Fragen und Antworten rund um Baustellen

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Warum gibt es so viele Baustellen auf unseren Straßen?
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Die Infrastruktur in NRW ist im Wesentlichen in den 1960er und 1970er Jahren entstanden. Seiher ist das Verkehrsaufkommen deutlich gestiegen, vor allem der Schwerverkehr. Diese Infrastruktur zu modernisieren, das wird deshalb die Herausforderung der kommenden Jahre sein.

Warum finden im Herbst so viele Baustellen statt?
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Im Herbst finden nicht mehr Baustellen statt als zu anderen Jahreszeiten. Gegen Ende des Jahres nimmt die Anzahl der Baustellen sogar ab. Allerdings staut sich der Verkehr im Herbst teilweise sehr stark im Bereich von Baustellen, weil die Autofahrer sich erst auf das wieder schlechter werdende Wetter einstellen müssen. Zudem sind die Straßen im Herbst sehr voll: Alle Pendler sind auf der Straße, keiner hat Urlaub. Das Auto wird dem Fahrrad vorgezogen, weil es regnet, oder der Pendler steigt ins Auto, um nicht bei schlechtem Wetter auf dem Bahnsteig auf den Zug zu warten.

Wieso machen Sie "Tagesbaustellen" im morgendlichen Berufsverkehr?
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Die so genannten Tagesbaustellen finden in der Regel nicht im Berufsverkehr statt, im Gegenteil: Straßen.NRW hat einen Sperrzeitenkatalog entwickelt, der verbietet, während der Rushhours morgens und abends Tagesbaustellen einzurichten. Sollte das dennoch mal der Fall sein, ist meistens "Gefahr im Verzug" wie zum Beispiel bei einem plötzlich aufgetretenen Fahrbahnschaden, der behoben werden muss.

Warum sprechen Sie sich nicht besser mit den anderen Behörden ab?
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Kommunen, Kreise, Bezirksregierungen und andere Institutionen wie Stadtwerke, die Bahn oder auch die Umweltämter werden schon im Vorfeld von großen Baumaßnahmen eingebunden. Sie werden schriftlich informiert, häufig finden Besprechungen statt, um alle Interessen unter einen Hut zu bringen.

Warum sieht man auf vielen Baustellen keine Arbeiter?
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Den Fall haben wir beispielsweise auf Brücken, wenn die Arbeiter gerade unterhalb der Brücke tätig sind. Denn auch dafür muss auf der Brücke in der Regel ein Fahrstreifen gesperrt werden. Oder der frisch verlegte Asphalt muss noch aushärten. Auch dann kann die Baustelle noch nicht wieder abgeräumt werden. Wir geben aber zu, dass solche Fälle manchmal noch besser kommunizieren werden könnten.

Könnten durch höheren Personaleinsatz die Baustellen verkürzt werden?
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Die Disposition des Personals unterliegt den Baufirmen. Straßen.NRW kann den Personaleinsatz nicht vorschreiben. Allerdings werden in den Bauverträgen unter anderem kurze Bauzeiten vereinbart, die einen optimalen Personaleinsatz der Baufirmen voraussetzen.

Werden die Baustellen wegen der schlechten Straßen künftig immer mehr?
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Baustellen werden weiterhin zum Straßenbild gehören. Nordrhein-Westfalen ist nicht nur das bevölkerungsreichste Bundesland. Wir haben den meisten Transitverkehr und eines der dichtesten Verkehrsnetze weltweit. Gleichzeitig sehen wir uns einer Infrastruktur gegenüber, die im Wesentlichen in den 1960er und 1970er Jahren entstanden ist. Seiher ist das Verkehrsaufkommen deutlich gestiegen, vor allem der Schwerverkehr. Diese Infrastruktur zu modernisieren, das wird deshalb die Herausforderung der kommenden Jahre sein.

Welche Baustellentypen gibt es?
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Es gibt verschiedene Typen von Baustellen. Hier die Definitionen:

1. Tagesbaustellen/Arbeitsstellen kürzerer Dauer

Arbeitsstellen, die nur über eine begrenzte Stundenzahl (< 24 Stunden) bestehen; in der Regel unter temporärer Einziehung von Fahrstreifen. Bei der Planung dieser Arbeiten berücksichtigt Straßen.NRW den Reisezeitenkalender (Ferienreisetage) und Großveranstaltungen.

Varianten

  • Kurzeitig stationär: Unterhaltungsarbeiten (z.B. Brückenprüfung), Reparatur von Schutzplanken, Beschilderungsarbeiten, Wartungsarbeiten an dynamischer Beschilderung, kleinere Deckenflickarbeiten, Vermessungsarbeiten.
  • Kontinuierliche Fortbewegung in der Verkehrsrichtung: zum Beispiel Reinigungsarbeiten an der Straßenentwässerung, Gehölzpflege / Mäharbeiten (auch am Mittelstreifen), Markierungsarbeiten, Streckenkontrolle.
  • Arbeiten zur Einrichtung einer Arbeitsstelle längerer Dauer (>24 Stunden).

2. Nachtbaustellen

Nachtbaustellen richtet Straßen.NRW dort ein, wo tagsüber kein geeignetes Zeitfenster für die Arbeiten ohne Verkehrseinschränkung und damit verbundene Verkehrsstörung besteht.

Varianten

  • Arbeitsstelle kürzerer Dauer: Arbeitsstellen, die nur über eine begrenzte Stundenzahl (< 24 Stunden) bestehen. Die Arbeiten (Beschreibung siehe Punkt "Tagesbaustelle") werden - unter Berücksichtigung der Tagesganglinien - in die Nachtstunden verlegt.
  • Arbeitsstelle längerer Dauer (>24 Stunden, auch "Dauerbaustelle"); Verlagerung von Arbeiten, die zusätzlich eine Einziehung von Fahrstreifen erfordern (z. B. aus logistischen Gründen), in die Nachtstunden.
  • Abwicklung der Baumaßnahme im Mehrschichtbetrieb (Ausnutzung 24 Stunden), soweit technisch möglich und sinnvoll.

3. Dauerbaustellen (Sanierung/Ausbau)

Arbeitsstellen, die über einen längeren Zeitraum (> 24 Stunden) durchgehend und ortsfest erhalten bleiben.

4. Dauerbaustellen (Neubau)

Neubau einer Verkehrsanlage, Eingriff in den Verkehr nur bei Anbindung an das vorhandene Verkehrsnetz.

Führen der Klimawandel und mildere Winter dazu, dass in der vierten Jahreszeit mittlerweile mehr und schneller gebaut werden kann?
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In der Summe könnten mildere Winter zu einem kontinuierlicheren Baugeschehen führen. Dies ist jedoch Spekulation, denn das Klima bzw. Wetter ist nun einmal schlecht zu prognostizieren. Viele Bauvorhaben bei Straßen.NRW werden überjährig durchgeführt und mit zeitlich langem Vorlauf geplant. Dabei müssen zeitliche Sicherheitspuffer für temporäre Frostperioden eingeplant werden. Extreme Wetterereignisse können das Baugeschehen zudem kurzfristig einschränken.

Ein klarer Einschnitt ist bei Temperaturen um null Grad festzuhalten. Bei gefrorenem Boden sind Erdarbeiten auszusetzen.

Auch können bei starken Regenereignissen Asphaltarbeiten und insbesondere Markierungsarbeiten nicht durchgeführt werden.