Die Leverkusener Rheinbrücke

Die Leverkusener Rheinbrücke steht im Fokus des ersten Planungsabschnitts von A-bei-LEV. Am 10. November 2016 hat die Bezirksregierung Köln den Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Brücke erlassen. Somit kann Straßen.NRW mit den Bauvorbereitungen starten, um die alte Brücke so schnell wie möglich durch einen Neubau ersetzen zu können.

Aktuelle Informationen

Neue Ausgabe der DIALOG und Erklärfilm zum Bau des Regenklärbeckens unter der A59

18. Dezember 2017. Die neue Ausgabe unserer Bürgerzeitung DIALOG liegt druckfrisch vor. Sie wird in dieser Woche wie gewohnt an mehr als 32.000 Haushalte im Leverkusener und Kölner Stadtgebiet in unmittelbarer Nähe zu den Autobahnen A1 und A3 verteilt. Schwerpunktthemen sind diesmal der Baubeginn und der Zeitablauf für den Bau der neuen Rheinbrücke, den wir letzte Woche mit dem feierlichen 1. Spatenstich offiziell begonnen haben. Hier finden Sie die neue DIALOG zum Download.

Weiterhin ist seit heute der neuen Film zum Bau des Regenklärbeckens N2 verfügbar. Hier wird erklärt, wie genau und unter welchen Schutzmaßnahmen die Arbeiten in der Dhünnaue stattfinden. Die Erdarbeiten für das Becken beginnen im Januar 2018. Bereits seit November wird hier die Baustellenverkehrsführung vorbereitet.

Alle Informationen zum Bau des Regenklärbeckens erhalten Sie auf dieser Seite.

Spatenstich für Leverkusener Rheinbrücke

14. Dezember 2017. Mit dem ersten Spatenstich haben heute die Arbeiten für den Neubau der A1-Rheinbrücke bei Leverkusen begonnen. Vertreter von Bund, Land und den betroffenen Städten gaben den Startschuss für den Neubau, für den seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Oktober Baurecht besteht. Neben der Brücke gehören zu dem ersten 4,5 Kilometer langen Bauabschnitt auch der Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen-West und der Ausbau der A1 auf acht Fahrspuren.

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Animierter Überflug über die neue Rheinbrücke in Leverkusen

Präsentation zum Bau des Regenklärbeckens N2 unter der A59

Weitere Informationen zum Bau des Regenklärbeckens erhalten Sie auf dieser Seite.

Präsentation zum Bau der Rheinbrücke Leverkusen mit Eingriff in die Dhünnaue

Lärmschutz wird durch Neubau der Rheinbrücke erheblich verbessert

Mit dem Neubau der Leverkusener Rheinbrücke wird auch der Lärmschutz rund um den ersten Bauabschnitt erheblich verbessert. Durch Einsatz von Flüsterasphalt und andere Maßnahmen kann der Verkehrslärm um bis zu 10 Dezibel reduziert werden, das entspricht einer Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke. Wie wird dies jedoch erreicht?

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Sicherungskonzept zum Eingriff in die Altablagerung Dhünnaue

Sie war in den vergangenen Wochen oft in den Medien und hat für eine ganze Menge Unruhe gesorgt: die Altablagerung Dhünnaue. Die ehemalige Kippstelle der Bayer AG und der Stadt Leverkusen grenzt unmittelbar an die Autobahnen A 1 und A 59 und ist somit vom Neubau der Leverkusener Rheinbrücke betroffen. Alles zum Sicherungskonzept für die notwendigen Brückenbauarbeiten erfahren Sie hier.

Die Belastungsgrenzen sind erreicht

Computersimulation der neuen Rheinbrücke

Mit zwei Fahrspuren plus Standstreifen war die Leverkusener Rheinbrücke in den 1960er-Jahren ein zukunftsweisendes Stück Infrastruktur. Einst konzipiert für 40.000 Kraftfahrzeuge pro Tag, hat die Brücke heute mit über 120.000 Fahrzeugen täglich – darunter 14.000 Lkw – ihre Belastungsgrenzen erreicht. Seit 2012 attestieren Fachleute der Brücke einen „kritischen Bauwerkzustand“: Mit Rissen in der Tragwerkskonstruktion waren erstmalig Schäden festgestellt worden, die kurzfristig dazu führen können, dass Stand- und Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben sind. Polizei und Straßenbauverwaltung reagierten sofort mit verschiedenen Maßnahmen wie Gewichts- und Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Das allein reicht aber nicht: Gutachter empfahlen bereits vor vier Jahren den Neubau des Bauwerks - und zwar so schnell wie möglich. Auch die 2013 entdeckten Schäden in den Seilkammern, die von einer Spezialfirma überwacht werden, sind ein Anzeichen dafür, dass das Brückenbauwerk nicht mehr zu erhalten und der Neubau unabwendbar ist.

