Ein Jahr Planungsdialog 46sieben - Ergebnisse der Umfrage

Im Dezember 2019 haben wir im Rahmen einer Online-Umfrage insgesamt 133 Personen angeschrieben, die bisher in die Beteiligungsangebote von 46sieben (Zufallsbürgerworkshop 2018, Dialogforum sowie Politischer Begleitkreis) involviert waren. Mit der Umfrage haben wir Stimmen aus dem Beteiligungsprozess eingeholt: Wie wichtig wurde der Dialog bisher empfunden? Was leistet der Dialogprozess aus Sicht der Befragten? Insgesamt 25 Personen haben sich innerhalb einer Woche an der Umfrage beteiligt.

Zentrales Ergebnis der Umfrage: Die frühe Beteiligung der Öffentlichkeit an der Planung des Lückenschlusses zwischen Hemer/Menden (A46) und Neheim (B7) in Form eines Dialogprozesses wird von einem überwiegenden Teil der Befragten als „wichtig“ bis „sehr wichtig für die Region“ eingeschätzt (siehe Abbildung). Die Mehrheit der Befragten findet, dass der Prozess „transparente Information“ ermöglicht und ein „besseres Verständnis für die unterschiedlichen Belange“ befördert. Nur zwei Personen sind der Ansicht, der Dialogprozess hätte bisher gar nichts gebracht. Den „Austausch auf Augenhöhe“ und die „Möglichkeit zur Mitgestaltung des Planungsprozesses“ sehen derzeit jedoch weniger Befragte gegeben.

Ergebnisse der Umfrage "Ein Jahr Planungsdialog 46sieben"
2. Sitzung des Politischen Begleitkreises (Quelle: Straßen.NRW)

Weiterhin konnten die Befragten Feedback an das Planungsteam von Straßen.NRW sowie das Moderationsbüro IFOK anbringen. Das sind die Stimmen:

Ein bis zwei Sätze aus Ihrer Sicht: Wie sehen Sie den Dialogprozess 46sieben?
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  • „Der Bürger wird informiert und plant mit!“ Detlef Albrecht, Bürgerschaft
  • „Die Hauptschwierigkeit ist, dass es vom Land her eher um einen Umsetzungsauftrag für einen Linie ans Dialogforum geht, während die Forumsteilnehmer eine Betrachtung und Erörterung von Alternativen wünschen.“ Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister Wickede
  • „Große Bedeutung für Handel, Handwerk, sowie für die gesamten Industrie. Entlastung der Bürger durch geringere Feinstaub- und Lärmbelastung.“ Bernd Schaller, Wirtschaft
  • „Einige Mitglieder im Kreis des Dialogs sitzen in der falschen Veranstaltung. Die Frage ist nicht ob der Lückenschluss gebaut wird sondern nur wie!“ Hubertus Gössling, Unternehmerinitiative Pro A 46
Welche Punkte sind Ihnen für das kommende Jahr 2020 wichtig, welche Anregungen/Erwartungen haben Sie an den Dialogprozess?
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  • „Die Trassenfindung abschließen und die Bürger über die Auswirkungen in allen Bereichen informieren.“ Hubert Wegener, Bürgermeister Ense
  • „Der Prozess des Prüfens darf sich nicht zu lange hinziehen. Man sollte relativ schnell Bereiche die schlagende Ausschlusskriterien haben benennen und somit die Prüffelder verkleinern. Das müsste das Verfahren weiter beschleunigen.“ Andrea Lipproß, stellvertretende Fraktionsvorsitzende FDP Hemer
  • „Festlegung der Planungsräume, Bewertung von Trassenverläufen. Konkretere Aussagen über die Planungsrichtung.“ Gerd Schönenberg, Bürgerschaft
  • „Möglichkeiten aufzuzeigen, den Auftrag "Beseitigung eines Engpasses" ohne Autobahnneubau zu erfüllen“ Susanne Ulmke, Bürgerschaft
Was möchten Sie Straßen.NRW und dem Moderationsbüro für 2020 mit auf den Weg geben?
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  • „Wie im vorhergehenden Punkt angesprochen: Die politische Verantwortlichen in der Region und die planerisch Beauftragten sollten gemeinsam in einem offenen Dialog die durch den Bundeswegeplan "gesetzlich vorgegebenen" Festlegungen kritisch mit regional zukunftsweisenden Entwicklungen zusammenführen.“ Martin Legler, Bürgerschaft
  • „Der Dialogprozess sollte sachlich, fachlich und wissenschaftlich geführt werden. Emotionale Reden gehören mitunter in solche Diskussionen, sollten aber auf neutraler respektvoller Ebene geführt werden.“ Anonym
  • „Konsequent so weiterarbeiten.“ Anonym, kommunale Verwaltung