Gestaltung von Straßenseitenflächen

Foto: Bepflanzte Straßenseitenfläche

Die Straßenseitenflächen sollen die Besonderheiten des Bodens (zum Beispiel Felsanschnitte) möglichst erhalten. Deshalb planen die Landschaftsbautechniker Geländemodellierungen frühzeitig, so dass die Straßen besser in die Landschaft eingebunden werden können. Sofern verkehrs- und grunderwerbstechnische Vorgaben es erlauben, mindern wechselnde Böschungsneigungen die Monotonie eines technisch geprägten Erdbauwerkes. Brückenbauwerke sollen durch geeignete gestalterische Maßnahmen in die Landschaft eingebunden werden. Die Straßenseitenflächen werden meist als Pflanz- oder Rasenflächen angelegt.

Gehölze können eine Vielzahl von Funktionen erfüllen. Dazu ist eine zielorientierte Planung und konsequente Umsetzung notwendig. Um Gehölze am Straßenrand pflanzen zu können, muss das Sortiment auf den Standort abgestimmt werden.

Die Grundsätze, wie das sogenannte "Straßenbegleitgrün" anzulegen ist, haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt, nicht zuletzt durch ein gestiegenes Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge. Damit sich Saumbereiche entwickeln können, verbleibt zwischen Fahrbahn und erster Pflanzreihe ausreichend Raum. Wurden früher bis zu 90 Prozent Baumarten gepflanzt, so soll sich deren Anteil heute auf maximal fünf Prozent der Pflanzen beschränken. Solitärgehölze und Hochstämme gliedern die Flächen.

Bei Bepflanzungen im besiedelten Raum wie zum Beispiel in Ortsdurchfahrten wird mehr Bezug auf den gestalterischen Aspekt genommen. Neben der Auswahl charakteristischer Stadtbäume kommen vermehrt Bodendeckerpflanzen zur Verwendung. Begleitende Pflanztypen und Straßenbäume engen Ortsdurchfahrten optisch ein, "Baumtore" am Ortseingang sollen die Geschwindigkeit herabsetzen. Auf Kreisverkehren werden Hochstämme einzeln oder in Gruppen gepflanzt. Solitärgehölze, Einzelsträucher, bodendeckende Pflanzen und Rasenflächen unterstützen die Gestaltung.