Schwerlastroute Südwestfalen

Die Region Siegen ist wirtschaftlich stark geprägt von der metallverarbeitenden Industrie sowie von Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Branchen also, die auf Schwertransporte angewiesen sind. Normalerweise würde ihr Weg über die A45 führen, doch auf der "Sauerlandlinie" müssen in den kommenden Jahren viele Brücken erneuert und ausgebaut werden. Das NRW-Verkehrsministerium hat deshalb im Frühjahr 2013 die Projektgruppe "Großraum- und Schwertransporte" ins Leben gerufen.

Dieses Expertengremium hat zwei Ausweichrouten für Schwertransporte erarbeitet. Die beiden Strecken umfahren zum einen die A45 und führen zum anderen zu den wichtigen Binnenhäfen in Duisburg und Gelsenkirchen. Von dort aus können die schweren Güter dann ihre Reise per Schiff fortsetzen. Zur Projektgruppe "Großraum- und Schwertransporte" gehört nicht nur die Verwaltungsseite, die entsprechende Transporte genehmigen und überwachen muss. Auch Wirtschaftsverbände und Speditionen sitzen mit am Tisch. Ihre Erfahrungen und Streckenkenntnisse aus der Praxis bilden die maßgebliche Grundlage für die Planung der beiden Ausweichrouten.

Die beiden Routen sind bereits heute grundsätzlich für Transporte bis rund 200 Tonnen Gesamtgewicht und damit für über 90 Prozent aller beantragten Transporte nutzbar, gegebenenfalls mit Umfahrung einzelner Brücken. Ziel ist es nun, die Befahrbarkeit der Schwerlastrouten sukzessive auf Transporte bis 299 Tonnen Gesamtgewicht zu erhöhen und so eine deutlich bessere Qualität für die Schwerlastroute aus dem Raum Siegen zu den Binnenhäfen Duisburg und Gelsenkirchen bereitzustellen.

Vor dem Hintergrund, dass nicht alle erforderlichen Baumaßnahmen ohne ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden können, ist mit einer vollständigen Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen erst ab 2025 zu rechnen.

Zum Download

Die Streckenverläufe der Schwerlastroute sind in folgender Kartendarstellung abrufbar: