A1: Ersatzneubau der Liedbachtalbrücke

Foto: Die Liedbachtalbrücke

Die A1 ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen in Deutschland und in NRW. Die sich unmittelbar südlich des Autobahnkreuzes Dortmund/Unna befindliche Liedbachtalbrücke weist hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit und Ermüdungsfestigkeit erhebliche Defizite auf und ist für den Schwerlastverkehr mit Lastbeschränkungen versehen.

Die 300 Meter lange Brücke wurde im Jahr 1961 gebaut und 1984 durch zwei weitere Bauwerke für die Autobahnauf- und –ausfahrt ergänzt. Seitdem hat sich der Autobahnverkehr mehr als verdoppelt, gleichzeitig hat der Anteil des Schwerlastverkehrs überproportional zugenommen und auch die einzelnen LKW wurden immer schwerer. Bei einer Prüfung der Liedbachtalbrücke kamen die Fachleute zu dem Ergebnis, dass hier ein „Ersatzneubau“ unumgänglich ist.

Derzeit besteht die Liedbachtalbrücke aus insgesamt vier einzelnen nebeneinanderliegenden Teilbauwerken. Bis spätestens 2023 muss der Verkehr von den beiden mittig liegenden Brückenquerschnitten verlegt und durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. So lange konnte die alte Brücke durch Baumaßnahmen in 2014/2015 verstärkt werden.

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Der Bauablauf
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Der Ersatzneubau der Liedbachtalbrücke erfolgt unter Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der Autobahn A1. Derzeit sind die folgenden Haupt-Bauphasen für den Ersatzneubau der Liedbachtalbrücke konzipiert:

Phase 1

In der ersten Bauphase wird ein Brückenbauwerk (B) in Seitenlage auf der Ostseite neben der vorhandenen Liedbachtalbrücke auf provisorischen Unterbauten errichtet.

Phase 2

Im Anschluss wird der Verkehr der drei westlichen Bestands-Teilbauwerke auf das zunächst verbleibende östliche Teilbauwerk (4.), sowie den neu errichteten Brückenüberbau (B) in Seitenlage gelegt. Nun können die vorhandenen drei westlichen Brücken abgebrochen werden.

Nun erfolgt der Neubau des westlichen Brückenbauwerks (A) für die Fahrtrichtung Köln.

Phase 3

Anschließend wird der Verkehr auf die neu errichteten Brückenüberbauten (A+B) gelegt. Das verbliebende mittig liegende Bestandsbauwerk (4) wird abgebrochen, sodass hier im Anschluss die endgültigen Unterbauten für die Fahrrichtung Bremen errichtet werden können.

Phase 4

Zuletzt erfolgt der Querverschub des anfangs errichteten Brückenüberbaus (B) auf die Unterbauten in Endlage. Schließlich können die Restarbeiten sowie der Abbruch der in Phase 1 errichteten provisorischen Unterbauten erfolgen.

Parallel zu diesen aufgeführten Hauptbauphasen der Liedbachtalbrücke erfolgt der Ersatzneubau des K31-Bauwerkes, die Erweiterung der Regenwasserbehandlungsanlage unterhalb der Brücke, der Ersatzneubau und die Erweiterung der Lärmschutzmaßnahmen sowie die übrigen im Rahmen der Gesamtmaßnahme erforderlichen Arbeiten.

Der Baubeginn wird voraussichtlich im 1. Quartal 2021 erfolgen. Aufgrund der umfangreichen Bauphasen zur ständigen Aufrechterhaltung des Verkehrs auf der A1, ist eine Bauzeit von etwa sechs Jahren erforderlich.