Planung

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr plant in den nächsten Jahren eine Reihe von Großprojekten auf der A46 im Bereich Wuppertal. Die A46 ist planungstechnisch in fünf verschiedene Baubereiche aufgeteilt.

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1. Abschnitt: sechsstreifiger Ausbau
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Die Strecke von Haan-Ost bis zum Sonnborner Kreuz wird sechsstreifig ausgebaut, damit die A46 den in Zukunft zu erwartenden Verkehr aufnehmen kann. Außerdem wird der Lärmschutz verbessert, sodass die Grenzwerte für Verkehrslärm eingehalten werden. Deshalb werden hier Lärmschutzwände und lärmabsorbierender Asphalt angebracht.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte im April 2019 zwei Klagen abgewiesen, die sich gegen die veröffentlichte Planung zum Ausbau der A46 im Wuppertaler Stadtgebiet richteten.

Das Gericht stellte fest, dass die im Plan vorgesehenen Maßnahmen für eine Verbesserung des Lärmschutzes sorgen und dass nach Abschluss der geplanten Bauarbeiten die maßgeblichen Grenzwerte für Luftschadstoffe eingehalten werden. Die Bauarbeiten auf der A46 zwischen Haan-Ost und dem Sonnborner Kreuz werden also wie geplant ausgeführt.

Neubau der Brücke Westring

Da die Statik und die Breite der Brücke Westring für eine 6-streifige Verkehrsführung nicht ausgereicht hätte, wird die Brücke zurzeit an gleicher Stelle mir breiteren Maßen neu gebaut. Die Brücke ist in Fahrtrichtung Dortmund bereits fertig gestellt und nimmt dann zusätzlich den Verkehr in Richtung Düsseldorf auf, damit die Brückenfahrbahn in Richtung Düsseldorf neu gebaut werden kann. In dieser Zeit bleibt die Baustelle auf der Brücke Westring bestehen. Mitte 2021 wird die Brücke vollständig fertiggestellt und bis zum Herbst 2021 der 6-streifige Ausbau bis zur Anschlussstelle Cronenberg abgeschlossen sein. Während gebaut wird, bleibt die Autobahn vierstreifig befahrbar.

2. Abschnitt: Sonnborner Kreuz
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Zwischen Wuppertal-Cronenberg und -Katernberg müssen Brücken, Anschlussstellen und Verbindungen im Autobahnkreuz Sonnborn erneuert werden, damit sie zukünftig den statischen Anforderungen für das gestiegene Verkehrsaufkommen genügen. Zum Teil müssen einzelne Bauwerke im Autobahnkreuz verstärkt werden, damit während der Bauarbeiten der Verkehr weiter fahren kann.

Neubauten an der Anschlussstelle Cronenberg (Fahrtrichtung Düsseldorf)

Der sogenannte "Überflieger" in Cronenberg - die Auffahrt, die in Richtung Düsseldorf die Autobahn überquert - muss neu gebaut werden. Die Brücke, die die L418 mit der A46 verbindet, ist statisch für das heutige Verkehrsaufkommen nicht mehr geeignet. In Fahrtrichtung Düsseldorf befindet sich die Brücke im unmittelbaren Baubereich des 6-streifigen Ausbaus und wird ebenfalls in dieser Zeit neu gebaut. Das vorhandene Bauwerk bleibt während der Bauphase befahrbar.

Verstärkung an der Brücke Sonnborn

Die Statik der Brücke wurde geprüft und es wurde festgestellt, dass die Brücke mittelfristig neu gebaut werden muss. Um den Verkehr während der Bauzeit komplett auf drei Spuren in Fahrtrichtung Düsseldorf führen zu können, wird eines der drei Brückenteile verstärkt. Dadurch wird zunächst der Neubau der anderen Bauwerke möglich.

Brücke "Sonnborner Ufer"

Bei der Prüfung der Brücke „Sonnborner Ufer“ wurden Schäden im Hohlkörper der Brücke festgestellt. Eine Instandsetzung wäre also mittelfristig erforderlich. Weil die Brücke während der gesamten Bauarbeiten im Sonnborner Kreuz genutzt werden muss, wird der Neubau der Brücke "Sonnborner Ufer" vorgezogen. Zurzeit ist geplant, mit dem Neubau dieser Brücke in 2021 zu beginnen.

