LKW-Stellplätze an Autobahnen

LKW-Fahrer brauchen Parkraum, um die gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen und Ruhezeiten einzuhalten. Derzeit gibt es rund ca. 6345 ausgewiesene LKW-Parkstände auf den bewirtschafteten und unbewirtschafteten Rastanlagen in NRW (Stand: August 2017).

Der Bund hat die Haushaltsmittel für den Bau von Rastanlagen in den letzten Jahren erheblich aufgestockt und stellt den Ländern zu diesem Zweck in der laufenden Legislaturperiode (2013-2017) über 500 Millionen Euro zur Verfügung.

Derzeit (Stand: August 2017) befinden sich in Nordrhein-Westfalen 453 neue LKW-Parkstände in Bau. 489 LKW-Parkstände sollen im Laufe des Jahres 2017 zusätzlich neu in Bau gehen. Rund 400 Parkstände sollen 2017 für den Verkehr freigegeben werden. Weitere Parkstände sind in Planung. Laut noch aktueller Prognose fehlen bis 2025 in NRW rund 4.000 LKW-Parkstände.

Hintergrund

Vor dem Hintergrund des weiter zunehmenden Straßengüterverkehrs und verschärfter EU-Sozialvorschriften für Lenk- und Ruhezeiten hatte sich der Bund seit 2007 verstärkt diesem Problem zugewandt. Durch die EU-Osterweiterung ist das Straßengüterverkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren auf deutschen Autobahnen, insbesondere auch auf Autobahnen in NRW, stark gestiegen. Der Ausbau des Autobahnnetzes und der Rastanlagen an Autobahnen konnte mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten. Viele Rastanlagen an Autobahnen, aber auch Autohöfe und anliegende Gewerbegebiete entlang der Autobahnen, sind überlastet.

Kosten

Die Baukosten pro LKW-Stellplatz auf Rastanlagen an Bundesautobahnen liegen zwischen 30.000 bis 50.000 Euro. Darin sind unter anderem Erdbau, Oberbau (die gesamte Verkehrsanlage betreffend), Entwässerung, Verkehrsinseln, Grünflächen sowie Wälle zum Schutz der Anwohner enthalten.