A42: Sanierung bei Duisburg

Die A42 wird im Bereich Duisburg derzeit saniert: Zwischen der Rheinbrücke Beeckerwerth und Duisburg-Neumühl setzt die Straßen.NRW-Niederlassung Ruhr auf etwa sieben Kilometern Strecke Fahrbahn und Brücken instand. Ein großer Teil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen.

Grafik: Verlauf der Sanierungsstrecke
Quelle: Straßen.NRW

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Die Rheinbrücke Beeckerwerth
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Seit dem 11. März 2019 laufen die Arbeiten an der Rheinbrücke Beeckerwerth in Fahrtrichtung Dortmund. Das Ziel: Die wichtige Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und den niederrheinischen Industrie- und Erholungsgebieten für den modernen Straßenverkehr fit zu machen bzw. zu erhalten. Eigentlich waren diese Arbeiten schon für 2018 geplant, mussten aber kurzfristig wegen Schäden an anderen Brücken gestoppt werden. Bis zum Sommer 2019 sollen sie abgeschlossen sein. In diesem Zeitraum stehen pro Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen zur Verfügung.

Der aktuelle Stand

Die Fahrtrichtung Kamp-Lintfort ist bereits saniert. Dort wurde die Erneuerung des Fahrbahnbelages und der Übergänge an den Brückenenden schon 2017 abgeschlossen. Diese Arbeiten sind keine Reparaturen sondern Instandhaltungen: Sie werden turnusmäßig an solchen Bauwerken durchgeführt. Gleichzeitig prüft Straßen.NRW im Juni 2019 auch die Brückenseile, da diese alle sechs Jahre kontrolliert werden müssen.

Die Autofahrer müssen vor allem in der Anschlussstelle Duisburg-Baerl mit Einschränkungen rechnen: Die Auffahrt Richtung Dortmund ist während der Arbeiten gesperrt. Eine Umleitung mit rotem Punkt über Moers-Nord und Duisburg-Beeck ist eingerichtet. Außerdem wird ein Anpralldämpfer bei Duisburg-Baerl erneuert, der zuvor durch einen LKW zerstört worden war.

Abschnitt 1: Rheinbrücke bis zum Kreuz
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Ein großer Teil des ersten Abschnittes zwischen der Rheinbrücke Beeckerwerth und dem Kreuz Duisburg-Nord ist bereits fertiggestellt. Im Zeitraum von Ende 2015 bis Februar 2018 wurde die A42 hier auf fünf Kilometern saniert. Dabei hat die Straßen.NRW-Niederlassung Ruhr zahlreiche Brücken bis auf den Rohbau instand gesetzt, der Lärmschutz und die Fahrbahn erneuert. Die Bogenbrücke „Bahnhof Grünstraße“ stellt in diesem Abschnitt eine besondere Herausforderung dar.

Der aktuelle Stand

Nachdem die Gesamtkonstruktion der Brücke „Bahnhof Grünstraße“ mit massiven Betonplatten beiderseitig stabilisiert wurde, müssen weiterhin die entstandenen Schäden im Brückeninnern saniert werden. Dabei stellen die „Lager“, auf denen die Stahlbögen und die anschließenden Betonplatten auf den Beton-Unterbauten aufgelagert sind, die größte Schwierigkeit dar. Diese Lager befinden sich zwischen Brückenüberbau und Widerlagern (Brückenunterbau). Sie sorgen dafür, dass die Brücke flexibel bleibt.

Die Ingenieure sind davon ausgegangen, dass diese Lager eins zu eins ersetzt werden können, entsprechend wurde die Planung vorangetrieben. Durch die im Laufe der Jahre erfolgten Anpassungen der Normen, sind diese Lager jedoch inzwischen in ihren Abmessungen größer und schwerer geworden. Dies trifft insbesondere auch auf die Schrauben und Anker zu, mit denen diese Lager auf den Beton-Unterbauten und am Brückenüberbau befestigt werden. Diese sind allerdings erst am Ende der Planungskette zu bestimmen. Letztlich hat sich gezeigt, dass ein einfacher Ersatz nicht möglich ist.

Daher wurde die Statik der gesamten Brücke nochmals auf alternative Möglichkeiten untersucht, die Lagerung zu ändern, ohne die Brücke und die Beton-Unterbauten aufwändig umbauen zu müssen. Dieser erneute Planungsprozess hat einige Zeit in Anspruch genommen, konnte aber inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden. Alle Prüfungen und Genehmigungen wurden erteilt, die neuen Lager, Schrauben und Anker sind produziert und werden im Juni 2019 geliefert.

Allerdings wird der Abbau der alten noch vorhandenen Lager, die Vorbereitung der Beton- und Stahlkonstruktionen und der eigentliche Einbau noch Zeit in Anspruch nehmen. Für das nördliche Teilbauwerk, auf dem normalerweise der Verkehr Richtung Kamp-Lintfort läuft, wird noch die Zeit bis Jahresende 2019 benötigt. Danach werden die vier Fahrstreifen auf den nördlichen Überbau umgelegt, so dass unter der Südseite gebaut werden kann, wiederum für ein halbes Jahr. Die Fertigstellung ist für Sommer 2020 geplant. Die weitere Sanierung der A 42 im Abschnitt 2 ist dadurch nur gering beeinflusst.

Abschnitt 2: Rund um das Kreuz
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Das erste wichtige Projekt auf dem zweiten Abschnitt rund um das Kreuz Duisburg-Nord sind die Arbeiten an der Brücke über die Hamborner/Beecker Straße aus dem Jahr 1977. Diese Spannbetonbrücke ist mit der aktuellen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen. Daher wird der Verkehr auf der Brücke bereits eingeschränkt. Nun soll die Brücke bis Ende 2019 verstärkt werden, damit der Verkehr darauf wieder normal fließen kann. Dazu werden unterhalb der Brücke Verstärkungen angebracht, welche das Bauwerk stützen. Straßen.NRW bemüht sich dabei darum, dass der Verkehr auf den Stadtstraßen nur minimal eingeschränkt wird.

Der aktuelle Stand

Ab Ende 2019 starten die eigentlichen Arbeiten an der A42. Dabei wird der Fahrbahnoberbau ebenso erneuert wie die Entwässerung. Zusätzlich erhält die Strecke eine Deckschicht aus Gussasphalt, der extrem langlebig ist. Darüber hinaus werden die Brücken grundhaft instand gesetzt – also bis auf den Rohbeton freigelegt, neu abgedichtet und mit neuem Fahrbahnbelag versehen. Auf dem Teilstück zwischen Hamborner/Beecker Straße und Duisburg-Neumühl liegen vier Stadtstraßen-Brücken und mehrere Brücken im Kreuzungsbereich von A59 und A42.Die Lärmschutzwände sind dagegen noch recht gut erhalten und werden nur auf den Brücken erneuert.

Die Auf- und Abfahrten im Kreuz bleiben grundsätzlich offen. Allerdings können kurzfristige Sperrungen während der Baumaßnahme notwendig werden. Auf der A59 könnte der Verkehr zeitweise über den Standstreifen laufen. Ende 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.