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Pressemitteilung vom 26.06.2020

A4plus: Lebhaftes Interesse - erste Sitzung des Dialogforums zu „A4plus“

Köln (straßen.nrw). Das von Straßen.NRW initiierte Dialogforum zum Verkehrsprojekt „A4plus – Ausbau im Kölner Süden“ kam am Donnerstag (25.6.) zur ersten Sitzung zusammen. Insgesamt nahmen 23 Interessenvertreterinnen und -vertreter des Planungsraums an der konstituierenden Sitzung teil. Neben der Vorstellung des aktuellen Planungsstands und einer ersten Einführung in zentrale Arbeitsschritte stand vor allem die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses der Gremienarbeit auf der Tagesordnung.

Das Dialogforum ist dabei eine wesentliche Maßnahme des Beteiligungskonzepts des Landesbetriebs Straßenbau NRW. Ziel dieses Gremiums ist es, gemeinsam und unter Einbezug vielfältiger Perspektiven der Region die anstehende Planung eines Ausbaus der A4 im Kölner Süden mitzugestalten. Das Dialogforum setzt sich aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern des Planungsraums, die sich für einen Platz im Dialogforum beworben hatten, aus direkten Anrainern der Trasse sowie Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Politik zusammen.

Bei der ersten Sitzung am Donnerstag, die unter den erforderlichen Hygienemaßnahmen im Porzer Rathaussaal stattfand, erhielten die Teilnehmenden Informationen aus erster Hand: Rüdiger Däumer, Projektleiter von Straßen.NRW, präsentierte zunächst den aktuellen Stand der Planung und machte deutlich, dass man sich noch ganz am Anfang des mehrjährigen Verfahrens befindet. Anschließend erläuterte Dr. Manfred Heß von der Kocks Consult GmbH wie genau eine Vorzugsvariante gefunden werden soll. Er führte aus, dass der genaue Verlauf der künftigen Trasse insbesondere von den Möglichkeiten der Rheinquerung abhängt. Derzeit würden noch alle Optionen geprüft: Von der eventuellen Erweiterung der Rodenkirchener Brücke, über einen Ersatzneubau bis hin zu einer Rheinunterquerung. Es wurde deutlich, dass der Ausbaubedarf auch von der endgültigen Lage der zusätzlich geplanten Rheinquerung südlich von Köln, der Rheinspange 553, abhängt. Peter Smeets von SMEETS Landschaftsarchitekten zeigte im Anschluss auf, in welchen Schritten die Umweltverträglichkeitsstudie erstellt und wann das Dialogforum an der Erarbeitung beteiligt werden wird.

Besonderes Interesse bestand für die Teilnehmenden bei der Frage, welche baulichen Möglichkeiten es für die Rodenkirchener Brücke gibt. Ebenfalls intensiv diskutiert wurden die Fragen, welche technischen Möglichkeiten bestehen, um den Lärmschutz zu gewährleisten, und welcher Untersuchungsraum bei der Umweltverträglichkeitsstudie berücksichtigt wird.

Im Zentrum der konstituierenden Sitzung stand aber vor allem die Entwicklung eines gemeinsamen Selbstverständnisses: Die Beteiligten sehen sich als Sprachrohr für die Region und wollen Ansprechpartner auch für Außenstehende sein. Die Öffentlichkeit soll transparent über die Arbeit des Forums informiert werden, unter anderem durch die zeitnahe Veröffentlichung der Protokolle und Präsentationen auf der Projektwebsite www.a4plus.nrw.de .

Das Dialogforum diskutiert konkrete Fragestellungen und entwickelt aus der Unterschiedlichkeit der Perspektiven Empfehlungen. Bei Bedarf können Expertinnen und Experten zu einzelnen Sitzungen eingeladen werden. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten ist es, eine möglichst verträgliche Lösung zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Region zu finden. Rüdiger Däumer zeigte sich angesichts der guten Atmosphäre im Anschluss an die erste Sitzung zufrieden: „Über das lebhafte Interesse und die konstruktive Grundstimmung habe ich mich sehr gefreut. Ich bin optimistisch, dass die gemeinsame Arbeit im Dialogforum so dazu beitragen wird, die Planung bestmöglich auszugestalten.“ Das nächste Treffen des Dialogforums wird voraussichtlich im September stattfinden.

Hintergrund

Die sechs Fahrspuren der A4 im Kölner Süden sind für das gegenwärtige Verkehrsaufkommen nicht mehr ausreichend. Staus in der Region sind die regelmäßige Folge. Das Projekt „A4plus – Ausbau im Kölner Süden“ wurde daher im Bundesverkehrswegeplan 2030 der Bundesregierung in den „Vordringlichen Bedarf“ eingestuft. Straßen.NRW hat hierfür einen Planungsauftrag erhalten, der Mitte 2019 angestoßen wurde. Der auszubauende Abschnitt beginnt östlich des Autobahnkreuzes Köln-Süd, überquert im Zuge der Rodenkirchener Rheinbrücke den Rhein und endet im weiteren Verlauf vor dem Autobahnkreuz Köln-Gremberg. Der Bauabschnitt befindet sich gänzlich auf dem Stadtgebiet von Köln.

Die Hintergründe der Planung sowie die Details des weiteren Beteiligungsverfahrens finden Sie auch auf der Projektwebsite.

Pressekontakt: Timo Stoppacher, Telefon 0221-97708-220

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