Neubau statt Sanierung

Im Rahmen der laufenden Beobachtung wurden u. a. massive Schäden in den wichtigen Seilkammern der Brücke festgestellt. Ein Neubau ist deshalb laut Gutachten unerlässlich. Die durch den Planfeststellungsbeschluss festgelegte Variante sieht einen zweigeteilten Neubau der Brücke vor. Für die beiden nebeneinander stehenden Bauten sind jeweils bis zu sechs Fahrstreifen sowie ein Standstreifen geplant. Das soll sicherstellen, dass die Brücke auch für künftige Verkehrsbelastungen gerüstet ist. Der erste Teil des Neubaus wird nördlich direkt neben der jetzigen Brücke entstehen. Nach Fertigstellung fließt der Verkehr dann über den Neubau. Im Anschluss wird die alte Rheinbrücke abgerissen, bevor es an den Bau der zweiten Brücke geht, die an derselben Stelle entsteht. Auf diese Weise wird der Verkehrsfluss während der gesamten Bauzeit sichergestellt.

Neben der Frage, wie der Bau unter laufendem Verkehr erfolgen kann, sind in die Planung viele weitere Überlegungen eingeflossen. So ist einer der ausschlaggebenden Faktoren der Verkehrswert. Das bedeutet, es muss so gebaut werden, dass die neue Brücke wieder jedem Verkehrsteilnehmer zur Verfügung steht und die Menschen wie zuvor auf ihren gewohnten Wegen ans Fahrtziel gelangen. Weitere Kriterien waren die Kosten und eine schnelle Realisierbarkeit. Im Rahmen der Abwägung hat Straßen.NRW noch zahlreiche andere Aspekte berücksichtigt. So wird die bauliche Lösung weder in die vorhandene Wohnbebauung noch in die gewerbliche und betriebliche Nutzung eingreifen. Außerdem galt es, das vorhandene Verkehrswegenetz zu erhalten sowie Mensch und Natur möglichst wenig zu belasten.

Fahrstreifen

Bisher hat die Rheinbrücke sechs Fahrstreifen – für das heutige Verkehrsaufkommen ist das zu wenig. Der Ausbau auf acht Fahrstreifen ist notwendig, um eine dauerhaft höhere Kapazität zu schaffen. Weiterhin werden die Ein- und Ausfahrten auf beiden Rheinseiten, also sowohl im Kreuz Leverkusen-West als auch in Köln-Niehl, zweispurig auf die bzw. von der Brücke heruntergeführt. Durch diese Verflechtungsstrecken ergibt sich die höhere Spurenzahl. Dazu kommt je ein 3,25 Meter breiter Rad- und Fußweg auf beiden Seiten.

Die Bauarbeiten beginnen

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 11. Oktober 2017 bestätigt, dass die Planungen zur neuen Rheinbrücke rechtens sind. Die Haupt-Baumaßnahmen können nun also zügig begonnen werden.

Die einzelnen Baulose wurden bereits im Sommer 2017 ausgeschrieben und sind mittlerweile beauftragt. Schon im Frühjahr 2017 hat Straßen.NRW mit ersten Vorarbeiten begonnen. So wurden z. B. im Raum Leverkusen und Köln-Merkenich diverse Leitungen verlegt. Diese Arbeiten wurden größtenteils Ende 2017 abgeschlossen. Über die nächsten Schritte und den weiteren Bauablauf können Sie sich auf der Seite Baufortschritt informieren.

