A3/A46: Ersatzneubau des Autobahnkreuzes Hilden

Foto: Autobahnkreuz Hilden
Zentralbauwerk im Autobahnkreuz Hilden (Quelle: Straßen.NRW)

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein erneuert das Zentralbauwerk im Autobahnkreuz Hilden. Die Baumaßnahme befindet sich zurzeit im zweiten Bauabschnitt, dem Neubau des Teilbauwerkes in Fahrtrichtung Köln. Das etwa 50 Jahre alte Bauwerk überführt die A3 über die A46 und gilt als wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region. Bei einem täglichen Verkehrsaufkommen von rund 230.000 Fahrzeugen sind die Tragfähigkeitsreserven des Bauwerks so gut wie aufgebraucht. Der Ersatzneubau ist daher zwingend erforderlich. Eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Instandsetzung war hier nicht mehr möglich.

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Vorarbeiten und Bau der Behelfsbrücken
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Vor Beginn der Abbrucharbeiten des AK Hilden wurden, zur Aufrechterhaltung aller Fahrstreifen der A3, zwei Behelfsbrücken als Ersatz für die Verflechtungsstrecke und die Verbindungsrampen zwischen der A3 und der A46 neben dem Zentralbauwerk errichtet. Zusätzlich zu den Fahrzeugbehelfsbrücken wurden Arbeitswegüberführungen auf die temporär zu errichtenden Brückenwiderlager aufgelegt, um die sichere Überquerung der Baustellenarbeiter über die A46 zu gewährleisten.

Im Herbst 2018 hat die Herstellung der Unterbauten für die Behelfsbrücken in allen vier Kreuzungsohren sowie im Mittelstreifen der A46 begonnen. Für die Zweifeldbauwerke wurden massive Widerlager und Pfeiler aus Stahlbeton zur sicheren Aufnahme der Verkehrsbelastungen errichtet. Ende März 2019 konnten dann die einzelnen Module der Behelfsbrückenüberbauten angeliefert, eingehoben und miteinander verschraubt werden, sodass im Endeffekt für jede Fahrtrichtung ein gesamter Überbau in schnellstmöglicher Bauweise entstanden ist.

Parallel zu den Brückenbauarbeiten wurden bereits die neuen Verbindungsrampen angeschüttet und mit entsprechendem Asphaltaufbau versehen. Nach weiteren Ausbauarbeiten von Trenn- und Mittelstreifen auf der A3 konnten die neuen Rampen an den Bestand angeschlossen und die Behelfsbrücken damit unter Verkehr genommen werden. Die Verflechtungsstreifen in beide Fahrtrichtungen der A3 sind somit bereits von dem abzubrechenden Zentralbauwerk auf die Behelfsbrücken verlegt.

1. Bauabschnitt
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Foto Fertigteilträger
Fertigteilträger (Quelle: Straßen.NRW)

Das noch teilweise bestehende, dreifeldrige Bestandsbauwerk soll in mehreren Bauabschnitten durch ein zweifeldrigens Bauwerk in Stahlverbundbauweise ersetzt werden.

Nach dem Abbruch der ersten Hälfte der Bestandsbrücke begann Ende Juni 2019 der Neubau des nördlichen Teilbauwerks in Fahrtrichtung Oberhausen (A3). Nach Herstellung der Tiefgründung des Mittelpfeilers, bestehend aus neun Bohrpfählen zu je 27 Meter und einem Durchmesser von 1,20 Meter, sowie der Herstellung der Baugruben, konnte das Bauwerk mit der Betonage der Fundamente und Widerlager in die Höhe wachsen. Nach und nach wurden insgesamt 18 Stahlhohlkästen mit einer Länge von ca. 30 Meter auf die Baustelle geliefert und vor Ort, durch das Aufbetonieren einer dünnen Betonplatte, zu einem Verbundfertigteil ausgebaut werden.

Foto: Seitenansicht 1. Teilbauwerk
Seitenansicht erstes Teilbauwerk (Quelle: Straßen.NRW)

Diese Stahlverbundfertigteilträger konnten dann Mitte November 2019 unter Vollsperrung der A46 auf die fertigen Brückenwiderlager aufgelegt werden. Anschließend wurde noch eine Ortbetonschicht ergänzt und der Überbau zum Schutz vor Umwelteinflüssen abgedichtet. Zum Schluss des Bauabschnittes wurde die Brücke mit Schutzeinrichtungen ausgestattet und die Straßenbauarbeiten konnten beginnen. Im nördlichen Abschnitt wurde lärmverminderter, offenporiger Asphalt (OPA) verbaut.

2. Bauabschnitt
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Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts konnte Mitte April 2020 der gesamte Verkehr auf das neugebaute, östliche Teilbauwerk (Fahrtrichtung Oberhausen) verlegt und die zweite Hälfte des Bestandbauwerkes abgerissen werden. Nun ist das alte Autobahnkreuz Hilden vollständig beseitigt, und die Arbeiten für das zweite Teilbauwerk in Fahrtrichtung Köln können beginnen. Im Herbst 2020 sollen dann die restlichen 18 Stahlverbundträger zur Herstellung des neuen Überbaus aufgelegt werden.

Der Großteil der Maßnahme soll bis Ende 2020 abgewickelt und das neue Zentralbauwerk vollständig für den Verkehr freigegeben sein. Im Anschluss erfolgen der Rückbau der Behelfsumfahrung und der Neubau der zuvor abgebrochenen Verkehrsschilderbrücken.

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Bau der Behelfsbrücken

Teilabbruch des Gesamtbauwerks

Auflegen der Überbauträger