A542: Sanierung zwischen Langenfeld und Monheim

Sie ist nur ein paar Kilometer lang, doch die A542 erfüllt mehrere wichtige Funktionen im Autobahnnetz. Zum einen erschließt sie die Stadt Langenfeld und bindet diese an die Autobahnen A3 und A59 in Richtung Köln, Leverkusen und Düsseldorf an. Zum anderen ist sie eine wichtige Umleitungs- und Entlastungsstrecke für die A1 in Leverkusen und für die A3. Da in Leverkusen der Neubau der Rheinbrücke ab 2017 geplant ist und alle Maßnahmen in der näheren Umgebung nach Möglichkeit vorher abgeschlossen werden sollen, muss die A542 vorher saniert werden, da die Autobahn in einem vergleichsweise schlechten Zustand ist. Im Zuge dieser Maßnahme werden nicht nur die Fahrbahnen saniert. Insgesamt 6 Brückenbauwerke werden instandgesetzt, das heißt verstärkt, neu abgedichtet usw. Bei einem Brückenbauwerk wird der Überbau komplett erneuert.

Der Bauablauf

Um die Bauzeit so gering wie möglich zu halten, wurde in Absprache mit den betroffenen Städten vereinbart, dass die Sanierung unter Sperrung jeweils einer Fahrtrichtung stattfinden wird.

Den Anfang machte die Sanierung der A542 in Fahrtrichtung Monheim für etwa 6 Monate (Phase 1). In dieser Richtung begannen die Arbeiten im April 2016 und wurden im Oktober 2016 weitestgehend abgeschlossen.

Im Anschluss geht die Sanierung in Fahrtrichtung Langenfeld weiter (Phase 2). Diese dauert länger, weil dabei auch weitere Maßnahmen mit erledigt werden.

Die Sperrung der Fahrtrichtung Langenfeld begann Anfang November 2016 und dauerte bis Ende Oktober 2017. Seitdem war diese Fahrtrichtung zumindest bis Immigrath einstreifig befahrbar.

Die Durchfahrt zur A3 ist seit dem 5. Februar 2018 wieder möglich. Wegen des anhaltend schlechten Wetters in den letzten Wochen wurden mehrere Arbeitsschritte zurückgestellt, um die Verbindungen zur A3 im Autobahndreieck Langenfeld wieder befahrbar zu machen. Diese Arbeitsschritte werden im Laufe des Jahres mit weiteren kurzzeitigen Sperrungen einzelner Abschnitte nachgeholt. Wegen Arbeiten an den Leitplanken bleibt die Fahrtrichtung Langenfeld zunächst weiterhin einstreifig. Es kann kurzfristig noch zu einzelnen Sperrungen kommen. Aktuelle Informationen finden Sie in unserem Verkehrsportal www.verkehr.nrw.de.

Die zu sanierenden Bauwerke in Immigrath und im Autobahnkreuz Monheim-Süd haben nach Beginn der Sanierung größere Schäden aufgezeigt als ursprünglich angenommen. Dadurch sind weiterhin umfangreichere Arbeiten erforderlich. Das Bauwerk Schillshecke in Monheim wird abschnittsweise komplett erneuert.

Fragen und Antworten

Warum wird immer eine Fahrtrichtung gesperrt?

Eine Sanierung ohne Verkehr auf der Strecke ist die schnellste Möglichkeit. Ähnliche Baustellen wurden bereits in den letzten Jahren erfolgreich so ausgeführt. Die Sanierungsdauer für beide Richtungen wird so voraussichtlich 17 Monate betragen. Jeder andere untersuchte Ablauf hätte eine Sperrung der Anschlussstellen auf der A542 in beiden Fahrtrichtungen erfordert oder die Sanierung hätte mindestens zwei Jahre gedauert. Dann soll aber der Neubau der Rheinbrücke bereits im vollen Gang sein, bei dem das Autobahnkreuz Leverkusen-West angepasst wird. Die vollständig sanierte A542 soll die A1, die A3 und das Autobahnkreuz Leverkusen im Zulauf zur Rheinbrücke entlasten.