Sperranlage für Lkw - Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen

Bis zur Eröffnung der neuen Rheinbrücke der Autobahn 1 bei Leverkusen darf kein schweres Fahrzeug mehr über die schadhafte alte Brücke fahren. Um das zu gewährleisten, ist vor der Brücke auf den Zulaufstrecken eine Sperranlage errichtet worden, die das Gewicht misst, zu schwere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen notfalls mit einer Ampel- und Schrankenanlage an der Weiterfahrt hindert und noch vor der Brücke von der Autobahn ableitet. Mehr erfahren ...

Download des mehrsprachigen Flyers zur Schrankenanlage und Gewichtsbeschränkung auf der Rheinbrücke

Die Baugrunduntersuchungen

Eine nachhaltige Infrastruktur braucht eine sichere Basis, auf der Fundamente, Trassen und Zufahrten entstehen. Deshalb hat Straßen.NRW vor Beginn der Baumaßnahmen den Baugrund untersuchen lassen. Auf Basis der Ergebnisse des Vorentwurfs konnten die Erkundungsbohrungen, insbesondere in der belasteten Dhünnaue, zielgerichtet zum Abschluss gebracht und anschließend das Erdreich an genau denjenigen Stellen untersucht werden, an denen die Spezialisten von Straßen.NRW später die Grundpfeiler einlassen.

Anfang 2014 nahm das geotechnische Büro seine Arbeit auf und führte unter strengen Sicherheitsauflagen Erkundungsbohrungen durch. Die vor Ort stationierte Bauaufsicht entnahm dabei Proben für Laboruntersuchungen. Das überschüssige Bohrgut wurde in geschlossenen Containern zur nahe gelegenen Deponie Bürrig transportiert, dort analysiert und entsorgt.

Grafik: Schritte zur Entsorgung

Die bisherigen Ergebnisse bestätigten das weitgehend bekannte Bild über den Untergrundaufbau. Im Bereich der Straßen ist das Erdreich nicht belastet. Nur unter der A 59 sind geringe Restabfalllagen verblieben. Außerhalb der Straßenverläufe sind die Ablagerungen unmittelbar unterhalb der Oberflächenabdichtung gering belastet. Erst in mehreren Metern Tiefe steigen die Belastungen der Abfälle an. Es wurden jedoch keine Substanzen identifiziert, die nicht bereits aus älteren Untersuchungen bekannt waren. Auch die Schadstoffkonzentration bewegte sich in bekannten Größenordnungen.

Entwirrung des Spaghetti-Knotens

Breitere Fahrstreifen, größere Kurvenradien – aber wenig Platz: Das Kreuz Leverkusen-West fordert die Planer im besonderen Maße heraus. Das Autobahnkreuz umzubauen, ohne auch nur eine Auf- und Abfahrt zu kappen – das war der ursprüngliche Plan von Straßen.NRW. Doch so einfach lässt sich der Spaghetti-Knoten nicht entwirren. Der Ansatz, die neuen Rampen immer unmittelbar neben den bestehenden zu errichten, musste verworfen werden.

Hierfür gibt es mehrere Gründe. Einer ist die Tatsache, dass der Platz an einzelnen Punkten schlichtweg nicht ausreicht. So kollidieren die Planungen für die neue Rampe von der A 1 auf die A 59, die ursprünglich nördlich neben dem bestehenden Bauwerk errichtet werden sollte, mit der wichtigen Zufahrt zum Entsorgungszentrum des Chempark-Betreibers Currenta. Sie wird nun in südlicher Lage gebaut. Dies hat Auswirkungen auf das Rampenbauwerk von Köln kommend in Richtung Leverkusen-Zentrum bzw. Richtung A 59. Dieses Bauwerk muss nun an gleicher Stelle neu errichtet werden.

Der Landesbetrieb beabsichtigt, eine Behelfsstraße für diesen Zeitraum einzurichten – sie führt den Verkehr von der A 1 aus Koblenz direkt auf den Westring in Richtung Kreisverkehr und Rhein- Allee. Des Weiteren wird Straßen.NRW größere, dauerhafte Eingriffe in das Überschwemmungsgebiet des Rheins sowie in die Deponie Bürrig vermeiden. Demnach wird die A 1-Abfahrt in Richtung Leverkusener Zentrum nicht, wie anfangs geplant, seitlich versetzt, sondern in gleicher Lage errichtet.

Zum Ausbau der A3 zwischen den Anschlussstellen Leverkusen-Zentrum und Leverkusen-Opladen

Zum Ausbau der A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen