneigung der Trasse und die topografischen Randbedingungen ein.

Wenn die lärmtechnischen Untersuchungen zeigen, dass die Immissionsschutzgrenzwerte (siehe BImSchG und 16. BImSchV) überschritten werden, besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Lärmschutz zur Einhaltung der Grenzwerte. Möglich sind aktive Lärmschutzmaßnahmen, wie Lärmschutzwände, Flüsterasphalt oder passive Lärmschutzmaßnahmen an Gebäuden, wie z.B. der Einbau von Lärmschutzfenstern und -Türen. Aktiver Lärmschutz hat dabei immer Vorrang vor passivem Lärmschutz.
Der Umfang der notwendigen Lärmschutzmaßnahmen und verbleibende Grenzwertüberschreitungen gehen als wichtiges Kriterium in die Bewertung der Trassenvarianten ein.

Wird bei der Planung der Erhalt des Ruhrtalradwegs berücksichtigt?
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Der von Winterberg bis Duisburg verlaufende Ruhrtalradweg geht zwischen Arnsberg und Fröndenberg auch durch den Planungsraum. Aufgrund des Freizeitwerts und der hohen touristischen Bedeutung des Ruhrtalradwegs für die Region wird der Erhalt des Ruhrtalradweges im Rahmen des Planungsprozesses 46sieben berücksichtigt.

Mensch, Landschaft und Umwelt

Wie fließen Mensch, Natur und Umwelt mit in die Planung des Neubaus und der Suche nach einer Linie ein?
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Sowohl Mensch wie auch Fauna und Flora werden bei der Planung der 46sieben berücksichtigt. Grundlage hierfür bilden verschiedene Gesetze, unter anderem das Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (kurz UVPG). Zentrales Element hierbei ist die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), in die eine Vielzahl an Untersuchungen und Kartierungen einfließen. Der Ablauf einer UVS sieht wie folgt aus: In einem ersten Schritt wird der Untersuchungsraum bestimmt, daraufhin werden in der Raumanalyse die einzelnen Schutzgüter (weitere Informationen zu den Schutzgüter stehen am Ende der Antwort) ermittelt, beschrieben und bewertet. Diese fließen in die sogenannte Raumwiderstandskarte ein. Diese Karte ist eines der Hilfswerkzeuge, um mögliche Trassenvarianten im Untersuchungsraum zu ermitteln. Hierbei werden die einzelnen Schutzgüter in einer gewichteten Betrachtung inklusive ihrer Wechselwirkungen zueinander betrachtet und dargestellt. Zur UVS gehört auch die Auswirkungsprognose zu den einzelnen Varianten. Hierbei werden mögliche Auswirkungen potenzieller Varianten auf die Schutzgüter erörtert. Dieser Schritt wird auch treffender Weise als Variantenvergleich bezeichnet.

 

Schutzgüter in einer UVS sind:

  • Mensch, menschliche Gesundheit
  • Kulturelles Erbe, sonstige Sachgüter
  • Wasser
  • Boden, Fläche
  • Landschaft
  • Klima, Luft
  • Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt
Wie wird mit den Natura2000-Gebieten im Untersuchungsraum sowie im Umfeld des Untersuchungsraums umgegangen?
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Natura2000-Gebiete dienen dem Erhalt wildlebender Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. Das Netz Natura2000 besteht aus den Gebieten der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und der Vogelschutz-Richtlinie. Wenn bei einem Bauvorhaben mögliche Beeinträchtigungen eines ausgewiesenen FFH-Gebiets nicht ausgeschlossen werden können, ist eine FFH-Verträglichkeitsprüfung verpflichtend.

Die Auswirkungen eines Bau- oder Straßenbauvorhabens auf die Schutzgebiete werden gemäß Art. 6 Abs. 3 der FFH-Richtlinie und § 34 des Bundesnaturschutzgesetzes untersucht. Diese Prüfung wird bei allen FFH-Gebieten, die im Untersuchungsraum liegen oder an diesen angrenzen, gleichermaßen durchgeführt.

FFH-Gebiete sind Teil eines europäischen Schutzgebietssystems (Natura-2000-Schutzgebiete). Ziel dieses Netzes von Schutzgebieten ist es, die biologische Vielfalt durch den Erhalt wildlebender Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume in Europa zu sichern. Es gibt in Nordrhein-Westfalen 517 gemeldete FFH-Gebiete, die 5,4 Prozent der Gesamtfläche des Bundeslandes ausmachen.

Liegt das FFH-Gebiet Luerwald und Bieberbach im Untersuchungsraum der Planer?
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Im Zuge der Voruntersuchung wird der Neheimer Raum südlich des FFH-Gebietes Luerwald im vorläufigen Untersuchungsraum bleiben. Hierdurch bildet sich ein Ypsilon-förmiger Korridor für die Voruntersuchungen. Da der Untersuchungsraum auch Bereiche des FFH-Gebietes „Luerwald“ überspannt, werden zusätzlich zur UVS, die schon die hohen Raumwiderstände eines FFH-Gebietes aufzeigt, noch weitere Auswirkungen möglicher Trassenverläufe mittels FFH Verträglichkeitsprüfung untersucht.

Kann die 46sieben auch Nachteile mit sich bringen?
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Planung und Bau unterliegen gesetzlich definierten Vorgaben zum Schutz von Mensch und Umwelt. Bei der Planung wird darauf geachtet, dass alle Interessen erkannt und keine wirtschaftlichen Existenzen, etwa durch den Verlust von landwirtschaftlichen Flächen, bedroht werden. Im Planungsprozess wird auf die Minimierung möglicher Auswirkungen auf Mensch und Natur geachtet.

