Auftakt zum Planungsdialog 46sieben

Große Resonanz auf Informationsveranstaltung in Menden

Foto: Straßen.NRW/Susanne Schlenga

Mit einer Informationsveranstaltung in Menden hat Straßen.NRW den Planungsdialog zum Projekt 46sieben fortgesetzt. Wer am 4. Dezember im Kulturzentrum Wilhelmshöhe jedoch eine konkret geplante Trasse erwartete, wurde enttäuscht. Denn mit dem Neustart der Planung des Lückenschlusses zwischen Hemer und Neheim, eine Kombination aus vierspuriger Autobahn (A46) bis Menden und eine daran anschließende dreispurige Bundesstraße (B7), geht Straßen.NRW einen neuen Weg. "Wir wollen Bürgerbeteiligung von Anfang an", erklärte Thomas Rensing, Leiter der Region 1 des Landesbetriebs.

Bürgerbeteiligung in einem Dialogforum

Straßen.NRW stellte in Menden das Konzept eines überregionalen Dialogforums vor. Es ist Teil des Planungsdialoges, der die Menschen in der Region weit vor der gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung in die Planung des Projektes 46sieben einbeziehen soll. Erst reden, dann planen, lautet das Motto. Im Rahmen des künftigen Dialogforums treffen sich unterschiedliche Akteure aus Initiativen, Kommunen, Verbänden, der Wirtschaft sowie Bürger mehrmals im Jahr, beraten und sprechen Empfehlungen aus. „Es ist uns wichtig, dass auch unabhängige Bürgerinnen und Bürger maßgeblich im Forum vertreten sind“, sagte Rensing. „Das Forum kann durch regionale Arbeitskreise unterstützt werden, wir wollen das bewusst offenhalten, um auf alle Bedürfnisse eingehen zu können. Die Region ist groß, wir müssen alle Menschen erreichen“, sagte Arne Spieker vom Kommunikationsbüro IFOK. Auch vor Ort will Straßen.NRW mit Gesprächsangeboten auf lokaler Ebene und dem Einsatz eines Infomobils für umfassende Information der Bevölkerung sorgen.

85 Prozent der Menschen nutzen das Auto

Eine Fülle an Fakten und Hintergründen zum Projekt 46sieben präsentierte der Landesbetrieb bereits im Kulturzentrum Wilhelmshöhe: An vier Themeninseln konnten sich die Besucherinnen und Besucher über den gesetzlichen Planungsauftrag der so genannten Kombi-Variante 46sieben, über vorgeschriebenen Lärm-, Umwelt- und Naturschutz informieren sowie über aktuelle Zahlen zum Verkehrsverhalten der Menschen in der Region. Für 85 Prozent ist nach einer repräsentativen Umfrage das Auto das Hauptverkehrsmittel, neun Prozent nutzen Bus und Bahn. Viele Befragte sind unzufrieden mit dem Straßennetz: 53 Prozent der Menschen bewerten die Verbindungen in der Region Hemer, Menden und Arnsberg als „nicht leistungsfähig genug“, den täglichen Verkehr zu bewältigen.

Das Gespräch mit den Menschen suchen

Expertinnen und Experten des Landesbetriebs beantworteten auf der Informationsveranstaltung nicht nur eine Fülle an Fragen, sie suchten auch das Gespräch mit den Menschen. Befürworter, Gegner, Anlieger und Pendler – sie alle waren vor Ort, tauschten Argumente aus und äußerten ihre Wünsche und Bedenken. „Ich finde es gut, dass es jetzt weitergeht. Die Veranstaltung ist eine gute Möglichkeit, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, erklärte eine Besucherin. Straßen.NRW zog ein positives Fazit: „Wir haben viele konstruktive und offene Gespräche geführt. Das ist ein guter Anfang für den weiteren Planungsdialog“, sagt Thomas Rensing.

So geht‘s weiter

Wie geht es nun weiter? Die Anregungen der Besucherinnen und Besucher werden nun vom Landesbetrieb mit dem Kommunikationsbüro IFOK ausgewertet und genutzt, um das vorgestellte Beteiligungskonzept weiter auszuarbeiten. Neben dem Dialogforum wird Straßen.NRW die Menschen in der Region kontinuierlich über lokale Medien, die Projektwebsite 46sieben.de und einen Newsletter (Anmeldung: 46sieben@strassen.nrw.de) über Planungsfortschritte und Beteiligungsangebote informieren.

Poster des 1. Infomarktes vom 4.12.2018