3. Abschnitt: Von Katernberg bis Elberfeld
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Komplette Sanierung der Autobahn mit Lärmschutz und Entwässerung zwischen den Anschlussstellen Katernberg und Elberfeld. Und: Neues Lärmschutzkonzept an der "Hansa-Galerie" und Neubau der Brücken über die Uellendahler und die Wüstenhofer Straße. Außerdem Neubau der Anschlussstelle Katernberg mit dem Bauwerk über die Briller Straße

Die Brücke der A46 über die Uellendahler Straße ist mittlerweile 50 Jahre alt und muss bald ersetzt werden. Da diese Brücke direkt an die Hansa-Galerie anschließt, werden diese Baustellen aufeinander abgestimmt.

Neue Richtlinien zu Straßentunneln machen einen Umbau oder eine Nachrüstung der Galerie (halb geöffneter Tunnel) Hansastraße notwendig. Anfang 2020 wurde ein Ingenieurbüro mit einer Machbarkeitsstudie zur Hansa-Galerie beauftragt.

Folgende Varianten werden dabei untersucht:

  • Variante 1: Nachrüstung der bestehenden Galerie unter Nutzung der vorhandenen Konstruktion
  • Variante 2: Abriss der alten und anschließend kompletter Neubau der Galerie
  • Variante 3: Ersatz durch zeitgemäßen Lärmschutz

Abhängig davon, welche Variante auf Grundlage der Machbarkeitsstudie ausgewählt wird, entscheidet sich, wie und was gebaut wird. Davon abhängig ist dementsprechend auch die Bauzeit.

Für den zukünftigen Verkehr in der Baustelle muss die Fahrbahn in diesem Bereich zuvor noch verstärkt und angepasst werden.

4. Abschnitt: Baubereich Barmen
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Komplette Sanierung (Fahrbahn, Lärmschutz, Entwässerung) und Ausbau des Lärmschutzes auf den aktuellen Stand im Bereich der Anschlussstelle Wuppertal-Barmen. Neubau von drei Brücken über folgende Straßen: Winchenbach, Wiesemannstraße und Hatzfelder Straße. Außerdem Neubau der Brücke in der Anschlussstelle Barmen.

Die statischen Berechnungen haben ergeben, dass die drei Brücken neu gebaut werden müssen. Eine Sanierung und Erhalt der Brücken wäre nicht wirtschaftlich, da sie dann nur noch für ein paar weitere Jahre genutzt werden könnten.
Im Bereich der Anschlussstelle Barmen werden vorhandene Lärmschutzwände und Stützwände verbessert, sowie im nördlichen Bereich komplett neu gebaut. Zudem wird die komplette Fahrbahn in diesem Bereich mit lärmabsorbierendem Asphalt ausgestattet. Dadurch wird der Lärmschutz verbessert.

Während der Zeit der Bauarbeiten in diesem Bereich kann der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen die Baustelle auf jeweils zwei Fahrstreifen passieren. Die Straße ist hier schon verstärkt und präpariert, sodass mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Zurzeit ist geplant, im Sommer 2022 mit den Bauarbeiten in diesem Bereich zu beginnen, voraussichtlich wird auf diesem Streckenabschnitt dann für etwa vier Jahre gebaut.

5. Abschnitt: Baubereich Wichlinghausen
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Komplette Sanierung der Fahrbahn, des Lärmschutzes und der Entwässerung. Außerdem Abriss und Neubau von drei Brücken an und Neubau einer Brücke in der Anschlussstelle Wichlinghausen.

Die Berechnung der Statik der Brücken in der Anschlussstelle Wichlinghausen und der Brücke "Schellenbeck" haben gezeigt, dass diese Brücken neu gebaut werden müssen. Auch hier würde eine Ertüchtigung der Brücken finanziell keinen Sinn machen.
Auch die Brücke über die „Marklandstraße“ und das Bauwerk am „Nordpark“, müssen ersetzt werden.

Außerdem bekommt auch dieser Streckenabschnitt neuen, zeitgemäßen Lärmschutz: Es wird lärmmindernder Asphalt eingebaut, Lärmschutzwände werden neu gebaut oder auf den neuesten Stand gebracht.
Für die gesamte Bauphase an diesen 4 Bauwerken wird der Verkehr auf vier Spuren an den Bauarbeiten vorbei geführt. Die Autobahn bleibt also auf zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung befahrbar.

Zurzeit werden die Ausschreibungsunterlagen für diesen Bauabschnitt erstellt. Im II. Quartal dieses Jahres werden diese Ausschreibungsunterlagen veröffentlicht und es beginnt das EU-Vergabeverfahren. Nach erfolgreichem Abschluss des Vergabeverfahrens würde dann im Herbst dieses Jahres ein Auftragnehmer feststehen, der Anfang 2021 mit der grundhaften Erneuerung der A46 in diesem Bereich beginnen kann.