Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen

Werden im Zuge eines Eingriffs, zum Beispiel durch eine neue Straße, Natur und Landschaft erheblich beeinträchtigt, sind hierfür vom Verursacher Kompensationsmaßnahmen durchzuführen, die die gestörten Funktionen des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes wiederherstellen.

Geht zum Beispiel Wald verloren, so wird an anderer Stelle, meist auf Acker, ein neuer Wald aufgeforstet. In derartigen Fällen ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz vorrangig zu prüfen, ob die Kompensation durch Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen erbracht werden kann, die der dauerhaften Aufwertung des Naturhaushalts oder des Landschaftsbildes dienen. Hiermit soll vermieden werden, dass Flächen aus der Nutzung genommen werden.

Als Ausgleich für die Inanspruchnahme von landwirtschaftlichen Flächen kommen zum Beispiel Extensiv-Acker oder -Grünland in Betracht. Hierfür hat sich die Bezeichnung "Produktionsintegrierte Kompensation" (PIK) eingebürgert.

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Werden im Zuge eines Eingriffs Natur und Landschaft erheblich beeinträchtigt, sind hierfür vom Verursacher Kompensationsmaßnahmen durchzuführen. In bestimmten Fällen ist auch eine Kompensation durch Bewirtschaftungs- oder Pflegemaßnahmen möglich. Für solche "Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen" (PIK) hat der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit anderen Institutionen (LANUV, Landwirtschaftskammer, Stiftungen Rheinische und Westfälische Kulturlandschaft sowie zwei Biostationen) eine Arbeitshilfe und beispielhafte Maßnahmenblätter für die häufigsten fünf PIK-Zielbiotoptypen entwickelt. Sie dienen als Muster bei der Erstellung von Landschaftspflegerischen Begleitplänen – nicht nur im Straßenbau.