A1: Ersatzneubau der Talbrücke Block Heide

Foto: Die Talbrücke Block Heide

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift plant den Ersatzneubau der 1961 fertiggestellten Talbrücke Block Heide im Zuge der A1.

Ursprünglich war die Brücke für eine vierstreifige Autobahn mit Standstreifen ausgelegt. In den 1980er- Jahren erfolgte dann der Umbau der Brücke für die sechsstreifige Verkehrsführung, ohne Standstreifen.

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Der Projektstand
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Aktuell werden die Entwurfsunterlagen fertiggestellt, um diese den Ministerien zeitnah zur Genehmigung vorzulegen.

Um für die Durchführung des Ersatzneubaus das Baurecht zu erlangen und dabei möglichst alle Belange und Einwendungen erfassen zu können, wird für diese Maßnahme auf Grundlage des Bundesfernstraßengesetzes in Verbindung mit dem Verwaltungsverfahrensgesetz NRW ein Planfeststellungsverfahren angestrebt. Dieses Genehmigungsverfahren soll in 2018 bei der Bezirksregierung Arnsberg eingeleitet werden.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung, wurde die Planung der Öffentlichkeit bereits im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens vorgestellt. Dieser Termin fand am 14.12.2017 in der Aula der Realschule am Bohlgarten in Schwerte statt.

Das nachfolgende Bild gibt einen Überblick über die geplante Maßnahme:

Sobald die Planfeststellungsbehörde - nach Abwägung aller Belange und Einwendungen - den Planfeststellungsbeschluss erlassen kann und dieser bestandskräftig ist, wird beabsichtigt, die Ausschreibungsunterlagen zur Baumaßnahme zu veröffentlichen.

Der Bauablauf
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Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2020 beginnen und werden unter Aufrechterhaltung der sechsstreifigen Verkehrsführung auf der A1 durchgeführt. Für den Abriss und Neubau sind fünf Bauphasen vorgesehen, die nachfolgend im Querschnitt dargestellt sind:

Im Bauablauf ist zunächst der Bau einer 2-streifigen Behelfsbrücke (Typ: D-Brücke) südlich des bestehenden Bauwerkes vorgesehen, um für die gesamte Bauzeit eine 6-streifige Verkehrsführung zu gewährleisten. Der Verkehr in Fahrtrichtung Köln und Bremen wird währenddessen weiterhin über das Bestandsbauwerk geführt.

Nach Fertigstellung der Behelfsbrücke, wird der Verkehr in Fahrtrichtung Bremen 2-spurig auf diese verlegt. Auf der Mittelkappe des südl. Bestandsüberbaus werden seitlich eine Oberleitungsschutzwand und Geländer montiert.

In der zweiten Bauphase erfolgt der Abbruch des nördlichen Bestandsbauwerkes (RiFa Köln). Der Verkehr in Fahrtrichtung Köln wird dreispurig auf das südliche Bestandsbauwerk umgelegt. Der Verkehr in Fahrtrichtung Bremen wird mit einem Fahrstreifen außen über das Bestandsbauwerk geführt, während sich zwei weitere Fahrstreifen auf der Behelfsbrücke befinden.

Im Anschluss kann der Ersatzneubau des nördlichen Teilbauwerkes erfolgen. Dabei werden zunächst die neuen Pfeiler und Widerlager der RiFa Köln erstellt und der nördliche Teilüberbau im Taktschiebeverfahren von Ost nach West überhöht eingeschoben.

Nach Fertigstellung des nördlichen Teilbauwerkes, wird der Verkehr sechsstreifig auf dieses umgelegt. Die Behelfsbrücke wird nach Osten ausgerollt, sodass die Unterbauten sowie das südliche Teilbauwerk abgebrochen werden können.

Im Anschluss wird das südliche Teilbauwerk analog zu dem nördlichen Teil im Taktschiebeverfahren erneuert.