A59: Ausbau zwischen Köln-Porz und Bonn-Nordost

Die A59 im südlichen NRW stellt eine wichtige regionale Verkehrsachse zwischen der Stadt Köln und der Gesamtregion Bonn/Rhein-Sieg-Kreis dar. Durch die hohe und wachsende Einwohnerdichte in der Region, die Anbindung des Flughafens Köln/Bonn, die vielfältigen Gewerbe- und Industrieansiedlungen im unmittelbaren Bereich und den hohen Anteil an durchgehendem Fernverkehr ist der gesamte Streckenabschnitt zwischen Köln-Porz und Bonn verkehrlich als sehr stark belastet anzusehen. Der Ausbau der A59 zwischen dem Autobahndreieck Köln-Porz und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost ist in dem aktuell gültigen Bedarfsplan für Bundesfernstraßen aus dem Jahr 2016 als „vordringlicher Bedarf - Engpassbeseitigung“ ausgewiesen. Im Rahmen einer vierstufigen Priorisierung von Straßenbauprojekten stellt dies die höchste Kategorie dar.

Die A59 wurde in den 1960er Jahren zwischen Köln und Bonn als Ersatz für die B8 gebaut. Seit der Freigabe 1970 nahm der Verkehr auf der vierspurigen Straße stetig zu. In einigen Abschnitten wie zwischen den Anschlussstellen Wahn und Flughafen oder den Autobahndreiecken Sankt Augustin-West und Bonn-Nordost wurden durch Ummarkierung und damit dem Wegfall der Standstreifen drei Fahrstreifen geschaffen, um dem hohen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Die Autobahn soll nun auf ihrem gesamten 23 Kilometer langen Verlauf (bis zum Autobahnkreuz Bonn-Ost) mindestens sechs Fahrstreifen inkl. Standstreifen bekommen.

Besondere Herausforderungen

Besondere Herausforderungen beim Ausbau der A59 sind die teilweise dichten Bebauungen entlang der Strecke, die vielfältigen Versorgungsleitungen (Pipelines und Hochspannungsleitungen) sowie die Querung eines Naturschutzgebietes.

Die einzelnen Abschnitte

Der Ausbau der A59 zwischen dem Autobahndreieck Köln-Porz und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost wird in vier Abschnitten geplant:

Abschnitt 1: Autobahndreieck Köln-Porz bis Anschlussstelle Flughafen Köln-Bonn

Dieser Abschnitt ist planerisch am weitesten vorbereitet. Zurzeit befindet sich der etwa drei Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Köln-Porz und der Anschlussstelle Flughafen Köln-Bonn im Planfeststellungsverfahren. [mehr...]

Abschnitt 2: Anschlussstelle Flughafen Köln-Bonn bis Tank-& Rastanlage Liburer Heide

Der 6,4 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Flughafen Köln/Bonn und Lind soll ebenfalls sechs Fahrstreifen erhalten. In Richtung Oberhausen ist zwischen den Anschlussstellen Wahn und Flughafen Köln/Bonn auf Grund der hohen Verkehrsbelastung eine durchgehende Verflechtungsspur als vierte Spur vorgesehen. [mehr...]

Abschnitt 3: Tank-& Rastanlage Liburer Heide bis Autobahndreieck Sankt Augustin-West

Der 5,7 Kilometer lange Abschnitt zwischen der neuen Tank- und Rastanlage "Liburer Heide" und dem Autobahndreieck Sankt Augustin-West soll ebenfalls sechs Fahrstreifen erhalten. [mehr...]

Abschnitt 4: Autobahndreieck Sankt Augustin-West bis Autobahndreieck Bonn-Nordost

In diesem Abschnitt der A59 sind die Planungen soweit vorbereitet, dass sie momentan im Planfeststellungsverfahren geprüft werden. Die etwa 3,2 Kilometer lange Strecke soll von derzeit sechs auf acht Fahrstreifen zuzüglich Standstreifen erweitert werden. [mehr...]