Straßen mit Geschichte Unterwegs auf den Spuren der Vergangenheit

In Nordrhein-Westfalen zeugen einige historische Straßen und Wege von einer bewegten Geschichte. Begeben Sie sich auf die Spuren der Vergangenheit und entdecken geschichtsträchtige Orte, Sehenswürdigkeiten und industrielle Errungenschaften der Region.

Via Romana

Die Via Romana war für die Römer eine der wichtigsten Heeres- und Handelsstraße – als „Limesstraße“ hat sie römische Siedlungen und Kastelle miteinander verbunden. Sie kann heute sowohl mit dem Fahrrad, als auch mit dem Auto erkundet werden.

Gotisches Rathaus Kalkar

Auf der Route warten viele interessante Sehenswürdigkeiten, bei denen sich ein Zwischenstopp lohnt. Im Archäologiepark in Xanten befindet sich das römische Museum, hier gibt es auch die eindrucksvolle Ausgrabung eines römischen Thermalbades zu bestaunen. In Kalkar können Sie die Nicolaikirche mit ihren weltberühmten Altären besichtigen und im Schloss Moyland in Bedburg-Hau ein Museum besuchen, das eng mit dem Künstler Joseph Beuys verbunden ist. Einen Abstecher wert sind auch die historischen Orte Kranenburg und Kleve sowie die älteste Stadt der Niederlande: Nimwegen.

Mühlenturm Kranenburg

Der Radfernweg erstreckt sich über rund 260 Kilometer und lässt sich zwischen den Endpunkten Nijmegen bzw. Nimwegen und Xanten in überschaubare Teilstrecken untergliedern. Er führt vor allem durch den Niederrhein mit einer abwechslungsreichen Landschaft und vielen archäologischen sowie kulturellen Entdeckungsmöglichkeiten entlang der Route.

Auf den Spuren der Römer

Route der Industriekultur

Hier handelt es sich nicht um eine Strecke im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr um ein Netz aus kulturellen und historischen Orten, an denen Besucher*innen die industrielle Entwicklung des Ruhrgebiets hautnah erleben können.

Ausgangspunkt ist das UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen, von hier aus gibt es viel zu entdecken: der Zechenpark Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort, der Innenhafen von Duisburg als größter Binnenhafen der Welt, der Landschaftspark Duisburg-Nord, die Zeche Ewald in Herten, die Jahrhunderthalle und das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum, die Zeche Nachtigall in Witten und die Zeche Zollern in Dortmund sowie das Freilichtmuseum in Hagen.

Insgesamt gibt es 27 dieser „Ankerpunkte“. Sie bilden das Kernnetz der Route Industriekultur. Hinzu kommen über das Jahr verteilt viele Events und Veranstaltungen, die vor dem Hintergrund der imposanten industriellen Architektur stattfinden.

Die Route der Industriekultur lässt sich besonders gut mit dem Fahrrad entdecken – sie ist eingebettet in das 1.200 Kilometer lange Radwegenetz radrevier.ruhr.

Kennen Sie eine weitere Straße mit Geschichte?

Sie kennen eine Straße oder Weg in Nordrhein-Westfalen, die einen spannenden historischen Hintergrund hat und dazu einlädt, sich auf die Fährte der Kultur und Geschichte NRWs zu begeben?