Sicherheitsaudit für Straßen

Foto: Geländer können die Sicht beeinträchtigen

Zahlreiche Vorschriften regeln Aspekte der Verkehrssicherheit für Planung, Bau und Betrieb einer Straße. Dennoch können besondere örtliche Gegebenheiten zu Gefahrenquellen führen, die ein Regelwerk nicht berücksichtigt. Auch dauert es einige Zeit bis neue Erkenntnisse in technische Vorschriften umgesetzt sind. Ein Sicherheitsaudit betrachtet den konkreten Einzelfall auf eventuelle Gefahrenquellen und hilft, diese zu beseitigen.

Beim Sicherheitsaudit für Straßen handelt es sich um eine systematische Ermittlung von Sicherheitsdefiziten bei Straßenbaumaßnahmen aus der Sicht aller Verkehrsteilnehmer. Der Auditor versetzt sich vor Ort in die Lage aller, die direkt und indirekt am Verkehr teilnehmen: Kraftfahrer, Radfahrer, Fußgänger und andere. So können alle Sicherheitsaspekte berücksichtigt und optimal auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt werden.

Umsetzung des Sicherheitsaudits bei Straßen.NRW

Das Sicherheitsaudit wurde Ende 2002 beim Landesbetrieb Straßenbau NRW eingeführt. Die Auditierung erfolgt direkt in den Niederlassungen durch ausgewählte, erfahrene Ingenieure. Sie haben eine Schulung zum Auditor erhalten und tauschen ihre Erfahrungen regelmäßig aus. Um Fachkompetenzen zu bündeln, bilden jeweils ein Ingenieur aus den Bereichen "Planung" und "Betrieb und Verkehr" ein Team. Diese Ingenieure waren nicht an der Planung der Straße beteiligt und können sich so ein unabhängiges Urteil bilden.

Pro Jahr werden beim Landesbetrieb Straßenbau.NRW ca. 300 Audits in der Vorplanung, dem Vorentwurf, dem Ausführungsentwurf und vor der Verkehrsfreigabe durchgeführt. So können erkannte Gefahrenquellen in der folgenden Phase beseitigt werden.

Das Sicherheitsaudit für Straßen ist ein wichtiges Element der Qualitätssicherung und Bestandteil eines umfassenden Qualitätsmanagements.