Was wird bei den Faunakartierungen erhoben? Wozu werden die Kartierungen verwendet?
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In den Faunakartierungen werden auf etwa 14.000 Hektar Fläche Kartierungen der vorhandenen Fauna vorgenommen. Die Ergebnisse fließen in die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), dienen zur FFH-Verträglichkeitsprüfung und sind Teil des Artenschutzfachbeitrags. Die Faunakartierungen werden durch die Büros NZO und Afry im Jahr 2021 durchgeführt.
Es werden alle für die Planung relevanten Tierarten und ihr Vorkommen im Untersuchungsraum kartiert. Als Grundlage dient hier u.a. die Auswahl des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV NRW) zu geschützten Arten wie auch die Rote Liste gefährdeter Arten (wie bspw. das Teichhuhn). Insgesamt werden ca. 190 Arten (Vögel, Säugetiere, Amphibien und weitere Artengruppen) untersucht. Mit in die Kartierungen fließen neben dem Vorkommen der einzelnen Arten auch die Lebensraumstrukturen der Arten.
Zur Kartierung werden je nach Art passende Methoden wie bspw. Lockstöcke für Wildkatzen oder Horchboxen für Fledermäuse eingesetzt.

Werden alle Gewässer im Untersuchungsraum im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie untersucht? Wie sieht es mit umliegenden Gewässern aus?
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Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie werden alle Gewässer innerhalb des Untersuchungsraums betrachtet und berücksichtigt. Darüber hinaus werden auch umliegende Gewässer außerhalb des Untersuchungsraums betrachtet, sofern sie Teil eines Flora-Fauna-Habitat-Gebiets (FFH) sind.

Weitere Informationen zu FFH-Gebieten finden Sie in der Antwort zur Frage, wie mit Natura2000-Gebieten im Untersuchungsraum umgegangen wird.

Im vorläufigen Untersuchungsraum liegt auch die renaturierte Ruhr – wird sie von der Planung betroffen sein?
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Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie des Planungsprozesses 46sieben werden die bau-, anlage- und betriebsbedingten Auswirkungen des Straßenbauvorhabens auf die Schutzgüter gemäß §2 Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz (UVPG) untersucht und die unterschiedlichen Umweltauswirkungen verschiedener Varianten vergleichend gegenübergestellt. Darauf aufbauend wird eine Reihung der untersuchten Varianten hinsichtlich der Umweltauswirkungen vorgenommen. Ziel ist es, die aus umweltfachlichen Gründen zu bevorzugende Variante mit den geringsten Umweltauswirkungen zu identifizieren. Die Ergebnisse der UVS fließen in die Entscheidungsfindung über die Zulässigkeit des Vorhabens ein.

Die renaturierte Ruhr, die abschnittsweise auch im vorläufigen Untersuchungsraum der 46sieben, Hemer – Menden – Neheim liegt, wird folglich auch unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit betrachtet. Die „Ruhr“ und auch der „Ruhrstau bei Echthausen“ unterliegen bereits als FFH-Gebiet dem höchsten europäischen Gebietsschutz und haben somit im Rahmen der Prüfungen einen besonderen Schutzstatus. Zusätzlich gilt auch noch die Europäische Wasserrahmenrichtlinie. Dies bedeutet, dass aufgrund der Maßnahme 46sieben eine Verschlechterung der Qualität der Ruhr verhindert wird.

Wird die Trasse von Hemer bis zur Autobahn A 445 auch durch Waldflächen oder landwirtschaftlich genutzte Flächen verlaufen?
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Da es derzeit noch keinen Trassenverlauf gibt, kann dazu zum jetzigen Zeitpunkt keine abschließende Aussage getroffen werden. Dies ist nach einem Abwägungsprozess im Zuge der UVS allerdings nicht ausgeschlossen. Wie für jeden durch die Maßnahme verursachten Eingriff wäre dann auch hier ein geeigneter Ausgleich zu benennen.
Die Minimierung des Flächenverbrauchs gehört zu den Faktoren, die von der Autobahn GmbH und Straßen.NRW bei der Planung berücksichtigt werden. Mögliche Zerschneidungseffekte werden frühzeitig in die Bewertung möglicher Varianten einfließen.

Wie groß wird der Flächenbedarf des Neubaus der 46sieben ausfallen?
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Zum aktuellen Planungsstand kann noch keine Aussage über den notwendigen Flächenbedarf getätigt werden. Wir werden jedoch in der weiteren Planung und der Linienermittlung entsprechend den Vorgaben des UVPG, des Raumordnungsgesetzes (ROG) und des Landesentwicklungsplans NRW (LEP NRW) möglichst flächenschonend vorgehen. Ganz im Sinne der frühzeitigen Beteiligung werden wir mit betroffenen Akteurinnen und Akteuren im Dialog bleiben und auch die agrar- wie forstwirtschaftliche Belange mitbedenken.

Wie werden archäologische Fundstellen oder Bodendenkmäler im Untersuchungsraum in der Planung berücksichtigt?
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Die zuständige Denkmalschutzbehörde wird im Rahmen des Planungsverfahrens beteiligt. Der weitere Umgang mit bereits bekannten Fundstellen wird mit dieser dann besprochen. Grabungen, Sicherungen, etc. können dann im Vorfeld der Baumaßnahme erfolgen. Die Straßenbauverwaltung wird rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten die Behörde zur Baubegleitung und Dokumentation etwaiger Funde einschalten. Gegebenenfalls erfolgen Notgrabungen oder eine Bauunterbrechung bei wichtigen Funden.