A445: Neubau von Werl nach Hamm

Der von der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift geplante Neubau der A445 von Werl nach Hamm verbindet die beiden Ost-West Autobahnen A2 und A44. Anschließend an das bestehende Autobahnende der A445 westlich von Werl wird die Autobahn nach Norden weiter geführt und verläuft östlich von Werl-Hilbeck und Kump. Im Süd-Westen von Hamm-Rhynern wird die A445 durch ein Autobahndreieck an die A2 angebunden.

Der Neubau der A445 wird die B 63 und das nachgeordnete Netz deutlich entlasten.

Die im Bestandsnetz vorhandene B63 ist derzeit die einzige direkte Straßenverbindung zwischen Hamm und Werl mit den großen Gewerbegebietszentren beider Städte. Zudem ist sie die direkte Verbindung aus dem Sauerland (A46, A445) zur A2. Gleichzeitig verknüpft sie die A2 an der Anschlussstelle Hamm-Rhynern mit der A44 und dem fertig gestellten Teilabschnitt der A445 am Autobahnkreuz Werl. Hieraus resultiert ein erhebliches Verkehrsaufkommen auf der B63 mit einem hohen Schwerverkehrsanteil und durch Ausweichverkehre auf dem untergeordneten Straßennetz.

Das Projekt

Die Baulänge beträgt circa acht Kilometer. Die A445 wird durch zwei neue Anschlussstellen mit dem nachgeordneten Straßennetz verknüpft. Die eine liegt an der K 18n im Westen von Werl. Die andere im Westen von Hamm-Rhynern an der Straße „Im Sutenkamp“.

Das anfallende Straßenoberflächenwasser wird zum Schutz der umliegenden Gewässer über vier Regenrückhaltebecken geleitet, gereinigt und gedrosselt abgegeben.

Um die A445 in die Landschaft zu integrieren und die mit dem Bau der Autobahn verbundenen Eingriffe in die Natur aufzufangen, wurde ein umfangreiches Konzept aus Gestaltungs-, Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen erarbeitet.

Um Verkehrsgeräusche zu reduzieren, wird entlang der A445 im Bereich Hilbeck eine Lärmschutzwand gebaut.

Die vier Meter hohe Lärmschutzwand bei Hilbeck.

Das Planfeststellungsverfahren

Da die B63 nicht mehr in der Lage ist, den gesamten Verkehr aufzunehmen, weicht ein großer Teil ortskundiger Fahrer auf andere Straßen aus. Dadurch hat in der Vergangenheit der Verkehr auch in anderen Orten im Umfeld der geplanten A 445 zum Teil erheblich zugenommen. Daher wurde der Weiterbau der A445 von Werl nach Hamm in den Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen aufgenommen und als „Vordringlicher Bedarf” eingestuft.

Für den geplanten Abschnitt der A 445 wurde im Januar 2011 von der Bezirksregierung Arnsberg das Anhörungsverfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit eingeleitet. Vom 11. Februar bis zum 10. März 2011 lagen die Planunterlagen offen und vom 13. November bis zum 15. November 2012 wurde der Erörterungstermin durchgeführt.

Aufgrund der eingegangenen Einwendungen und Anregungen sowie aus den Ergebnissen des Erörterungstermins wurden zusätzliche Untersuchungen und Planungen erforderlich. Diese sind fertiggestellt und vom Verkehrsministerium des Bundes bestätigt.

Ausblick auf das weitere Verfahren

Diese zusätzlichen Untersuchungen und Planungen wurden in einem Deckblatt II zum laufenden Planfeststellungsverfahren gebündelt.

Straßen.NRW hat am 6. April 2017 in Werl eine Bürgerinformationsveranstaltung durchgeführt, um die geänderten Planungen der Öffentlichkeit vorzustellen.

Zudem ist das Deckblatt II in das laufende Planfeststellungsverfahren eingebracht worden.

Die Planunterlagen werden aufgrund der Anpassung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz erneut vom 24. Januar bis zum 23. Februar 2018 in der Städten Hamm und Werl ausgelegt. Bürger, die von der Planung betroffen sind, können sich nun noch einmal informieren und bis spätestens 23. März bei der Bezirksregierung Arnsberg oder bei den Städten Hamm und Werl Einwendungen erheben. Bereits eingebrachte Einwendungen behalten ihre Gültigkeit und müssen nicht erneut vorgetragen werden.