A57-Brücke bei Dormagen-Nievenheim

Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld hat eine neue Autobahnbrücke an der A57 bei Dormagen-Nievenheim gebaut. Die neue Brücke ist bereits für den geplanten sechsstreifigen Ausbau der A57 ausgelegt.

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Die Bauphasen
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Ende 2013 begannen die Vorbereitungen für den Bau der neuen Autobahnbrücke. Im März 2014 wurde zunächst mit der Erstellung einer weiteren Behelfsbrücke als Bypass begonnen. Da die Behelfsbrücke neben dem Verlauf der Autobahn liegt, musste zunächst der Straßendamm so ausgebaut werden, dass er breit genug ist für die versetzten Fahrstreifen in Fahrtrichtung Krefeld.

Mit der dritten Behelfsbrücke konnte der Verkehr der Fahrtrichtung Krefeld auf diese neue Behelfsbrücke und der Verkehr der Fahrtrichtung Köln auf den vorhandenen Behelfsüberbau Richtung Krefeld verlegt werden. So konnte die westliche Behelfsbrücke samt den alten Unterbauten abgebrochen und die neue Brückenhälfte errichtet werden.

Seit Anfang/Mitte Februar 2017 nutzte der komplette Verkehr die fertig gestellte erste Brückenhälfte mit zwei eingeengten Fahrstreifen je Richtung. Die Behelfsbrücken werden mittlerweile nicht mehr benötigt und verschoben, demontiert und wieder in das Brückenlager gebracht. Ebenfalls Anfang/Mitte Februar 2017 begann Straßen.NRW mit dem Bau der zweiten Brückenhälfte.

Komplett fertiggestellt wurde die neue Brücke Mitte Mai 2018.

Zum Hintergrund
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Im Februar 2012 zerstörte ein Brand zwei Brückenbauwerke an der A57 bei Dormagen-Nievenheim. In den Rauchwolken kam es auf der darüber gelegenen Autobahn zu einer Massenkarambolage mit einem Todesopfer und 16 teilweise schwer Verletzten. Die Polizei ging von Brandstiftung aus.

Am letzten Februarwochenende 2012 rissen die Bagger die Reste der A57-Brücke bei Dormagen-Nievenheim ab. Bis zum 4. April war die Autobahn zwischen Dormagen und Neuss-Süd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Foto Aufbau der Behelfsbrücke

Als vorübergehender Ersatz für die zerstörte Autobahnbrücke in Dormagen-Nievenheim wurden zwei sogenannte "D-Brücken" aus dem Brückenlager in Willich-Schiefbahn aufgebaut. Die Brücken wurden zunächst auf einer Rollenbahn vormontiert und später mithilfe eines zusätzlichen Vorbaus über Industriebahn und Wirtschaftsweg geschoben.

Die D-Brücke ist eine transportable, aus vormontierten Einzelbaukomponenten zusammensetzbare, Not- oder Behelfsbrücke, die sogar im Dauerbetrieb eingesetzt wird. Sie wurde 1959/60 von Krupp und MAN gemeinschaftlich entwickelt. Das "D" steht für die Dreiecke in der Tragekonstruktion.