Mobile Sichtschutzwände gegen Schaulustige

Foto: Aufgebaute Sichtschutzwand

Nordrhein-Westfalen setzt auf mobile Sichtschutzwände gegen so genannte "Gaffer" bei Unfällen auf Autobahnen. NRW hat die blickdichten Elemente als erstes Bundesland flächendeckend eingeführt. Die grünen Wände sollen helfen, Staus und Nachfolge-Unfälle zu vermeiden. Schaulustige oder Autofahrer, die sich reflexartig vom Geschehen auf der Gegenfahrbahn ablenken lassen, bekommen nichts mehr zu sehen.

Wählen Sie aus, welcher Aspekt Sie interessiert:

Wie es geht:

  • Eine Rettungsgasse muss vorausschauend gebildet werden, nicht erst dann, wenn der Verkehr still steht oder das Einsatzfahrzeug schon direkt hinter Ihnen steht.
  • Bei zwei Fahrspuren wird die Rettungsgasse in der Mitte der Richtungsfahrbahn gebildet. Fahrer auf der rechten Fahrspur fahren ihre Pkw möglichst parallel zur Fahrbahn an den rechten Fahrbahnrand; jene auf der linken Fahrspur entsprechend an den linken Fahrbahnrand.
  • Bei einer höheren Anzahl an Spuren wird die Rettungsgasse bei drei oder mehr Fahrstreifen zwischen dem äußerst linken und dem direkt danebenliegenden Fahrstreifen gebildet.
  • Der Seitenstreifen/Standstreifen darf dabei nicht mitbenutzt werden, da der Streifen „nicht Bestandteil der Fahrbahn“ ist.
  • Aufgelöst wird die Rettungsgasse, sobald eindeutig erkennbar ist, dass der Verkehr wieder flüssig in Bewegung gerät und mit keinem weiteren Stillstand zu rechnen ist.

Was Sie wissen sollten:

  • Grundsätzlich darf eine Rettungsgasse nur von Polizei- und Hilfsfahrzeugen befahren werden. Hierzu zählen der Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Krankenwagen, Arzt-, und Abschleppfahrzeuge.
  • Die Rettungsgasse ist auch für Betriebsdienst-/Meistereifahrzeuge wichtig. Die Meistereien bauen Sichtschutzwände auf, unterstützen die Rettungskräfte, reinigen den Unfallort und sorgen so dafür, dass der Verkehr so schnell wie möglich wieder rollen kann.
  • Das Bilden einer Rettungsgasse ist gesetzlich vorgeschrieben. Verkehrsteilnehmern, die keine Rettungsgasse bilden, droht laut Straßenverkehrs-Ordnung ein Bußgeld. Auch Fahrverbote sind möglich.

Weitere Informationen

Quelle: Deutsche Verkehrswacht e.V./Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen