Pressemeldungen: 2019 | 2018 | 2017

Pressemitteilung vom 09.10.2019

Dialogforum erarbeitet Kriterien für 46sieben

Arnsberg/Menden/Meschede (straßen.nrw). Der Untersuchungsraum des Projekts 46sieben, der Neubau der A46 von Hemer bis Menden und von dort als B7 Richtung Neheim, war bestimmendes Thema des 3. Dialogforums im Arnsberger Ratssaal.

Bereits am Tag zuvor hatte sich der 1. UVS-Arbeitskreis mit der Abgrenzung des Untersuchungsraumes befasst. Was dort verhandelt wurde, berichteten zwei Bürgervertreter des Dialogforums, die als Beobachter in den Arbeitskreis entsandt worden waren. Das Forum hatte zuvor Vorschläge für den Untersuchungsraum erarbeitet, von denen Straßen.NRW einige berücksichtigt hat. Die beiden Bürgervertreter des Dialogforums äußerten sich enttäuscht darüber, dass im Rahmen der Diskussion im Arbeitskreis wenig konkrete Vorschläge eingebracht wurden.

Die Diskussion im Dialogforum ergab, dass der Ypsilon-förmige Korridor, der auch eine verkehrliche Anbindung an den Neheimer Raum südlich des FFH-Gebietes Luerwald vorsieht, Teil des vorläufigen Untersuchungsraums bleiben soll. In einer Voruntersuchung werden die technischen, städtebaulichen und ökologischen Auswirkungen grob ermittelt. Straßen.NRW wird anschließend entscheiden, ob der südliche Y-Arm Teil des Untersuchungsraums bleibt.

Einige Mitglieder des Forums stellten vor dem Hintergrund des zweiten Dürresommers die Frage: Können wir ein Projekt wie 46sieben überhaupt noch verantworten? Die Natur habe ihre Antwort bereits gegeben. Es wurde noch einmal betont, dass solche Grundsatzfragen Gegenstand der allgemeinen politischen Diskussion seien und nicht im Dialogforum geklärt werden könnten. Für Straßen.NRW ist der Planungsauftrag des Bundestages maßgeblich.

WhatsApp-Kanal endet im Dezember

Der WhatsApp-Kanal, mit dem Straßen.NRW mehr als 250 Empfänger in der Region Nachrichten über das Projekt 46sieben direkt aufs Mobiltelefon schickt, wird zum Jahresende auslaufen. WhatsApp habe seine Richtlinien geändert und erlaube eine Kommunikation in dieser Form nicht mehr, bedauerte Arne Spieker vom Moderationsbüro IFOK. Straßen.NRW wird stattdessen News-Kurzletter in kurzen Abständen per Mail an interessierte Bürgerinnen und Bürger versenden.

Als „Hausaufgabe“ für das vierte Dialogforum bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Matrix an die Hand, mit der straßenbauliche Eingriffe bewertet werden können. Bis zum Frühjahr 2020 können sie die Matrix um eigene Kriterien ergänzen. „Sie können uns sagen, was ihnen wichtig ist bei der Planung eines solch komplexen Straßenbauprojektes“, sagte Sven Koerner, Leiter der Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift.

In 2020 wird das Dialogforum erstmals mit einem neuen Instrument der Bürgerbeteiligung arbeiten können: Mit dem Korridorfinder lassen sich Straßen, Trassen oder Tunnel in Echtzeit in einem dreidimensionalen Geländemodell darstellen. „Wir wollen für das Forum visualisieren, wie unterschiedliche Trassen von 46sieben in der Landschaft aussehen würden “, sagte Projektleiter Klaus Gillmann.

INFO

Zum 1. Arbeitskreis der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) hatte Straßen.NRW insgesamt 28 Träger Öffentlicher Belange (TÖB) eingeladen - Behörden, Kommunen, Verbände, Umweltschutz -, um den Untersuchungsraum festzulegen, in dem mögliche Trassenvarianten des Projekts 46sieben liegen könnten. Im Zuge der Linienfindung finden insgesamt drei Arbeitskreise statt. Der Arbeitskreis UVS ist Teil der formellen Öffentlichkeitsbeteiligung; informelle Beteiligungsformen wie z. B. das Dialogforum 46sieben schaffen die Möglichkeit, die Bürger sehr früh über Planungsabsichten zu unterrichten, ihre Bedenken und Anregungen aufzunehmen und sie in die Lösungsfindung einzubinden.

Pressekontakt: Michael Schmitz, Telefon 0291-298129

Zurück