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Pressemitteilung vom 18.12.2020

Rheinspange 553: Weitere Varianten werden vertieft untersucht

Köln (straßen.nrw). Beim Projekt Rheinspange 553 wird die Auswahl der vertieft zu untersuchenden Varianten erweitert. Straßen.NRW hat durch Erkenntnisse aus dem Beteiligungsprozess des Projekts zu den bisher neun ausgewählten Varianten drei weitere ergänzt. Dabei handelt es sich um eine weitere Variante mit einer Rheinquerung in Köln-Godorf im Norden sowie zwei Varianten mit einer Rheinquerung im Bereich Wesseling-Urfeld/Bornheim-Widdig im Süden des Planungsraums, bei denen auch weitere Tunnel betrachtet werden.

Diese Varianten bzw. Abschnitte davon wurden bereits in der Grobvariantenuntersuchung betrachtet, sodass die benötigten Daten und Linienverläufe vorliegen. Damit werden in den nächsten Monaten insgesamt zwölf Varianten mit den verschiedensten Linienführungen und Anknüpfungspunkten an A59 und A555, sowohl mit Rheinbrücken als auch Tunneln, vertiefend untersucht. „Mit der Erweiterung der vertieften Untersuchung nehmen wir die vielen Anregungen aus dem Dialogforum und aus dem politischen Begleitkreis sowie der erfolgreichen Online-Infomesse Anfang November auf“, sagt Straßen.NRW-Projektleiter Rüdiger Däumer.

Die nun anstehenden vertiefenden Untersuchungen der Varianten sollen voraussichtlich bis Mitte 2021 zur sogenannten Vorzugsvariante für die Rheinspange 553 führen.

Hintergrund

Der Ballungsraum Köln-Bonn ist durch ein hohes Verkehrsaufkommen geprägt. Wer heute den Rhein zwischen Bonn und Köln überwinden möchte, muss große Umwege über die bereits stark belasteten Rheinbrücken der A4 im Norden oder der A565 im Süden auf sich nehmen. Um die Region zu entlasten, stuft der Bundesverkehrswegeplan 2030 die Herstellung einer neuen Autobahnquerspange (A553) zwischen der A59 und der A555 mit einer Rheinquerung zwischen Köln und Bonn daher in den „vordringlichen Bedarf“ ein.

Es werden nun zusätzlich eine Linienführung zwischen den Anschlusspunkten mit den Bezeichnungen W1 und O2 (bekannt als V3B), eine Linie zwischen W3 und O5 (V9bT) und eine ganz neue Linie zwischen den Punkten W2 und O5 vertieft untersucht werden.

Nach der bisherigen Zuständigkeit ist der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Auftragsverwaltung entsprechend vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit der Planung der Maßnahme beauftragt. Mit dem 01. Januar 2021 geht die Zuständigkeit für diese Planung wie für alle anderen Autobahnplanungen an die neu gegründete Autobahn GmbH über. Wo die A553 künftig genau verlaufen und wie die neue Querung des Rheins konkret aussehen könnte, ist bisher noch offen und wird unter Beteiligung der Menschen und Interessengruppen der Region in den kommenden Jahren erarbeitet.

Pressekontakt: Timo Stoppacher, Telefon 0221-97708-220

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