Landesstraße 1: Neubau der Kanalbrücke bei Hünxe

Bild: Behelfsbrücke

Seit dem 1. Dezember 2011 ist die Behelfsbrücke über den Wesel-Datteln-Kanal für den Verkehr freigegeben. Bis zur Fertigstellung der neuen Brücke ist damit die Verbindung zwischen Krudenburg und Hünxe wieder hergestellt. Das Bauwerk bietet zwei Fahrspuren für den Personen- und Lastkraftverkehr sowie einen getrennten Rad-/Gehweg.

Wartung und Prüfung der Behelfsbrücke

Die Behelfsbrücke muss während der Einsatzzeit regelmäßig gewartet und geprüft werden. Prüfung und Wartung sind jeweils im Halbjahres Rhythmus vorgesehen. Als Kontrolle der Wartung wird kurzfristig nachfolgend die Prüfung der Behelfsbrücke durchgeführt.

Die Wartungen und Prüfungen finden so statt, dass die L1 auf der Brücke je nach Wartungsfortschritt halbseitig gesperrt wird, um dem Wartungspersonal ein gefahrloses Arbeiten zu ermöglichen. Am Folgetag erfolgen die Arbeiten vom Wesel-Datteln-Kanal aus, der Verkehr auf der L1 wird hierdurch nicht eingeschränkt.

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Bild: Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal

Am dritten Juniwochenende 2011 wurde die Brücke der Landesstraße 1 (Dinslakener Straße) über den Wesel-Datteln-Kanal zwischen Krudenburg und Hünxe abgerissen. Die Brücke war zwischen März und Juni 2011 gesperrt, weil in dem Bauwerk eine Stahlsorte aus den sechziger Jahren verarbeitet war, die nach jüngsten Erkenntnissen spontan und ohne Vorankündigung reißen kann und somit die Brücke einsturzgefährdet war. Um ein Sicherheitsrisiko auszuschließen, wurde die Brücke abgerissen.

Bei der Brücke handelte es sich um eine Spannbetonbrücke aus dem Jahre 1962.

Bild: Abriss der alten Kanalbrücke

Einzelne Produktionsmengen des damals im Beton eingebauten Spannstahls ("Sigma-Stahl") werden heute als spannungsrisskorrosions-gefährdet eingestuft. Das heißt, der Spannstahl kann in einem korrosionsfördernden Milieu unter Zugbeanspruchung plötzlich reißen.