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Pressemitteilung vom 08.04.2019

Richtiges Verhalten im Tunnel: Straßen.NRW gibt Tipps für Autofahrer

Gelsenkirchen (straßen.nrw). Gerade auf dem Weg in den Urlaub, etwa in Richtung südliches Europa, lässt sich eine Fahrt durch Tunnel kaum vermeiden. Auch ohne Panne, Unfall oder Feuer: Schon allein aufgrund der Enge und der geänderten Lichtverhältnisse sorgt eine Durchfahrt bei vielen für mulmige Gefühle. Doch die Röhren sind besser als ihr Ruf: Tatsächlich passieren in Tunneln weniger Unfälle als außerhalb. Und auch technisch hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan: Beim letzten ADAC-Test 2015 schnitten alle europäischen Tunnel mit „sehr gut“ oder „gut“ ab, d.h. sie verfügen über gut markierte Fluchtwege, gekennzeichnete Notausgänge und ausreichend Notrufstationen in kurzen Abständen.

Den besten „Tunnelblick“ In Nordrhein-Westfalen hat seit mehr als zehn Jahren die größte Tunnelleitzentrale Deutschlands mit ihren zwei Standorten in Duisburg und Hamm: Status- und Alarmmeldungen sämtlicher Straßen.NRW-Tunnel werden dort 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr entgegengenommen, Tunnel ab einer Länge von 400 Metern zudem ständig videoüberwacht. Die Experten von Straßen.NRW raten Fahrern, sich zunächst vor allem an einige grundsätzliche Regeln zu halten: Autofahrer sollten vor der Einfahrt in einen Tunnel das Abblendlicht einschalten und die Sonnenbrille abnehmen. Geschwindigkeitsbegrenzungen sind unbedingt einzuhalten, genügend Abstand zum Vorausfahrenden ist wichtig. Und was auch passiert: niemals wenden oder rückwärtsfahren – auch nicht im Falle eines Staus oder Unfalls.

Stau

Staut sich der Verkehr: Warnblinker einschalten. Kommt der Verkehr vollkommen zum Erliegen: Rettungsgasse bilden, Motor abstellen und trotz des Stillstands mehrere Meter Abstand zum Vordermann halten. Lautsprecherdurchsagen oder Durchsagen im Radio geben wichtige Informationen zur Situation und zu weiteren Verhaltensweisen. Ansonsten gilt: Anhalten im Tunnel ist nur bei einer Panne und in Notfällen gestattet.

Panne, Unfall

Kommt es zu einer Notsituation, zählt vor allem eines: Ruhe bewahren, Warnblinker einschalten. Das Fahrzeug in einer Pannenbucht, auf dem Standstreifen oder so nah wie möglich am rechten Fahrbahnrand abstellen, den Motor ausmachen, die Warnweste anziehen und die Unfallstelle absichern. Den Vorfall sollte man möglichst direkt über die nächste Notrufstation melden, die über die Notgehwege zu erreichen ist. Die zuständige Tunnelleitzentrale kann so automatisch den genauen Standort feststellen, die Videoüberwachung aktivieren und notfalls durch die Lautsprecher Anweisungen geben. Wer stattdessen das Handy nutzt, sollte möglichst die genaue Position seines Fahrzeugs kennen.

Feuer

Einen Sonderfall stellen Unfälle mit Feuer im Tunnel dar. Schon bei bloßer Rauchentwicklung am Fahrzeug muss der Brandalarm an der Notrufnische ausgelöst werden. Bei Feuer sollten Autofahrer den Tunnel schnellstmöglichst über die gekennzeichneten Fluchtwege, durch die Fluchttüren oder die Ein- und Ausfahrtportale verlassen. Achtung: Wer in die benachbarte Tunnelröhre flüchtet, darf den fließenden Verkehr auf der Gegenseite nicht aus dem Blick verlieren! Wichtig: Das Auto nicht abschließen und den Schlüssel steckenlassen, damit die Feuerwehr den Wagen notfalls bewegen kann.

Pressekontakt: Susanne Schlenga, Telefon 0209-3808-333

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