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Pressemitteilung vom 30.04.2021

Kleine Würmer im Kreis Soest im Einsatz

Kreis Soest (straßen.nrw). Es juckt, es brennt, es kommt zu Hautausschlägen und Atemwegseinschränkungen: immer mehr Menschen kommen mit den Gifthaaren des Eichenprozessionsspinners in Kontakt. Durch die Klimakrise und die damit verbundene Erderwärmung breitet sich die unliebsame Raupe immer weiter aus. Auch im Kreis Soest. Seit einigen Jahren sind die Mitarbeiter*innen von Straßen.NRW der Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift dabei den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Neben der Absaugung, die auch weiterhin durchgeführt wird, bekommen Sie jetzt Unterstützung, und zwar rein biologisch: Fadenwürmer, sogenannte Nematoden, nehmen ab kommenden Montag ihren Dienst auf.

„Die Nematoden sind in einer Spritzbrühe enthalten, die wir in den Abendstunden an Geh- und Radwegen im ganzen Kreis über rund 700 betroffene Bäume versprühen“, klärt Jörg Güthoff von der Straßenmeisterei Erwitte auf. Sie heften sich zur Vermehrung an die Raupen des Eichenprozessionsspinners und sondern ein Bakterium ab, das die Raupen tötet. „Die toten Raupen sind für den Menschen nicht länger gefährlich“, weiß Güthoff. „Die kleinen allergieauslösenden Härchen sind bis dahin noch nicht ausgebildet.“

Überdies stellen Nematoden für Mensch und Tier  kein Risiko dar. „Nematoden können sich nicht an Warmblüter heften“, so der Experte. „Man darf die mit Fadenwürmern angereicherte Spritzbrühe auch in direkter Nähe von Gewässern, Trinkwasserbrunnen und Naturschutzgebieten einsetzen“, weiß Güthoff. Nematoden kämen überall in der Natur vor und seien als unbedenklich eingestuft. Allerdings vertragen die kleinen Nützlinge keine UV-Strahlung und keine große Hitze. Deshalb wird im Kreis Soest den Eichenprozessspinnern bis in die Nachtstunden hinein der garausgemacht.

Loslegen werden die Mitarbeiter*innen der Straßenmeisterei Erwitte, sofern die Witterungsbestimmungen es zulassen, ab kommenden Montag, 3. Mai. Ab 20 Uhr am Abend beginnen die Sprüharbeiten von Straßen NRW. „Wir werden circa vier Wochen abends bis in die Nacht hinein an Geh- und Radwegen im Kreis unterwegs sein“, fasst Güthoff zusammen. Begonnen wird im Raum Lippetal. Etwa 14 Tage nach dem ersten Besprühen wird es einen zweiten Behandlungsgang geben. Bei Regen und starkem Wind wird der Einsatz verschoben.

Pressekontakt: Christiane Knippschild, Telefon 0291-298-129

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