Grundlagen der Verkehrsuntersuchung

Der Prognose-Bezugsfall 2030 der Verkehrsuntersuchung

Was wird im Rahmen der Verkehrsuntersuchung betrachtet?
Die Verkehrsuntersuchung ist Teil der Vorplanung und somit der vorbereitenden Grundlagenermittlung zur Planung einer neuen Straßenverbindung von Hemer bis zur A 445 bei Arnsberg-Neheim. Die Verkehrsuntersuchung wurde 2019 von Straßen.NRW in Auftrag gegeben und wird von dem Ingenieurbüro SSP Consult Beratende Ingenieure GmbH aus Köln durchgeführt.

Ziel der Verkehrsuntersuchung ist es, fundierte Ergebnisse darüber zu liefern, welche verkehrlichen Wirkungen im Planungsraum des Lückenschlusses zwischen Hemer und Arnsberg-Neheim entstehen. Sie gibt Auskunft darüber, welche Strecken entlastet werden bzw. welche Strecken möglicherweise zusätzliche Belastungen erfahren. Außerdem lässt sich mit den Ergebnissen aussagen, wie viel Verkehr die neue Trasse aufnehmen wird und inwieweit die Anschlussstellen leistungsfähig sind.

Die Ergebnisse zur Verkehrsuntersuchung sind die entscheidende Grundlage, um die Auswirkungen in Hinblick auf Lärm und Schadstoffe zu ermitteln. Die Verkehrsuntersuchung dient dazu, die verkehrlichen Wirkungen verschiedener hypothetischer Trassenverläufe der 46sieben – der sogenannten Planfälle – zu untersuchen und darzustellen.

Wie läuft die Verkehrsuntersuchung ab?

Voraussetzung für die Verkehrsuntersuchung ist der Aufbau eines Verkehrsmodells, mit dem die Verkehrssituation im Jahr 2030, dem zurzeit maßgeblichen Prognosejahr, ermittelt werden kann. Diese Prognose ermöglicht wiederum den Vergleich von Planfällen, also von Varianten der Trasse von Hemer bis zur A 445 bei Arnsberg-Neheim – und zu der Situation im Jahr 2030 ohne Neubau (Prognose-Bezugsfall).

Grundlage für jedes Verkehrsmodell ist neben einer breiten Datengrundlage (diverse Gutachten und Pläne) und den Ergebnissen der Straßenverkehrszählung SVZ 2015 die Erhebung des Ist-Zustands in Form umfassender Verkehrszählungen. Zunächst werden die aktuellen Verkehrsbelastungen und Verkehrsrouten vom beauftragten Ingenieurbüro erhoben. Für die 46sieben wurden hierfür an verschiedenen Werktagen und über unterschiedliche Zeiträume Knotenstrom-Zählungen und 24h-Zählungen durchgeführt, einschließlich der Erfassung des Schwerverkehrsanteils. In einem weiteren Schritt wird das Modell mit der Straßenverkehrszählung des Bundes (SVZ 2015) abgeglichen.

Um die Wirkung der o.g. Planfälle korrekt zu erfassen, geht das Netzmodell der Verkehrsuntersuchung über den Raum, in dem die eigentliche Planung von Trassenvarianten stattfinden wird, deutlich hinaus. Die Verkehrsuntersuchung wird die verkehrlichen Wirkungen insbesondere in Bezug auf die Erreichbarkeit der Region und die Anbindung an die umliegenden Ballungsräume feinmaschiger untersuchen.

Wann kann mit ersten Ergebnissen gerechnet werden?

Zunächst erfolgt eine Nachrechnung der im Bundesverkehrswegeplan vorgeschlagenen Trassen. Diese ersten Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung sollen Sommer 2020 vorliegen. Sobald diese Voruntersuchung als Teil der Verkehrsuntersuchung abgeschlossen ist und die Befunde vorliegen, wird das Planungsteam der 46sieben diese im Dialogforum, im Politischen Begleitkreis sowie auf der Projektwebsite öffentlich machen und diskutieren.