Wann wird welche Richtung gesperrt?

Die Fahrtrichtung Monheim kam als Erstes an die Reihe. Für sechs Monate war die A542 dann nicht in dieser Richtung befahrbar (April bis Anfang November 2016). Diese Richtung wurde zuerst saniert, da im Anschluss auch die A3 zwischen Opladen und dem Autobahnkreuz Langenfeld saniert wird. Die A542 kann dann einen Teil des Verkehrs der A3 in Fahrtrichtung Süden aufnehmen. Als Zweites wird die Fahrtrichtung Langenfeld saniert. Hier ist ein Zeitraum von elf Monaten vorgesehen.

Die Fahrtrichtung Langenfeld wurde ab Samstag, 5.11.16, gesperrt. Die Arbeiten dort dauerten bis Ende Oktober 2017. Seitdem ist diese Fahrtrichtung zumindest bis Immigrath einstreifig befahrbar. Die Durchfahrt zur A3 ist seit dem 5. Februar 2018 wieder möglich.

Warum dauert die Sanierung einer Richtung länger?

Während der zweiten Phase wird nicht nur die zweite Fahrbahn saniert, sondern auch die Entwässerung im Mittelstreifen. Es werden dabei alle Schutzeinrichtungen und die Brücken für die Verkehrsschilder erneuert.

Warum kann nicht wie sonst üblich der Verkehr auf einer Seite konzentriert werden, während die andere Seite saniert wird?

Die A542 ist relativ schmal. Es wäre lediglich möglich, eine Spur in jede Richtung anzulegen. Damit bei Unfällen Hilfe kommen kann, müsste jedoch eine Rettungsgasse zwischen den Spuren vorhanden sein. Das hätte zur Folge, dass über den gesamten Zeitraum der Sperrung die Ausfahrten Reusrath und Immigrath wegen der fehlenden Standspuren in beiden Fahrtrichtungen gesperrt bleiben müssten. Somit wäre nur das durchgehende Befahren der A542 zwischen dem Dreieck Langenfeld und dem Kreuz Monheim möglich gewesen. Bei dieser Vorgehensweise müsste auch mit einer längeren Bauzeit gerechnet werden.

Wird es mehr Staus und Verkehrsbehinderungen geben?

Die Umleitungsstrecken werden ausschließlich über das Autobahnnetz geführt und ausgewiesen. Bei den vorgesehenen Richtungssperrungen können die Auf- und Abfahrten weiterhin genutzt werden, wenn auch nur in einer Richtung. Dadurch wird sich die Belastung für das nachgeordnete Netz in Grenzen halten. Grundsätzlich lässt sich Stau, gerade im Berufsverkehr, nur schwer vermeiden.

Mit den betroffenen Städten ist vereinbart, bei Bedarf Ampelschaltungen anzupassen und/oder auch Bedarfsampeln aufzustellen, um den Verkehrsfluss anzupassen, sollte sich die Verkehrssituation durch die Sperrungen stark verschlechtern.

Warum war die Anschlussstelle Immigrath nur eingeschränkt nutzbar?

Die zu sanierenden Bauwerke in Immigrath und im Autobahnkreuz Monheim-Süd haben nach Beginn der Sanierung größere Schäden aufgezeigt als ursprünglich angenommen. Dadurch sind weiterhin umfangreichere Arbeiten erforderlich. Der Verkehr wird auf der Gegenfahrbahn um die betroffenen Bauwerke herum geführt. In Immigrath bedeutete das aber, dass die Abfahrt nicht erreicht werden konnte. Seit Anfang April 2017 ist die Anschlussstelle Immigrath wieder zur Auf- und Abfahrt in Fahrtrichtung Monheim nutzbar. Seit Anfang Februar 2018 auch wieder in Fahrtrichtung A3/Autobahndreick Langenfeld.