A42: Sanierung zwischen Essen-Nord und Gelsenkirchen-Zentrum

HINWEIS

Zum 1. Januar 2021 übernimmt die Autobahn GmbH des Bundes die Zuständigkeit für die Autobahnen in NRW. Straßen.NRW bleibt zuständig für die Bundes- und Landesstraßen sowie Radwege. Autobahn-Projektseiten gibt es auf dieser Seite künftig nur noch im Autobahn-Archiv mit Stand Dezember 2020. Die Inhalte zu Autobahnen auf dieser Seite sind deshalb unter Umständen nicht mehr aktuell.

Zwischen November 2017 und Mai 2020 hat die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr die A42 zwischen Essen-Nord und Gelsenkirchen-Zentrum instandgesetzt. Auf einer Länge von rund sechs Kilometern wurde dabei die Fahrbahn erneuert. Der Asphaltoberbau, die Entwässerung, die Schutzeinrichtungen wie Leitplanken und der Lärmschutz wurden ebenfalls angepasst.

Darüber hinaus sanierte Straßen.NRW sämtliche Bauwerke in diesem Bauabschnitt, damit diese für die zukünftigen Verkehrsbelastungen gerüstet sind.

Für die Arbeiten war eine Bauzeit von drei Jahren vorgesehen. Die Baukosten lagen bei rund 45 Millionen Euro.

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Bauablauf
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Während der gesamten Sanierung standen den Verkehrsteilnehmer zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung. Die Arbeiten wurden in mehreren Bauphasen mit unterschiedlichen Verkehrsführungen ausgeführt.

Gesamtüberblick aller Bauphasen
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I. Vorlaufphase (seit Februar 2018 abgeschlossen)

I. Vorlaufphase („2s+2s“)

In dieser Bauphase wurden die vorbereitenden Maßnahmen für die Einrichtung der ersten Hauptbauphase durchgeführt (notwendige Verbreiterungen, Herstellung von Mittelstreifenüberfahrten, Arbeiten an der Entwässerungseinrichtung, Räumen des Baufeldes). Der Verkehr wurde in zwei verengten Spuren am Baufeld vorbeigeführt.

II. Hauptbauphase 1 (Anfang März 2019 abgeschlossen):

II. Hauptbauphase 1 (seit 9.3.2019 abgeschlossen):

In dieser Bausphase war die Anschlusstelle Essen-Altenessen in Fahrtrichtung Duisburg längere Zeit gesperrt.

III. Zwischen-/Umbauphase (seit Ende März 2019 abgeschlossen):

III. Zwischen-/Umbauphase („2s+2s“; seit 9.3.2019):

In dieser Bauphase wurde der Verkehr in Richtung Kamp-Lintfort bereits wieder auf der Richtungsfahrbahn Kamp-Lintfort und über ein Asphalt-Provisorium geführt.
Diese Ausführungsvariante wurde zur Vermeidung von Beschädigungen infolge der über ein Jahr andauernden, spurfahrenden Verkehrsbelastung gewählt. Die endgültige Fertigstellung der Fahrbahnoberfläche erfolgt nach der 2. Hauptbauphase im Verlauf einer Wochenend-Vollsperrung.

IV. Hauptbauphase 2 (März 2019 - März 2020):

IV. Hauptbauphase 2 („0+4s“; seit dem 23.3.19 - Frühjahr 2020):

Fahrtrichtung Kamp-Lintfort___________________________ Fahrtrichtung Dortmund

Aktuelle Verkehrsführung der 2. Hauptbauphase „Sanierung der Richtungsfahrbahn Dortmund“ (0+4s, seit dem 23.3.2019 bis Frühjahr 2020).

Nach dem Umbau der Verkehrsführung am Samstag (11.1.) ist die Südost-Tangente (von B224 aus Essen kommend, auf die A42 in Richtung Dortmund fahrend) für ca. 4 Wochen gesperrt.
Die Umleitung erfolgt innerhalb des Kreuzes Essen-Nord mittels Roter-Punkt-Beschilderung.

Die Auf- und Abfahrt der Anschlussstelle Essen-Altenessen ist in Fahrtrichtung Dortmund voraussichtlich noch bis Februar 2020 gesperrt.

