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Pressemitteilung vom 20.04.2021

46sieben: Update für die Politik

Hagen/Meschede (Autobahn Westfalen/straßen.nrw). Die Resonanz war groß, das Informationsbedürfnis ebenso: Bei der dritten Sitzung des Politischen Begleitkreises des Projekts 46sieben informierten Autobahn Westfalen und Straßen.NRW rund 50 Mandatsträgerinnen und -träger aus der Region.

Die Kommunalwahl 2020 sowie die Ausweitung der beteiligten Kommunen um Balve und Fröndenberg sowie den Kreis Unna hatten viele neue Gesichter in das Informationsgremium gebracht. „Sie sind wichtige Multiplikatoren. Tragen Sie das, was Sie hier hören und sehen, dieses Wissen über 46sieben, in ihre Kommunen, in die Räte und Fachgremien“, erklärte Philipp Jähn vom Moderationsbüro ifok zu Beginn der Videokonferenz.

Es gibt noch keine fertige Trasse

Was hat sich seit dem letzten Begleitkreis im Herbst 2019 im Projekt getan? Zunächst einmal, betonte Klaus Gillmann, Projektleiter bei Autobahn Westfalen, „gibt es noch keine fertige Trasse, auch wenn es in der Öffentlichkeit manchmal gegenteilig verbreitet wird.“ Alle bisher diskutierten Varianten seien auf Null gestellt. „Was wir haben: einen mit 140 Quadratkilometern außerordentlich großen Untersuchungsraum, in dem wir nach Linien für das Kombi-Projekt aus vierspuriger Autobahn Hemer-Menden und einer dreispurigen B7 von Menden in den Raum Neheim suchen“, sagte er. Derzeit laufe die Erfassung relevanter Tierarten im Planungsraum, parallel dazu die europaweite Vergabe der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS).

Zuschnitt des Planungsraumes mit Ministerien abgesprochen

Landespfleger Simon Söhnchen, der 46sieben im Team der Autobahn Westfalen aus umweltfachlicher Sicht betreut, informierte die Politikerinnen und Politiker über den modifizierten Zuschnitt des Untersuchungsraumes. Nordwestlich von Menden war auf Anregung behördlicher Naturschützer ein großer Raum hinzugekommen, wegen vermuteter geringerer Widerstände aus naturschutzfachlicher Sicht. Zuvor waren über einen Grobfilter die nördlichen Teile des sogenannten Südkorridors (südlich des Luerwaldes/Bieberbachtal) aus dem Untersuchungsraum auf Grund höchster umweltfachlicher Hürden herausgenommen worden. Gleichzeitig war der südliche Planungsraum bis an die Grenze von Eisborn/Balve ausgeweitet worden. „Diese Modifizierungen haben wir mit den zuständigen Bundes- und Landesministerien  abgestimmt“, sagte Söhnchen.

Raumwiderstandskarte wird erstellt

Die Ergebnisse der laufenden Fauna-Kartierung sowie zu den weiteren Schutzgütern Mensch, menschliche Gesundheit und Umwelt, werden später in einer sogenannten Raumwiderstandskarte zusammengefasst. Sie zeigt bereits optisch, wo es besonders große Hürden gibt, eine Trasse umzusetzen. „Erst wenn diese Karte vorliegt, wird es spannend im Projekt“, sagte Thomas Rensing, Leiter der Region 1 bei Straßen.NRW.

Team steht Rede und Antwort

Großen Raum bot die Videokonferenz auch für zahlreiche Fragen der Mandatsträgerinnen und -träger, denen das 46sieben-Team Rede und Antwort stand. Unter anderen: Wie und wann werden die Positionen der Kommunen zum Projekt - für oder wider - berücksichtigt? „Die kommunalen Beschlüsse sind eine wichtige Abwägungsgrundlage und werden mit eingebracht beim Bundesverkehrsministerium, bevor etwas entschieden wird“, sagte Sven Koerner, Leiter der Straßen.NRW-Niederlassung Sauerland-Hochstift. In dieser dritten Gesprächsrunde auf politischer Ebene blieben am Ende keine Fragen offen. Dafür gab es Lob von den Eingeladenen.

„Danke für den guten Input“, lautete ein Post am Ende der Veranstaltung.

 

Hintergrund

Im Politischen Begleitkreis kommen die von der Planung der Straßenverbindung berührten politischen Akteure zusammen, Mandatsträgerinnen und Mandatsträger aus Kommunalpolitik, Landkreisen, NRW-Landtag und Bundestag. Der Begleitkreis ist mit dem Dialogforum ein wichtiger Baustein des Planungsdialoges, mit dem Autobahn Westfalen und Straßen.NRW die Menschen in der Region früh am Projekt 46sieben beteiligt.

 

 

Pressekontakt: Michael Schmitz, Telefon 0291-298129

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