Der Projektüblick

Die A40 ist auf dem Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Kaiserberg (A3/A40) und der Anschlussstelle Essen-Frohnhausen mit 80.000 bis 90.000 Kraftfahrzeugen pro Tag hoch belastet. Diese Belastung wird Prognosen zufolge weiter zunehmen und damit auch alle negativen Konsequenzen im Ballungsraum, etwa Stau sowie die Lärm- und Schadstoffbelastung.

Daher ist der Abschnitt im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 in der höchsten Kategorie als Maßnahme des „vordringlichen Bedarfs - Engpassbeseitigung“ aufgenommen worden. Der sechsstreifige Ausbau ist ein notwendiger Schritt zu mehr Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit.

Der Ausbaubereich (Copyright Geobasisdaten: mit Genehmigung von GEObasis.NRW vom 01.01.2017)

Die Trassenlänge der Ausbaustrecke beträgt 12,3 Kilometer. Der Bauanfang wird festgelegt durch den Anschluss an das Autobahnkreuz Kaiserberg (A3/A40). Der Umbau des Autobahnkreuzes befindet sich gegenwärtig ebenfalls in Planung. Das Bauende wird bestimmt durch die Anschlussstelle Essen-Frohnhausen. Ein weiterer Ausbau in Richtung Osten ist durch die beginnende Troglage der A40 mit der mittig verlaufenden Stadtbahn-Strecke bisher nicht vorgesehen.

Zurzeit wird der Verlauf der Ausbaustrecke durch einen stetigen Wechsel des Querschnitts bestimmt (vierstreifig, fünfstreifig, mit und ohne Standstreifen). Durch den Ausbau erhält der Abschnitt einen einheitlichen, den Anforderungen entsprechenden sechsstreifigen Querschnitt mit Standstreifen (Regelquerschnitt über 36 Meter Gesamtbreite – RQ36).

Im Verlauf der Ausbaustrecke bestehen mehrere Brückenbauwerke, welche im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus erneuert werden. Die vorhandenen Anschlussstellen werden ohne Eingriff ins untergeordnete Netz angepasst bzw. aus- oder umgebaut.

Planungsstand

Bis es zur Genehmigung und Umsetzung der Planungen kommen kann, werden verschiedene Planungsphasen durchschritten. Es haben bereits umfangreiche Voruntersuchungen stattgefunden. Um die Auswirkungen der Maßnahme auf die Umwelt frühzeitig zu erfassen, wurde eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung durchgeführt. Die Prüfung wurde Anfang 2017 fertiggestellt. Den Bericht der Umweltverträglichkeitsuntersuchung finden Sie hier.

Bisher wurde die Maßnahme dabei als Gesamtprojekt betrachtet. Für die folgenden Planungsphasen wird die Ausbaustrecke in drei Abschnitte unterteilt. Die Abschnitte erhalten eigene Planverfahren.

Für jeden der drei Abschnitte wird in der kommenden Planungsphase ein technischer Entwurf, der sogenannte Vorentwurf, erstellt. Nach Genehmigung des Vorentwurfs schließt das Planfeststellungsverfahren zur Einhaltung des Baurechts an. Für das Planfeststellungsverfahren ist hier die Bezirksregierung Düsseldorf zuständig. Alle Planungen werden nach den gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt. Die verschiedenen Planungsphasen im Überblick finden Sie unter „Von der Planung zum Bau“.

Im Rahmen des Vorentwurfs werden auch lärmtechnische Untersuchen durchgeführt. Diese laufen derzeit schon. Der Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor den Auswirkungen des Verkehrslärms hat dabei hohe Priorität. Denn Lärm stellt eine große Belastung für den Menschen und seine Umwelt dar. Die „Lärmvorsorge“ wird durch das Bundesimmissionsschutzgesetz geregelt. Diese Verordnung legt gebietsspezifische Lärmgrenzwerte für Tag und Nacht und somit Berechnungsgrundlagen fest. Wissenswertes über die Berechnung von Lärmimmissionen finden Sie hier.

Den Bürgerinnen und Bürgern wird bereits vor dem Genehmigungsverfahren zur Planfeststellung Gelegenheit gegeben, sich über das Projekt zu informieren und sich dazu zu äußern. Dies erfolgt im Rahmen der sogenannten Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung.