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Pressemitteilung vom 01.11.2019

46sieben-Update für die Politik

Hagen/Hemer (straßen.nrw). Wo steht aktuell das Projekt 46sieben, die geplante Autobahn- und Bundesstraßenverbindung zwischen Hemer/Menden und Neheim? Politischen Mandatsträgern aus der Region stand Straßen.NRW am Mittwoch (30. Okt.) im Alten Casino in Hemer Rede und Antwort. Fazit: Der Y-förmige Untersuchungsraum, in dem mögliche Trassen liegen können, steht noch nicht abschließend fest.

„Wir sind heute deutlich weiter als vor einem Jahr, und das ist auch gut so“, sagte Sven Koerner, Leiter der Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift. Koerner gab den Politikerinnen und Politikern ein Update zum Thema Untersuchungsraum, das zuvor im Dialogforum und im 1. Arbeitskreis (AK) der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) mit den Fachbehörden diskutiert worden war. Im Dialogforum wurde bereits angeregt und kontrovers diskutiert, bei der Linienfindung nicht nur den nördlichen Korridor von Menden bis unterhalb von Wickede/Neheim zu untersuchen, sondern auch Bereiche südlich des Luerwaldes in den Untersuchungsraum einzubeziehen. „Planungsgrundlage aus dem Bundesverkehrswegeplan ist im Bereich zwischen Menden und der A 445/46 heute nur noch eine dreistreifige Bundesstraße und keine Autobahn mehr; das gibt uns Spielraum, Eingriffe in die Landschaft zu minimieren und gegebenenfalls eine Linie finden zu können“, sagte Thomas Rensing, Leiter der Region 1 von Straßen.NRW.

"Wir sind mit dem Dialogprozess auf dem richtigen Weg"

Allerdings gebe es für den südlichen Raum ein geteiltes Meinungsbild bezüglich umweltfachlicher Verträglichkeit und bautechnischer Machbarkeit: Wo soll eine dreistreifige Bundesstraße in dem eng bebauten Raum Neheim an die A46 anbinden? Deshalb wird Straßen.NRW in einer Voruntersuchung bis zum Jahresende versuchen zu klären, ob es dort grundsätzlich Planungskorridore für die 46sieben gibt, die für eine weitergehende Betrachtung geeignet sind. „Diese Diskussion zeigt uns, dass wir mit unserem Dialogprozess auf dem richtigen Weg sind“, führte Koerner aus.

In den Untersuchungsraum einbezogen wurde auf Wunsch der Mitglieder des 1. AK auch der als Naturschutzgebiet vorgeschlagene Landschaftsraum Waldemei zwischen Hemer und Menden, um die Bedeutung des Gebietes nochmals zu verdeutlichen. Straßen.NRW betonte, dass dieses Gebiet auch ohne diese Einbeziehung in seiner Wertigkeit berücksichtig würde. Untersuchungsraum bedeute grundsätzlich auch Raum für eine Trassenfindung. Hierzu wagte Koerner die Prognose: „Aus ökologischer Sicht und wegen bestehender Siedlungsbereiche kommt dort eine Trasse für die 46sieben aber sicher nicht in Betracht.“

Zuversichtlich für den Planungsprozess der 46sieben gab sich Michael Heinze vom NRW-Verkehrsministerium: „Mit breiter Beteiligung der Öffentlichkeit werden wir vielleicht schon in zwei Jahren die bestmögliche Linie gefunden haben. Wichtig ist, dass sämtliche Informationen zum Projekt, Fragen und Antworten, dazu die Abwägungs- und Entscheidungsprozesse nachvollziehbar und verständlich aufbereitet auch im Internet jederzeit abrufbar zur Verfügung gestellt werden.“

Hintergrund

Im Politischen Begleitkreis kommen die von der Planung der Straßenverbindung berührten politischen Akteure zusammen, Mandatsträgerinnen und Mandatsträger aus Kommunalpolitik, Landkreisen, NRW-Landtag und Bundestag. Der Begleitkreis ist mit dem Dialogforum ein wichtiger Baustein des Planungsdialoges, mit dem der Landesbetrieb die Menschen in der Region früh am Projekt 46sieben beteiligt.

Pressekontakt: Michael Schmitz, Telefon 0291-298-129

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