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Pressemitteilung vom 29.03.2021

L154/L476: Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte informiert sich über Baufortschritt in Meerbusch-Osterath

Meerbusch (straßen.nrw). Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein, die Deutsche Bahn und die Stadt Meerbusch beseitigen drei Bahnübergänge im Ortsteil Osterath und bauen eine Eisenbahnüberführung für Fußgänger und Radfahrer und einen neuen Kreisverkehr unter den Bahngleisen. Damit soll in Zukunft das lange Warten an den Schranken ein Ende haben. In diese Baumaßnahmen werden mehr als 30 Millionen Euro investiert.

Bei einem Besuch vor Ort informierte sich Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte zusammen mit Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld und Bürgermeister Christian Bommers über den Fortschritt der Bauarbeiten.

„Gute Mobilität ist Standortfaktor und Lebensqualität. Deshalb stellt das Land Rekordsummen für die Infrastruktur aller Verkehrsträger zur Verfügung. Von der Eisenbahnüberführung profitieren besonders Fußgänger und Radfahrer, die dann barrierefrei die Gleise unterqueren können. Außerdem gibt es weniger Rückstau im Ort. Das alles macht Mobilität besser, sicherer und sauberer“, sagte Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte.

Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für NRW, sagte: „Neben den für die Verkehrswende notwendigen Milliardeninvestitionen in die Schiene in NRW freuen wir uns über jeden Bahnübergang, den wir beseitigen können, denn dies sorgt für einen reibungslosen Schienen- und Straßenverkehr. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis für die während der Bauzeit entstehenden Beeinträchtigungen für alle Verkehrsteilnehmer.“

Aktuell müssen Verkehrsteilnehmer die Schienen in Meerbusch-Osterath an einem der drei Bahnübergänge an der L154 Strümper Straße, an der L476 Meerbuscher Straße oder an der kommunalen Straße Hoterheideweg überqueren. Eine Alternative gibt es für Fußgänger nur in Form einer wenig attraktiven Unterführung an der Strümper Straße.

 

Langes Warten an den Schranken hat bald ein Ende

Die hier entlanglaufende Eisenbahnstrecke 2610 von Köln nach Kranenburg ist stark ausgelastet, die langen Schließzeiten der Schranken verursachen lange Rückstaus sowie erhebliche Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner und teilen den Ortsteil seit langer Zeit in zwei Hälften.

Das lange Warten an den Schranken hat nach dem Abschluss der Bauarbeiten endlich ein Ende: Das Großprojekt sieht vor, die drei Bahnübergänge zu beseitigen und gute Alternativen für alle Verkehrsarten zu schaffen, die ohne Schranken und damit längere Wartezeiten auskommen. So sollen in Zukunft Kraftfahrzeuge über vier neue Rampen in einen Kreisverkehr unterhalb der Gleise geführt werden.

Für Fußgänger und Radfahrer wird die heutige Gehwegunterführung Strümper Straße eingekürzt und mit einer neuen Rampenführung barrierefrei angelegt. Der Bahnübergang Hoterheideweg entfällt ersatzlos, der motorisierte Verkehr wird über benachbarte Kreuzungen geführt. Für den Radfahrer und Fußgänger werden zusätzliche Querungsmöglichkeiten parallel zu „An der Bundesbahn“ und als Unterführung der Bahnstrecke unter dem Bauwerk angelegt.

Außerdem wird für Radfahrer und Fußgänger im Bereich der Meerbuscher Straße eine barrierefreie Unterführung unter die Gleise gebaut, die zwischenzeitlich schon teilweise fertiggestellt wurde und Mitte 2021 ihrer Bestimmung übergeben wird. Diese erhält auch einen Zugang zum Bahnsteig mittels Treppen. In Höhe des Bahnhofsweges wird eine barrierefreie Geh- und Radwegverbindung vom Bahnhofsweg durch die neue Eisenbahnbrücke am Kreisverkehr bis zum Ostara-Gelände geschaffen. Diese Verbindung dient gleichzeitig als nördlicher Zugang zu den Bahnsteiganlagen und führt außerdem zu den Park-and-Ride-Plätzen.

Insgesamt investieren Deutsche Bahn AG, Land NRW und Bund über 30 Millionen Euro, davon übernehmen die DB, der Bund und das Land NRW jeweils ein Drittel. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme investiert die Stadt Meerbusch außerdem ca. 3 Millionen Euro für zusätzliche Fuß- und Radwegeverbindungen.

Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld hob die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure hervor: „Deutsche Bahn, Straßen.NRW und die Stadt Meerbusch bilden bei diesem Großprojekt eine gute Allianz. Mit vereinten Kräften wird es uns gelingen, für alle Verkehrsteilnehmer – ob KFZ, Fahrrad- oder Fußgängerverkehr – bessere Alternativen zu schaffen.“

 

Bauverlauf in vier Phasen

Der Baubeginn erfolgte mit den Maßnahmen der DB im Jahr 2019. Geplant sind insgesamt vier größere Bauphasen bis voraussichtlich zum Jahr 2026. In der ersten, von der DB durchgeführten Bauphase, wurden neben der vorgenannten Unterführung Meerbuscher Straße unter anderem die Anlagen der Oberleitung, der Kommunikationstechnik und Leit- und Sicherungstechnik angepasst.

In der zweiten Bauphase wird nun die Eisenbahnüberführung über den Kreisverkehr und der Umbau der vorhandenen Eisenbahnüberführung über den Rad- und Gehweg an der Strümper Straße durch die DB gebaut.

In der dritten Bauphase werden seitens Straßen.NRW das Trogbauwerk unter der Eisenbahnunterführung hergestellt sowie die dazugehörigen Stützwände, der Kreisverkehr sowie Rampen und Fußgängerbrücken gebaut. In der vierten Bauphase werden die Bahnübergänge Meerbuscher Straße, Strümper Straße und Hoterheideweg von der DB geschlossen und zurückgebaut.

 

Neue Perspektiven für den Stadtteil

Auch Meerbuschs Bürgermeister Christian Bommers sieht dem Abschluss der Baumaßnahmen erwartungsvoll entgegen: „Osterath ist ein attraktiver Wohnstandort, an dem die Menschen sich wohlfühlen können. Der lange gehegte Wunsch nach dem Bau einer Bahnunterführung wird die Osterather Ortsmitte und den Ortsteil Bovert näher zusammenführen. Damit eröffnen wir auch neue Perspektiven für die städtebauliche Entwicklung des gesamten Stadtteils. Auch das Bahnhofsumfeld wird profitieren. Ich bin froh, dass die Arbeiten reibungslos laufen und freue mich auf die Fertigstellung.“

Auch für Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss, nimmt in Meerbusch „nun ein jahrzehntelang herbeigesehntes Projekt Fahrt auf“. Die Beseitigung der Bahnübergänge in Meerbusch-Osterath sei eine Erleichterung für alle, für Autofahrer, für Fußgänger und für Radfahrer. Zudem, so der Landrat, trage das Großprojekt zur Steigerung der hohen Wohnattraktivität in Meerbusch und im Rhein-Kreis Neuss bei.

Pressekontakt: Gregor Hürter, Telefon 02161-409-334

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