Verlegung der B64/B83 zwischen Brakel/Hembsen und Höxter

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift plant die Verlegung der B64 und der B83 zwischen Brakel/Hembsen und Höxter. Die Länge der Neubaustrecke im Zuge der B64 n beträgt rund 12,9 Kilometer, die der B83n beträgt 2,8 Kilometer.

Insgesamt wird bei Realisierung aller drei Abschnitte eine deutlich bessere Anbindung des Weserraumes an das übergeordnete Verkehrsnetz erfolgen. Die Reisezeiten werden sich verringern und gleichzeitig wird durch den sogenannten "2+1-Querschnitt" mit alternierenden Überholmöglichkeiten die Verkehrssicherheit erhöht. Neben diesen Aspekten und auch als Beitrag für die Steigerung der Attraktivität des Raumes sind die Maßnahmen weiterhin im Vordringlichen Bedarf des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen aufgenommen.

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1. Planungsabschnitt
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Der erste von drei Planungsabschnitten umfasst den 4,8 Kilometer langen Neubau der B64 und der B83 von Höxter/Godelheim bis Höxter. Er beginnt etwa 900 Meter südwestlich der Ortsdurchfahrt von Godelheim, wo die B64n über die B83n an die vorhandene B64 angebunden wird. Der Streckenabschnitt endet etwa 880 Meter nördlich der heutigen Kreuzung mit der Bahnstrecke. Die Ortschaft Godelheim wird über den auszubauenden "Bruchweg" und einen Auffahrtsarm an die B64n angeschlossen. Die Trasse der B64n verläuft im Randbereich des Flora-Fauna-Habitats "Grundlose-Taubenborn" und durch das Überschwemmungsgebiet der Weser. Die B64n ist hochwasserfrei geplant, Wasserschutzgebiete werden nicht betroffen.

Neben dem Neubau der B64n sind der Ausbau des "Langenbergweges" und des "Bruchweges" sowie der Neubau eines Wirtschaftsweges als Verbindung zwischen der "Friedhofstraße" und dem "Bruchweg" geplant.

Die neu gebaute B64 soll eine Fahrbahnbreite von 12,5 Meter erhalten. Um die Ortslage Godelheim vor Lärm zu schützen, sind am östlichen Fahrbahnrand der B64n eine 860 Meter lange Lärmschutzwand sowie eine Gradientenmodifikation im Bereich der Ortslage von Godelheim vorgesehen.

Die Verkehrsbelastung der B64 beträgt nach der Verkehrszählung von 2015 12.832 Kraftfahrzeuge pro Tag zwischen Godelheim und Höxter. Für das Jahr 2025 ist sind 14.180 Kraftfahrzeuge pro Tag für den Bereich zwischen dem Anschluss der B 83 und der Anschlussstelle Bruchweg prognostoziert. Für den Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Bruchweg bis zum Bauende wird eine Verkehrsbelastung von 14.345 Kraftfahrzeuge täglich erwartet.

Das Planfeststellungsverfahren

Dieser Planungsabschnitt befindet sich im Planfeststellungsverfahren. Aufgrund der im Rahmen des Anhörungsverfahrens eingegangenen Stellungnahmen wurde ein Deckblatt „A“ zur Planung erforderlich. Die Inhalte des Deckblatts wurden der Öffentlichkeit am 17. April 2018 in Godelheim vorgestellt. Die Niederschrift hierzu ist auf der Seite Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung zu finden.

Die Planfeststellungsbehörde wird die zur Planfeststellung gehörende öffentliche Auslage der Planunterlagen in den Gemeinden Höxter und Beverungen organisieren und bekanntgeben. Unter Berücksichtigung der Einwendungsfrist besteht die Möglichkeit, Bedenken, Hinweise und Anregungen zum Inhalt des Deckblatts als schriftliche Stellungnahme einzureichen. Informationen der Bezirksregierung Detmold erhalten Sie hier.

Mehr über Planfeststellungsverfahren und die Beteiligung von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange können Sie den Seiten Von der Planung zum Bau entnehmen.

YouTube-Video: Simulierter Überflug über die Neubautrasse

Das Video zeigt eine computeranimierte Kamerafahrt entlang der geplanten Neubautrasse für die B 64 und B 83 von Höxter/Godelheim bis Höxter und berücksichtigt die Inhalte des Deckblatts „A“ (Animation: Ingenieurbüro Sabine Wiederer).

2. Planungsabschnitt
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Der zweite Planungsabschnitt umfasst den etwa 2,4 Kilometer langen Neubau der B64 ebenfalls in Parallellage zur Bahn-Strecke. Er beginnt etwa 500 Meter nordwestlich der Ortsdurchfahrt von Ottbergen und endet etwa 900 Meter südwestlich der Ortsdurchfahrt von Godelheim, wo er an den 1. Planungsabschnitt anschließt.