V. Nachlaufphase (bis März 2020):

V. Nachlaufphase („2s+2s“; bis März 2020):
Verkehrsführungen im Straßennetz der Städte Essen und Gelsenkirchen
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Zur Sanierung der Brücken von der unteren Seite waren auch auf städtischen Straßen zeitweise Baustellenverkehrsführungen erforderlich.

Die Arbeiten im Einzelnen
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Straßenbau:

Erneuerung von sechs Kilometern Fahrbahn je Fahrtrichtung (rd. 175.000 Quadratmeter,
59.500 Kubikmeter bzw. 143.000 Tonnen Asphalt)

Straßenentwässerung:

Im Zuge der Fahrbahnsanierung wurden die vorhandenen Entwässerungseinrichtungen, 180 Schächte, 4500 Meter Rohrleitungen und 350 Straßenabläufe, in denen das Oberflächenwasser gesammelt und abgeleitet wird, saniert bzw. erneuert.

Straßenausstattung:

Erneuerung von 20.000 Metern Schutzeinrichtung im Mittelstreifen und an den Außenrändern. Es werden rund 30.000 Meter Fahrbahnmarkierung aufgebracht. Zudem wurden vier Verkehrszeichenbrücken neu aufgestellt.

Bauwerkssanierung:

Es wurden 15 Brückenbauwerke instandgesetzt. Erneuert wurden unter anderem die Abdichtung und die Bauwerkskappen. Unterhalb des Brückenüberbaues wurde zusätzlich der Beton saniert.

An allen Bauwerken wurden im Verlauf der Arbeiten Schäden von unterschiedlich großem Ausmaß festgestellt. Mit den nun abgeschlossenen Arbeiten hat Straßen.NRW die Tragkraft der Über- und Unterführungen und Gewässer-Durchlässe zwischen dem Kreuz Essen-Nord und der Anschlussstelle Gelsenkirchen-Zentrum wieder hergestellt und stellt damit die Leistungsfähigkeit der A42 auch für die Zukunft sicher.

Instandgesetzt wurden die Bauwerke Gewerkenstraße, Hohendahlstraße, Altenessener Straße, Schichtstraße, Hundebrinkstraße, Heßlerstraße, Musebringstraße, Emscherstraße, Privatbahn, Tiefbachstraße, Lehrhovebruch, Schwarzbach, Röhrenstraße, Hans-Böckler-Allee und Grothuesstraße. Drei der Bauwerke wurden zudem verstärkt, um auch weiterhin den gestiegenen Verkehrszahlen zu entsprechen.

Lärmschutz:

Auf einer Länge von rund 3.500 Metern wurden die Lärmschutzwände erneuert.

Allgemeines zum Bauablauf:
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Erhaltungsstrategie und Erhaltungsprogramm waren mittelfristig angelegt.

Kurzzeitige Erfordernisse, resultierend aus den regelmäßigen Bauwerksprüfungen, wurden soweit möglich in den vorgesehen Gesamtbaumaßnahmenablauf zusätzlich integriert. Dadurch kam es zum Teil zu Phasenverschiebungen.

Alle Bauarbeiten waren voneinander abhängig, bauten aufeinander auf und wurden in der Gesamtfolge zur Erlangung einer Mindest-Bauzeit bestmöglich aufeinander getaktet (Abbinde-, Aushärtungs- bzw. Trocknungszeiten miteinbezogen).

Gerade der Auf-, Um- und Abbau von Baustellenverkehrsführungen ist witterungsanfällig, weil die Gelb-Markierungsfolie für die Fahrstreifenaufteilung aufgeklebt wird und das Aufkleben nur bei trockener Fahrbahn und nicht zu kalten Temperaturen ausgeführt werden kann, damit es von Dauer ist. Der Auf- und Abbau von Stahlschutzwänden ließ sich vergleichsweise problemloser umsetzen.

Straßen.NRW dankt allen Verkehrsteilnehmenden für ihr Verständnis, ihre Geduld und Nachsicht angesichts der nicht zu vermeidenden Verkehrsbeeinträchtigungen im Baustellenumfeld.