Faunistische Kartierung Hauptthema der 5. Sitzung des Dialogforums (online)

Videokonferenz der 5. Sitzung des Dialogforums. Quelle: Autobahn GmbH / Straßen.NRW

Im Rahmen einer Videokonferenz fand am 16. Februar 2021 die fünfte Sitzung des Dialogforums 46sieben statt. Zentrales Thema war die Faunistische Kartierung des 140 Quadratkilometer großen Untersuchungsraumes. Die Biologin Julia Schielmann vom Gutachterbüro NZO stellte das Vorgehen und die Methodik der Kartierungen vor.

Das Dialogforum wächst: Bürgerinnen und Bürger aus Fröndenberg und Balve werden eingeladen

Durch die Erweiterung grenzen nun auch die Stadtgebiete von Fröndenberg und Balve am Untersuchungsraum an. Die Erweiterung des Untersuchungsraumes bringt auch eine Ausweitung des Dialogforums mit sich: „Durch den neuen Zuschnitt des Untersuchungsraumes ist es nur folgerichtig, dass wir Balve und Fröndenberg beteiligen“, erklärte Heike Ischebeck, Leiterin der Planungsabteilung bei der Autobahn GmbH, Niederlassung Westfalen, zum fünften Dialogforum. Für den weiteren intensiven Dialog zum Planungsverlauf und die Untersuchungen werden daher auch Bürgerinnen und Bürger aus Fröndenberg und Balve eingeladen, sich auf einen Platz im Dialogforum zu bewerben. Mittels einer Zufallsauswahl werden dann aus den eingegangenen Bewerbungen jeweils zwei Personen ausgewählt. Nähere Informationen und Bewerbungsmöglichkeiten werden in Kürze veröffentlicht.

Faunistische Kartierung untersucht Lebensraum von mehr als 190 Tierarten

Wildkatze, Teichhuhn, Geburtshelferkröte, Kammmolch: Das sind nur einige der geschützten Tierarten, deren Vorkommen bei der Planung des Projektes 46sieben berücksichtigt werden. Die faunistischen Kartierungen ermitteln, welche Tiere im Untersuchungsraum leben und wo sich besonders hochwertige Lebensräume wie zum Beispiel Steinbrüche und alte Wälder befinden. Insgesamt werden mehr als 190 verschiedene Arten kartiert, darunter viele Vögel, Amphibien und Fledermausarten. Mittels GPS Unterstützung werden die Daten im Gelände gesammelt und aufbereitet.

Der große Untersuchungsraum wird durch zwei renommierte Gutachterbüros kartiert: Der westliche und mittige Bereich wird durch NZO untersucht, im östlichen Bereich ist AFRY zuständig. „Wir sind in Kontakt mit den lokalen Naturverbänden, und freuen uns auch immer über Hinweise aus der Region“ so Julia Schielmann. Im aktuellen Prozess der Kartierung, der noch bis zum Herbst 2021 dauern wird, geht es um die Erfassung der planungsrelevanten Tierarten. Eine Bewertung erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt, dies ist Aufgabe der Umweltverträglichkeitsstudie.

Besonders interessierte die Teilnehmenden des Dialogforums, wie genau die Suche nach seltenen Tieren wie etwa der Wildkatze durchgeführt wird und ob es durch die Erweiterung des Untersuchungsraums zu Verzögerungen kommen wird.

Für die Suche nach der stark gefährdeten, aber sehr scheuen Wildkatze werden Baldrian-Lockstöcke genutzt. Frau Schielmann konnte von ersten Ergebnissen berichten: Bei einem Lockstock ist dabei ein Tier durch eine Wildkamera fotografiert worden und es sind Haarproben eingesammelt worden. Ob es sich dabei auch wirklich um eine Wildkatze handelt, wird nun die DNA-Analyse im Labor zeigen.

Sobald die Pandemielage es wieder zulässt, freuen sich die Mitglieder des Dialogforums nach diesem interessanten Einblick in die Arbeit darauf, die Kartierer bei einer Exkursion im Gelände begleiten zu dürfen.

Die gemeinsame Pressemitteilung der Mitglieder des Dialogforums können Sie hier einsehen:

Die Rahmenpräsentation sowie die Präsentation der Kartierung können Sie hier einsehen:

Das Protokoll  und die Teilnehmerliste der fünften Sitzung des Dialogforums können Sie hier einsehen: