Fragen und Antworten rund um Baustellen

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9. Warum koordinieren Sie die Baustellen nicht besser?
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Straßen.NRW hat in seinen Niederlassungen so genannte Baustellenkoordinatoren eingestellt. Sie achten speziell darauf, dass etwa auf parallel verlaufenden Autobahnen nicht zeitgleich Baustellen zu Sperrungen führen. Die Koordinatoren kümmern sich auch darum, dass auf derselben Autobahn nicht innerhalb weniger Kilometer mehrere Baustellen eingerichtet werden.

YouTube-Video: Baustellologie - kleine Baustellenkunde von Straßen.NRW

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18. Werden wir irgendwann baustellenfreie Autobahnen haben?
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Nein, ein baustellenfreies Straßennetz in NRW ist unrealistisch. Die Straßen müssen regelmäßig gepflegt und zum Beispiel saniert werden. Von daher ist es vor allem unser Ziel, die Baustellen möglichst schnell abzuwickeln. Der Autofahrer soll möglichst gering beeinträchtigt werden.

Die Hauptbauphase der Autobahnen in NRW lag zwischen 1965 und 1979. Gut die Hälfte unserer heutigen Autobahnsubstanz ist damit älter als 36 Jahre. Diese Autobahnabschnitte wurden und werden seitdem kontinuierlich saniert. Seit 1980 sind über 55 Prozent der Autobahn-Substanz saniert oder neu gebaut worden.

Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von heute rund 20 Jahren, früher – bei weniger und weniger schwerem Verkehr - waren es bis zu 35 Jahre, ist das Netz ständig zu erneuern. Sobald ein Autobahnabschnitt grundhaft erneuert ist, wird die Uhr für die Nutzungsdauer wieder auf Null gestellt. Beispiel: Wenn ein Autobahnabschnitt 2016 dem Verkehr übergeben wird, steht spätestens 2036 wieder eine Grunderneuerung an.

Die Nutzungsdauer hängt stark von der Verkehrsbelastung, dem LKW-Anteil und von den verwendeten Materialien ab. So ist eine Fahrbahn aus Gussasphalt wesentlich widerstandfähiger als eine Deckschicht aus offenporigem Asphalt, der wegen der besseren Lärmwerte heute gerne verwendet wird. Der Erneuerungsturnus verkürzt sich daher.

Vor diesem Hintergrund wird klar: Die Anzahl der Baustellen hängt von der Nutzungsintensität, den Materialansprüchen und dem Alter der Autobahnen ab. Eine baustellenfreie Zeit kann es nicht geben.

Asphalttragschichten sind die unten liegenden Schichten. Es ist davon auszugehen, dass die darüber liegenden Schichten, Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht, jüngeren Datums sind, da sie in Abschnitten erneuert wurden. Die Darstellung unterscheidet nicht zwischen Neubau und Erhaltung.

Wie es geht:

  • Eine Rettungsgasse muss vorausschauend gebildet werden, nicht erst dann, wenn der Verkehr still steht oder das Einsatzfahrzeug schon direkt hinter Ihnen steht.
  • Bei zwei Fahrspuren wird die Rettungsgasse in der Mitte der Richtungsfahrbahn gebildet. Fahrer auf der rechten Fahrspur fahren ihre Pkw möglichst parallel zur Fahrbahn an den rechten Fahrbahnrand; jene auf der linken Fahrspur entsprechend an den linken Fahrbahnrand.
  • Bei einer höheren Anzahl an Spuren wird die Rettungsgasse bei drei oder mehr Fahrstreifen zwischen dem äußerst linken und dem direkt danebenliegenden Fahrstreifen gebildet.
  • Der Seitenstreifen/Standstreifen darf dabei nicht mitbenutzt werden, da der Streifen „nicht Bestandteil der Fahrbahn“ ist.
  • Aufgelöst wird die Rettungsgasse, sobald eindeutig erkennbar ist, dass der Verkehr wieder flüssig in Bewegung gerät und mit keinem weiteren Stillstand zu rechnen ist.

Was Sie wissen sollten:

  • Grundsätzlich darf eine Rettungsgasse nur von Polizei- und Hilfsfahrzeugen befahren werden. Hierzu zählen der Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Krankenwagen, Arzt-, und Abschleppfahrzeuge.
  • Die Rettungsgasse ist auch für Betriebsdienst-/Meistereifahrzeuge wichtig. Die Meistereien bauen Sichtschutzwände auf, unterstützen die Rettungskräfte, reinigen den Unfallort und sorgen so dafür, dass der Verkehr so schnell wie möglich wieder rollen kann.
  • Das Bilden einer Rettungsgasse ist gesetzlich vorgeschrieben. Verkehrsteilnehmern, die keine Rettungsgasse bilden, droht laut Straßenverkehrs-Ordnung ein Bußgeld. Auch Fahrverbote sind möglich.

Weitere Informationen

Quelle: Deutsche Verkehrswacht e.V./Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen