A1: Sechsstreifiger Ausbau zwischen Wermelskirchen und Wuppertal-Langerfeld

In fünf Bauabschnitten hat Straßen.NRW die A1 zwischen Wermelskirchen und Wuppertal-Langerfeld auf einer Länge von 20,4 Kilometern sechsstreifig ausgebaut. Im Jahr 2012 konnte weitestgehend der Ausbau auf gesamter Streckenlänge abgeschlossen werden. Einzig im vierten Bauabschnitt, zwischen den Anschlussstellen Wermelskirchen und Tank- und Rastanlage Remscheid, besteht noch eine Baustellenverkehrsführung.

Auch in diesem Abschnitt ist der Streckenausbau auf sechs Fahrstreifen bautechnisch abgeschlossen. Aber im Bereich der denkmalgeschützten Talbrücke Höllenbach ist eine sogenannte 4+0- Verkehrsführung auf der benachbarten neuen Talbrücke eingerichtet, um das Altbauwerk für die Bauzeit verkehrsfrei zu halten.

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Talbrücke Höllenbach
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Foto: Talbrücke Höllenbach
Talbrücke Höllenbach (Quelle: Straßen.NRW)

Das Altbauwerk, eine zweireihige Gewölbebrücke mit jeweils elf Bögen aus dem Ende der 1930er Jahre, ist zwar grundsätzlich für die weitere verkehrliche Beanspruchung aus statischer Sicht geeignet, musste aber für die geplante verkehrliche Nutzung umgebaut werden. Der abschnittsweise Umbau des Brückenquerschnitts konnte aber erst nach Sanierung der stark geschädigten Randbögen der Außenfassade erfolgen.

Für das denkmalgeschützte Bauwerk musste im Vorfeld ein komplexes Sanierungskonzept erarbeitet und mit der Denkmalbehörde abgestimmt werden.

Die zentralen Hauptaufgaben bei der Sanierung bestanden in:

  • dem kompletten und sehr komplexen Trag- und Gerüstbau, welcher die einzelnen Sanierungsschritte am Bauwerk erst ermöglichten.
  • dem Rückbau der Außenfassade (rund 28.000 Natursteine) einschließlich der 22 Randaußenbögen, bestehend aus jeweils rund 300 Einzelquadern mit Gewichten von 100 bis 600 Kilogramm.
  • Einbau von 33 Fertigteilelementen je Bogen, einschließlich der Stahlbetonergänzung und
  • dem anschließenden Wiederaufbau der Außenfassaden.

Erst nach diesen Arbeiten konnte der abschnittsweise Umbau, das heißt Abbruch und Neubau der Fahrbahnplatte, beginnen.

Mit Komplettierung der Brückenausstattung einschließlich des Lärmschutzes auf der Südseite konnten die Arbeiten auf der Brücke zum Ende 2017 abgeschlossen werden. Die restlichen Arbeiten unterhalb der Brücke werden voraussichtlich bis Mitte 2018 andauern.

Mit Abschluss der Arbeiten im unmittelbaren Fahrbahnbereich begann zum Ende des Jahres 2017 die Aufhebung der 4+0 Verkehrsführung. Mit vielen bautechnischen und witterungsbedingten Schwierigkeiten konnte noch vor dem Jahreswechsel 2017/18 eine Inbetriebnahme der Talbrücke erzielt werden, aber leider keine dreistreifige Nutzung je Fahrtrichtung. Für eine entsprechende Nutzung sind Demarkierungs- und Markierungsarbeiten größeren Umfanges notwendig, welche aus witterungsbedingten Gründen bis Mitte April nicht umsetzbar waren.

Die dreistreifige Nutzung konnte in Fahrtrichtung Köln am 14. April 2018 und in Fahrtrichtung Dortmund am 17. April 2018 realisiert werden.