Pressemeldungen: 2021 | 2020 | 2019

Jetzt mit
Freunden teilen:

Pressemitteilung vom 09.11.2020

Rheinspange 553: Online-Infomesse mit mehr 12.000 Besuchern

Köln (straßen.nrw). Die Online-Infomesse zur Rheinspange 553 der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Rhein-Berg konnte in zehn Tagen ca. 12.000 Besucher auf der Website verzeichnen. Insbesondere die Seiten zu den neun einzelnen Varianten für die neue Rheinquerung, die nun vertieft untersucht werden, sind stark frequentiert worden. Über das Fragen-Formular gingen über 500 Fragen zu den verschiedensten Aspekten der Planung ein.

„Mit der Online-Infomesse konnten wir das Informationsbedürfnis vieler Bürgerinnen und Bürger zur Rheinspange 553 zumindest zu einem Teil stillen. Natürlich ist der persönliche Austausch auf einer Infomesse oder einer Infotour durch nichts zu ersetzen. In Zeiten von Corona denke ich aber, dass wir mit der Online-Infomesse einen sehr guten Ersatz bieten“, sagt Projektleiter Rüdiger Däumer.

Für die Online-Infomesse wurde auf der Projektwebseite (www.rheinspange.nrw.de) umfangreiches Video- und Präsentationsmaterial mit den Experten von Straßen.NRW sowie den beauftragten Gutachter- und Planungsbüros neu produziert. In einer interaktiven Karte können die Varianten einzeln betrachtet und dazu die verschiedenen Nutzungen der beplanten Flächen angezeigt werden.

Die Projektmitarbeiter von Straßen.NRW und den Gutachter- und Planungsbüros haben in den letzten Tagen bereits einen Großteil der über 500 gestellten Fragen beantwortet. In den nächsten Tagen werden die fehlenden Antworten noch ergänzt. Viele Fragen gab es zu einzelnen Aspekten der Varianten, auch der Sinn des Projekts an sich wurde oft hinterfragt. „Wir haben einen klaren gesetzlichen Planungsauftrag des Bundes, dem wir mit unserer Arbeit nachkommen. Der Bedarf ist durch den Bundesverkehrswegeplan 2030 festgestellt und auch unsere Verkehrsuntersuchung zeigt, dass die Rheinspange im Vergleich zum Bezugsfall im Jahr 2030 einen deutlichen Nutzen hat“, beantwortet Däumer die häufig gestellte Frage nach einer sog. Nulllösung, bei der auf die Rheinspange verzichtet werden soll.

Das Material der Online-Infomesse bleibt auch nach dem Ende dauerhaft auf der Projektwebsite verfügbar.

Hintergrund

Der Ballungsraum Köln-Bonn ist durch ein hohes Verkehrsaufkommen geprägt. Wer heute den Rhein zwischen Bonn und Köln überwinden möchte, muss große Umwege über die bereits stark belasteten Rheinbrücken der A4 im Norden oder der A565 im Süden auf sich nehmen. Um die Region zu entlasten, stuft der Bundesverkehrswegeplan 2030 die Herstellung einer neuen Autobahnquerspange (A553) zwischen der A59 und der A555 mit einer Rheinquerung zwischen Köln und Bonn daher in den „vordringlichen Bedarf“ ein. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW ist entsprechend vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit der Planung der Maßnahme beauftragt. Wo die A553 künftig genau verlaufen und wie die neue Querung des Rheins konkret aussehen könnte, ist bisher noch offen und wird unter Beteiligung der Menschen und Interessengruppen der Region in den kommenden Jahren erarbeitet. Die nun anstehenden vertiefenden Untersuchungen der neun Varianten sollen voraussichtlich bis zum Frühjahr 2021 zur sogenannten Vorzugsvariante für die Rheinspange 553 führen. Ab dem 1. Januar 2021 werden die Planungen von der Autobahn GmbH des Bundes weitergeführt.

Pressekontakt: Timo Stoppacher, Telefon 0221-97708-220

Zurück