Neben dem Neubau der B64 ist auch der Neubau der B 83 auf 2,48 Kilometer Länge Gegenstand der Planung. Der Neubauabschnitt beginnt nördlich der Ortschaft Wehrden am Ende der bereits fertig gestellten Ortsumgehung Blankenau. Die B83n verläuft in nordwestliche Richtung und quert zunächst die Bahnstrecke 2975 Ottbergen - Northeim. Anschließend wird das Nethetal und das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet "Nethe" in Dammlage gequert. Die B 83n endet westlich der Ortschaft Godelheim mit Anschluss an die vorhandene B64. Der weiterführende Anschluss bis zur B64n ist Gegenstand des 1. Planungsabschnitts. Wie die Ortsumgehung Blankenau ist auch dieser Streckenabschnitt 2-streifig mit einer Fahrbahnbreite von 8 Meter geplant.

Das untergeordnete Straßen- und Wirtschaftswegenetz wird angepasst und teilweise neu geordnet.

Als Hochwasserschutzmaßnahme erhält die Nethebrücke eine lichte Weite von circa 30 Metern, wird eine 9 Meter breite Flutbrücke erstellt sowie ein 10.100 Kubikmeter großer Ersatzretentionsraum geschaffen. Lärmschutzmaßnahmen werden nicht erforderlich, da keine Überschreitungen der Grenzwerte erfolgen.

Für das Prognosejahr 2025 ist für diesen Abschnitt für die B64n eine Verkehrsbelastung von 6.991 Kraftfahrzeuge und für die B83n von 9.385 Kraftfahrzeuge täglich zu erwarten.

Das Planfeststellungsverfahren

Auch dieser Planungsabschnitt befindet sich im Planfeststellungsverfahren. Die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgte am 20. August 2015 in Amelunxen. Die Niederschrift hierzu ist auf der Seite Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung zu finden.

Die zur Planfeststellung gehörende öffentliche Auslage der Planunterlagen erfolgte vom 31. August 2016 bis einschließlich 30. September 2016 bei den Städten Höxter und Beverungen. Die Einwendungsfrist für private Einwender endete am 14. Oktober 2016.

Die Bezirksregierung Detmold hat die dort eingegangenen Einwendungen sowie die Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange an die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift, Standort Paderborn, übergeben. Die letzte Stellungnahme ist im Juli 2017 eingegangen. Die Einwendungen und Stellungnahmen sind derzeit zur Erstellung der Gegenäußerungen der Straßenbauverwaltung in Bearbeitung. Nach Fertigstellung werden die jeweiligen Unterlagen an die Bezirksregierung Detmold zurückgegeben. Dort wird nach Sichtung der Einwendungen und zugehörigen Stellungnahmen über die Durchführung eines Erörterungstermins entschieden. Informationen der Bezirksregierung Detmold finden Sie hier.

Mehr über Planfeststellungsverfahren und die Beteiligung von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange kann den Seiten Von der Planung zum Bau entnommen werden.

3. Planungsabschnitt
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Der dritte Abschnitt der B64 von Brakel/Hembsen bis Höxter/Ottbergen ist 5,3 Kilometer lang und verläuft bahnparallel auf der nord-westlichen Seite der vorhandenen Bahnstrecke. Der Neubau beginnt ca. 600 Meter westlich der vorhandenen Überführung der DB-Strecke „Langenland-Holzminden“ im Bereich der Einmündung K50/B64. Der Planungsabschnitt endet circa 550 Meter östlich der vorhandenen Unterführung der DB-Strecke „Langeland-Holzminden“ am Ortsausgang von Ottbergen in Richtung Höxter. Um die Ortslage Ottbergen vor Lärm zu schützen, sind auf der nördlichen sowie auf der südlichen Seite der B64 Lärmschutzwände vorgesehen. Das untergeordnete Straßen- und Wirtschaftswegenetz wird angepasst und teilweise neu geordnet. Durch den Neubau der B64 entfallen in diesem Streckenabschnitt zukünftig zwei beschrankte Bahnübergänge.

Für diesen Abschnitt wird momentan der sogenannte Vorentwurf aufgestellt. Die Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgte am 19. April 2018 in Ottbergen. Die Niederschrift hierzu ist auf der Seite Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung zu finden.

YouTube-Video: Simulierter Überflug über die Neubautrasse

Das Video zeigt eine computeranimierte Kamerafahrt entlang der geplanten Neubautrasse für die B64 von Brakel/Hembsen bis Höxter/Ottbergen (Animation: Ingenieurbüro Sabine Wiederer).