A1: Ersatzneubau der Talbrücke Block Heide

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Foto: Die Talbrücke Block Heide

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift plant den Ersatzneubau der 1961 fertiggestellten Talbrücke Block Heide im Zuge der A1.

Ursprünglich war die Brücke für eine vierstreifige Autobahn mit Standstreifen ausgelegt. In den 1980er- Jahren erfolgte dann der Umbau der Brücke für die sechsstreifige Verkehrsführung, ohne Standstreifen.

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Der Hintergrund
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Trotz verschiedener Instandsetzungsmaßnahmen, weist das Bauwerk erhebliche bauliche Schäden auf. Infolge einer in 2013 durchgeführten statischen Nachrechnung wurde der zulässige Schwerlastverkehr bereits von 60 auf 45 Tonnen herabgesetzt. Zudem wurden 2016/17 an beiden Überbauten statische Verstärkungsmaßnahmen durchgeführt. Aufgrund der Tragfähigkeitsdefizite und dem auf der A1 zunehmenden Schwerlastverkehrsanteil ist ein schnellstmöglicher Ersatzneubau der Talbrücke Block Heide sowie der anschließenden Lärmschutzwände erforderlich.

Die bestehende Brücke
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Die circa 230 Meter lange Talbrücke besteht aus zwei Teilbauwerke (Fahrtrichtung Köln/Fahrtrichtung Bremen). Sie befindet sich in dem Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Schwerte und dem Autobahnkreuz Dortmund/Unna.

Die Brücke überquert zwei Strecken der Deutschen Bahn (vier Gleise) sowie den Gehrenbach. Bei den Bahnstrecken handelt es sich um die Verbindungen Dortmund/Hörde-Schwerte und Schwerte/Holzwickede.

Die neue Talbrücke Block Heide
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Auch die neue Brücke soll aus zwei Teilbauwerken bestehen: ein Teilbauwerk für die Fahrtrichtung Köln, ein Teilbauwerk für die Fahrtrichtung Bremen. Die Überbauten der Sechs-Feld Bauwerke werden als Stahlverbundplattenbalken mit luftdicht verschweißten Hohlkästen hergestellt. Die Breite zwischen den Geländern beträgt für beide Teilbauwerke insgesamt 40,90 Meter. Die Stahlkonstruktion der Überbauten wird im Taktschiebeverfahren von Osten nach Westen überhöht eingeschoben. Die Herstellung der Stahlbetonfahrplatte mittels Schalwagen erfolgt ebenfalls von Osten nach Westen.

Die A1 ist in dem Planungsraum beidseitig mit Lärmschutzwänden eingefasst. Diese werden sowohl auf der Brücke als auch im Übergangsbereich an der Strecke erneuert.

Eine besondere Herausforderung bei dem Projekt stellen die querenden Gleisanlagen der Bahn unterhalb der Brücke dar. Für den Ersatzneubau sind daher diverse Sperrpausen der Gleise erforderlich, die einen großen Einfluss auf den Bauablauf nehmen.

Der Projektstand
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Die Entwurfsunterlagen zum Ersatzneubau der Talbrücke Block Heide sind nahezu fertig gestellt und wurden bereits den Ministerien zur Genehmigung vorgelegt.

Um für die Durchführung des Ersatzneubaus das Baurecht zu erlangen und dabei möglichst alle Belange und Einwendungen erfassen zu können, wird für diese Maßnahme auf Grundlage des Bundesfernstraßengesetzes in Verbindung mit dem Verwaltungsverfahrensgesetz NRW ein Planfeststellungsverfahren angestrebt. Dieses Genehmigungsverfahren wurde im Herbst 2019 bei der Bezirksregierung Arnsberg eingeleitet.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung, wurde die Planung der Öffentlichkeit bereits im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens vorgestellt. Dieser Termin fand am 14.12.2017 in der Aula der Realschule am Bohlgarten in Schwerte statt.

Das nachfolgende Bild gibt einen Überblick über die geplante Maßnahme:

Sobald die Planfeststellungsbehörde - nach Abwägung aller Belange und Einwendungen - den Planfeststellungsbeschluss erlassen kann und dieser bestandskräftig ist, wird beabsichtigt, die Ausschreibungsunterlagen zur Baumaßnahme zu veröffentlichen.

Der Bauablauf
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Die vorbereitenden Oberleitungsarbeiten der Deutschen Bahn sollen in 2022 erfolgen. Unmittelbar im Anschluss können dann die Bauarbeiten für den Ersatzneubau der Talbrücke beginnen. Sie werden unter Aufrechterhaltung der 6-streifigen Verkehrsführung auf der A1 durchgeführt. Für den Abriss und Neubau sind fünf Bauphasen vorgesehen, die nachfolgend im Querschnitt dargestellt sind:

Bauphase 1: Herstellung der Behelfsbrücke Süd

Im Bauablauf ist zunächst der Bau einer 2-streifigen Behelfsbrücke (Typ: D-Brücke) südlich des bestehenden Bauwerkes vorgesehen, um für die gesamte Bauzeit eine 6-streifige Verkehrsführung zu gewährleisten. Der Verkehr in Fahrtrichtung Köln und Bremen wird währenddessen weiterhin über das Bestandsbauwerk geführt.

Nach Fertigstellung der Behelfsbrücke, wird der Verkehr in Fahrtrichtung Bremen 2-spurig auf diese verlegt. Auf der Mittelkappe des südl. Bestandsüberbaus werden seitlich eine Oberleitungsschutzwand und Geländer montiert.

Bauphase 2: Abbruch Teilbauwerk Nord

In der zweiten Bauphase erfolgt der Abbruch des nördlichen Bestandsbauwerkes (RiFa Köln). Der Verkehr in Fahrtrichtung Köln wird dreispurig auf das südliche Bestandsbauwerk umgelegt. Der Verkehr in Fahrtrichtung Bremen wird mit einem Fahrstreifen außen über das Bestandsbauwerk geführt, während sich zwei weitere Fahrstreifen auf der Behelfsbrücke befinden.

Bauphase 3: Ersatzneubau Teilbauwerk Nord

Im Anschluss kann der Ersatzneubau des nördlichen Teilbauwerkes erfolgen. Dabei werden zunächst die neuen Pfeiler und Widerlager der RiFa Köln erstellt und der nördliche Teilüberbau im Taktschiebeverfahren von Ost nach West überhöht eingeschoben.

Bauphase 4: Abbruch Teilbauwerk Süd und Behelfsbrücke

Nach Fertigstellung des nördlichen Teilbauwerkes, wird der Verkehr sechsstreifig auf dieses umgelegt. Die Behelfsbrücke wird nach Osten ausgerollt, sodass die Unterbauten sowie das südliche Teilbauwerk abgebrochen werden können.

Bauphase 5: Ersatzneubau Teilbauwerk Süd

Im Anschluss wird das südliche Teilbauwerk analog zu dem nördlichen Teil im Taktschiebeverfahren erneuert.

Fertigstellung: