A46: Instandsetzung der Rheinbrücke bei Flehe

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Foto: Die Fleher Brücke bei Düsseldorf

Die Fleher Brücke der A46 wird umfassend saniert. Nach Einschätzung von Straßen.NRW wird die Sanierung voraussichtlich fünf Jahre dauern. Anschließend soll die Brücke wieder vollständig auf allen sechs Fahrspuren dem Verkehr gewachsen sein. Bis dahin müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf der A46-Rheinbrücke Flehe in Düsseldorf mit vier Fahstreifen begnügen.

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Verkehrsführung und Arbeiten
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In den letzten Jahren wurden planmäßige Arbeiten an der Rheinbrücke ausgeführt, also die üblichen Erhaltungsarbeiten, um eine Brücke betreiben zu können.

Es wurden dann aber bei der letzten Hauptprüfung unter anderem Schäden an den Schrägstreben der Rheinbrücke festgestellt, die die Straßen.NRW-Niederlassung Krefeld dazu gezwungen haben, den Kragarm der Brücke vom Verkehr zu entlasten bzw. die äußere Fahrspur samt Standstreifen zu sperren. Dies ist ein außerplanmäßiges Ereignis, welches nun besondere Maßnahmen hervorruft.

Im Schutz der Verkehrsführung mit zwei Fahrspuren je Fahrtrichtung bzw. Brückenhälfte, wobei jeweils der rechte Fahrstreifen und die Standspur gesperrt waren, wurden die größeren Schäden an den Stahlstreben kurzfristig durch Nachschweißen beseitigt.

Endgültige Sanierung ab August 2019

Für die endgültige Wiederherstellung der Tragkraft der Brücke werden die Schrägstreben teilweise im oberen Bereich ausgetauscht bzw. 156 Hauptträger/Querträger-Anschluss-Verstärkungen und parallel 78 sogenannte Lagesicherungen (Schrägstrebe an Hauptträger) ausgeführt. Und danach sukzessive die 78 Knoten Schrägstrebe/Querträger-Anschlüsse saniert. Damit diese Arbeiten ausgeführt werden können, muss der Verkehr überwiegend auf eine Brückenhälfte geführt werden. Im ersten Bauabschnitt wird an der Richtungsfahrbahn Wuppertal saniert.

Zur Entlastung der Richtungsfahrbahn nach Wuppertal musste auf der Fleher-Brücke ein Fahrstreifen auf die Richtungsfahrbahn Neuss übergeleitet werden. Aufgrund der Nähe zu dem Tunnel Universität und der Anschlussstelle Düsseldorf-Bilk auf der rechtsrheinischen Seite und der Anschlussstelle Neuss-Uedesheim auf der linksrheinischen Seite mussten aufwändige Mittelstreifenüberfahren gebaut werden. Darum wurde die Brücke am mittleren Augustwochenende 2019 voll gesperrt.

Wenn die Fahrtrichtung Wuppertal im ersten Bauabschnitt bearbeitet ist, wird die Fahrtrichtung Neuss im zweiten Bauabschnitt in Angriff genommen. Dann wird die Verkehrsführung so umgebaut, dass ein Fahrstreifen auf die Richtungsfahrbahn Wuppertal übergeleitet wird.

Danach sieht die Verkehrsführung so aus:

Querschnitt Bauphase 2 der Fleher Rheinbrücke (Quelle: Straßen.NRW)
Hintergrund
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Wegen Schäden, die im Rahmen der regelmäßigen Kontrollen durch Straßen.NRW festgestellt wurden, war auf der Fleher Brücke Anfang April 2018 in jeder Richtung der rechte Fahrstreifen und der Standstreifen gesperrt worden. Die Brücke musste entlastet werden, weil sich in den Schrägstreben, die links und rechts die überstehende Fahrbahnplatte ("Kragarme") abstützen, Risse gebildet hatten. Damit sich die Schäden nicht ausweiten, ist eine Entlastung der Schrägstreben notwendig. Je Richtung bleiben zwei Fahrstreifen offen, der LKW-Verkehr kann ebenfalls ungehindert über die Brücke fahren.

Täglich passieren die Brücke rund 85.000 Fahrzeuge, davon 12.000 Lkw. Um Maßnahmen gegen die Verlagerung des Verkehrs ins untergeordnete Straßennetz abzustimmen, werden derzeit Gespräche mit den betroffenen Städten und Kreisen, der Bezirksregierung als Verkehrsbehörde und den Polizeidienststellen geführt.

Die Rheinbrücke Flehe
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Grafik: Brückenpylon

Die Rheinbrücke Flehe ist zwischen 1976 und 1979 entstanden. Sie wurde für die damals höchste Brückenklasse ("BK60") entworfen. Die Baukosten betrugen 94 Millionen Mark. Die Schrägseilbrücke ist insgesamt 1.165 Meter lang (davon die aus Stahl bestehende Strombrücke: 368 Meter). Der Pylon besteht aus Stahlbeton und ragt rund 146 Meter in die Höhe.